Patientenakteneinsicht verweigert Arztbericht?

2 Antworten

Hallo

Es kommt auf den Einzelfall an. In der Regel kannst du deine Patientenakte immer einsehen, also quasi in 99% aller Fälle. Vorgezogene Argumente des Arztes gelten hier nicht.

Ausnahmen gelten je nach Einzelfall bei direkter Gefährdung durch die Einsicht. Allerdings muss dieser Einwand durch den Arzt begründet und belegt werden.

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Das ist mir bewusst. Nur war die Frage, ob das so noch zählt, wegen der Gesetzesänderung.

Wenn die Person zum Hausarzt fährt und er nicht der Ansicht ist, dass die Person eigen- oder fremdgefährdent ist, muss er die komplette Akte zeigen. Also alles, auch subjektive Einschätzungen, die enthalten sind?

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@KeineAhnung9228

Wenn der Arzt dieser Ansicht ist muss er diese Diagnise festhalten und belegen. Angenommen du würdest z.B. deswegen vor Gericht ziehen würde ein dritter Gutachter beauftragt, der dann entscheidet. So weit wird es aber kein Arzt kommen lassen, da ist es schon einfacher den kritischen Teil der Akte einfach zu unterschlagen/ zu fälschen und sie so herauszugeben.

Unabhängig von bundesweiten Gerichtsurteilen hat jede Landesärztekammet nochmal im Detail abweichende Regelungen.

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@DerSchokokeks64

Danke für die Antwort. Es geht um einen Arztbrief, den der HA hat. Somit nichts zu unterschlagen. Maximal schwärzen und ob das erlaubt ist interessiert mich?

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Deine Patientenakte darfst du schon immer einsehen. Persönliche Notizen des Arztes aber nicht.

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Sorry, das was du schreibst stimmt nicht. Siehe Gesetzeslage....Daher fragte ich nach Leuten, die es genau wissen.

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@Sniffys

Meine Güte. Siehe hier.

Der Arzt bzw. Behandelnde kann die Einsichtnahme verweigern (ganz oder teilweise) wenn erhebliche therapeutische Gründe dagegen sprechen. Unter Umständen ist der Arzt dann sogar verpflichtet, die Einsichtnahme in die Patientenakte zu verweigern. Der Patient muss vor Informationen geschützt werden, die ihm schaden könnten. etwa wenn die uneingeschränkte Einsichtnahme in die ärztliche Dokumentation mit der Gefahr einer erheblichen gesundheitlichen (Selbst-)Schädigung des Patienten verbunden wäre. Wenn der Arzt die Einsichtnahme verweigert, muss er konkrete und substantiierte Anhaltspunkte hierzu vorbringen. Wenn der Gesundheitszustand des Patienten hingegen stabil ist, darf der Arzt die Einsichtnahme in die Dokumentation nicht verweigern. Der Patient hat das Recht eigenverantwortlich über die Frage zu entscheiden, wie viel er wissen will.

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@Sniffys

...... Also meine Frage bezieht sich auf den Arztbericht und nicht die Akte. Siehe Ausgangsfrage.

Persönlich Notizen wie du schriebst, meintest wohl den Arztbericht? Normale Zetteleien interessieren mich ja nicht.

Drück dich bitte klarer aus. In den Arztbericht habe ich 》generell《 Recht zur Einsicht. Du schriebst: "Persönliche Notizen des Arztes aber nicht."

Also deine Anmerkung hat nichts mit meiner Frage zu tun bzw. ist eher falsch, wenn ich den zweiten Teil richtig interpretiert habe.

Hilft mir nicht...

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