Patientenverfügung, keine Ernährung über PEG oder andere Magensonde , was passiert dann?

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1 Antwort

Eine Patientenverfügung gilt nur in Situationen in denen der Verfasser der Verfügung sich selber nicht mehr äußern kann. Sei es weil er im Koma/Wachkoma liegt oder er an einer sehr weit fortgeschrittenen Demenz leidet oder in vergleichbaren Situationen  Auch wenn der Tod unmittelbar bevorsteht bzw. der Sterbeprozess schon eingesetzt hat. z.B. Im Endstadium einer Krebserkrankung. Ein Sterbender hat keinen Hunger oder Durst. Eine Zufuhr von Nahrung und/oder Flüssigkeit schadet dem Sterbenden. Durstgefühl kann man durch gute Mundpflege verhindern. Wie lange ein Sterbeprozess dauert kan niemand vorhersagen. Ich empfehle Dir, Dich mit dem Thema Palliativ Medizin zu beschäftigen .

Liebe Grüße

Beate

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Kommentar von nini97
18.05.2017, 09:08

bei meinem Onkel war es so, dass er über die PEG ernährt wurde (nach einer Hirnblutung) also auch nicht selbst entscheiden konnte, in der Patientenverfügung stand, keine lebensverlängernde Maßnahmen, keiner wusste aber ob die Ernährung über die PEG darunter fällt. Er hat sich so weit wieder erholt, dass er normal isst (auch wenn er gefüttert werden muss), und auch phasenweise wieder sehr klar ist. Wäre das nicht gemacht worden,, wäre er tot. Und deswegen auch die Frage (weil es jetzt andere in der Familie interessiert), wie lange hätte es gedauert, bis er ohne Nahrung nicht mehr am Leben gewesen wäre ? Liebe Grüße zurück.

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