patient im schockraum - endotracheale intubation - wie oft wird der ambu beutel gedrückt?

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2 Antworten

Nach endotrachealer Intubation kann durchgehend mit einer Frequenz von 10 bis 12 Atemzügen pro Minute (nach ERC-Guidelines) beatmet werden. Im Schockraum wird dafür auch gern ein Beatmungsgerät eingesetzt. Bei Verwendung eines Larynxtubus oder einer Larynxmaske kann es sein, dass unter Kompression die Cuffs nicht völlig dicht sind, es muss dann eventuell doch intermittierend beatmet werden (mit Beutel).

eineFrage89 27.01.2013, 21:01

Dazu habe ich jetzt eine Frage: Wird die Beatmung nicht durch die Thoraxkompressionen behindert? Ich dachte, deshalb wird die 30:2-Formel angewendet.

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DoktorNoth 28.01.2013, 11:23
@eineFrage89

Die intermittierende Beatmung wurde hauptsächlich für Beutel-Masken-Beatmung entwickelt. Wenn du mit dem Ambu-Beutel ohne Tubus beatmest und gleichzeitig fest auf den Brustkorb drückst, kann die Luft nur noch einen Notausgang wählen - in den Magen. Das ist natürlich doof, denn irgendwann kommt dir die Brühe wieder entgegen. Ist der Tubus einmal drin ud geblockt kann die Luft nirgends hin ausweichen, sie muss ja in die Lunge gehen. Natürlich geht weniger rein, wenn man in dem Moment gerade drauf drückt, aber da man kontinuierlich beatmen kann, statt nur selten im Wechsel, kommt immer ncoh genug an. Das wichtigste dabei ist ja, dass man die Thoraxkompressionen ohne Pause durchführen kann, das ist das alles entscheidende Argument, auch wenn nicht mehr Luft reingeht.

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Wenn ein Patient intubiert ist, wird kontinuierlich beatmet. Nur ohne Tubus gilt die Regel 30 zu 2

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