Patientenakte in der Psychiatrie

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5 Antworten

Krankenakten im Krankenhaus werden geerell mindestens 30 jahre aufbewahrt, egal welche Fachdisziplin diese erstellt hat. Die befinden sich nach dem Aufenthalt in einem sogenannten Krankenblattarchiv das in jeder Klinik vorhanden ist. Als patient kann man sich eine Kopie der Akte meist nur mit schriftlicher Anfrage an die Klinikverwaltung machen lassen, was allerdings meist ohne Probleme klappen sollte.

eckardt 23.09.2010, 12:23

Gerichtsprozesse von mehreren Jahren, um die Krankenakte einsehen zu können nenne ich nicht problemlos. Wer Antworten gibt, sollte hier nicht seine idealen Vorstellungen kundtun, sondern seine Erfahrungen.

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Benjamin 24.09.2010, 10:40
@eckardt

Das wird wie alles bei dir seine Gründe gehabt haben!

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melg1411 03.10.2010, 12:55
@eckardt

Ich habe nur erklärt wie das an unserer Klinik läuft und wie demnach die Regelungen in Deutschland sind. Wenn im Einzelfall Abweichungen bestehen , so wird das seine Gründe haben.

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Die psychiateriche Krankenakte bekommt ein Psychiatrie-Patient nur nach langen Gerichtsprozessen zur Kenntnis und dann meist nicht vollständig. Weil mit diesen Aufzeichnungen in der Akte machen sich die Psychiater selbst zur Anzeige von Gesetzesverletzungen und kriminellen Folter und Misshandlungsmethoden. Es ist schon ein Problem , den richtigen Rechtsanwalt zu finden, der einen Psychiatrie-Patienten vertritt - ich meine wirklich vertritt und nicht nur Geld abkassiert.

Laertes 23.09.2010, 15:38

Psychiater begehen also alle "kriminelle Folter und Misshandlung"?? Das ist psychotischer Wahnsinn!

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Benjamin 24.09.2010, 10:43

Dem Bild, das in Teilen der Bevölkerung von psychisch Kranken existiert, wird durch Antworten wie die von "eckardt" nur neue Nahrung gegeben.

Er erweist damit allen psychisch Kranken leider einen Bärendienst!

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rayondesoleil 24.09.2010, 10:55
@Benjamin

... und das trägt leider zu einer anhaltenden Stigmatisierung psychisch Kranker bei...

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die bleibt dauerhaft bestehen, wenn man nicht irgendwie die löschung beantragt - was man aber besser nicht tun sollte, wegen rückfällen

Hallo Julefb,

die Aufbewahrungsfrist für Patientenakten beträgt 10 Jahre im ambulanten Bereich und 30 Jahre im stationären Bereich, wobei die Archivierungsfrist mit dem Entlassungs-, bzw. Todesjahr des Patienten beginnt.

Grundsätzlich hat der Patient natürlich Einsichtsrecht, jedoch gibt es für Patientenakten der Psychiatrie eine Ausnahmeregelung, mit der der Arzt, bzw. die Klinik die Einsichtnahme unter Bezug auf den subjektiven Charakter der Dokumente verweigern kann.

Viele Grüße

Benjamin 24.09.2010, 10:44

Richtig! Und diese Regelung ist medizinisch durchaus zu vertreten und dient dem Schutz der Patienten!

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rayondesoleil 24.09.2010, 10:58
@Benjamin

Definitiv! Diese Patientenakten enthalten z. B. persönliche Notizen (die notwendig sind) und diese könnten, wenn der Patient sie lesen würde, den Behandlungserfolg gefährden. Gleiches gilt übrigens auch für Psychotherapeuten.

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immer kannst ja wieder mal reinkommen und da helfen die alten daten sehr gut

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