Pathologische Bakterien (Krankheitserreger) auf Petrischale sichtbar machen?

6 Antworten

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Normaler Weise züchtet man Bakterienkulturen auf einem Nährmedium an. Das ist ja keine leere Petrischale, sondern eine, die einen Agar enthält. Und je nachdem, was dieser Agar für Zusätze enthält, haben bestimmte Bakterien schon eine bestimmte Morphologie, wie sie darauf wachsen bzw. auf manchen wachsen auch nur bestimmte Erreger (also auf sog. Selektivnährmedien). Das typische Aussehen kann eine bestimmte Koloniefarbe sein, vielleicht ein Hämolyseverhalten (auf Blutagar), manche Erreger schwärmen oder wachsen nur unter bestimmten Atmosphärischen Bedinungen oder bei bestimmten Temperaturen usw. Hier als Beispiel ein Foto von Staph. aureus auf einer Blutagarplatte.

Staphylococcus aureus - (Mathe, Arzt, Krankheit)

übrigens ist dann schon ein gram-Präparat das gängigste Mittel, was man dann zur Identfizierung anwendet. Aber man kann auch die Reaktion wie Katalase und Oxidase durchfürhen. Oder da ich jetzt ein Bild von einem Staph aureus habe, liegt auch eine Koagulasereaktion nahe. Man kann biochemisch herangehen (bunte Reihe, API oder ähnliches) und nicht zuletzt kann man Bakterien auch mikrobiologisch gut untersuchen. Wenn man wollte kann man ein DNA-Präp anfertigen und die 16s-PCR durchführen und anschließend das Amplifikat sequenzieren. Bei den gängigen Bakterien sind die DNA-Sequenzen katalogisiert und können dann abgeglichen werden.

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Hallo Tchristophs, für die Analyse von Bakterien muss man mindestens 3 Jahre ziemlich viel lernen (dann wird man MTA). Es gibt zwar sogenannte Differential-Nährböden, auf denen vorwiegend pathogene Keime wachsen (beispielsweise ein Nährboden mit hohem Salzgehalt für Staphylokokkus aureus, einen Keim, der Lebensmittelvergiftungen und Furunkel hervorruft) aber es gibt keinen Nährboden, der aus allen Keimen nur die pathogenen heraus"filtert". Bei jedem Untersuchungsobjekt (Sputum, Urin, Blut, Liquor, Hautabstrich, ...) musst du einen anderen Nährboden verwenden. Selbst wenn du nach optimaler Wachstumsgeschwindigkeit analysierst (also alles, was bei 37 Grad Celsius optimal wächst) hast du die ganzen Keime nicht, die Lebensmittelvergiftungen machen.... Auch eine Färbung sagt ziemlich genau gar nichts, weil es vollkommen ungefährliche Gram positive und Gram negative Bakterien gibt. Mein Vorschlag: wenn du ein konkretes Untersuchungsobjekt hast, stelle deine Frage erneut ein oder frage deinen Hausarzt...

Die Antwort auf die Frage ist top.

Der Teil mit den Voraussetzungen für die Analyse von Bakterien ist ziemlicher Käse. Ein BTA kann ebenfalls Bakterien sehr genau analysieren und diese Ausbildung geht 2 Jahre; 2,5 Jahre, wenn man sein Fachabi noch dran hängt. Ein Student der Biologie oder Artverwandter Studiengänge und zum Beispiel Studenten aus den Bereichen der angewandten Naturwissenschaften, wie bspw. Pharmatechnik, Lebensmitteltechnologie usw. können eine solche Analyse nach bereits zwei Semester durchführen, was nun mal 1 Jahr ist.

Zum Abschluss: nicht an den Hausarzt wenden, die richtige Adresse wäre entweder das Umweltamt oder das Gesundheitsamt. Die wären dann nämlich besser ausgestattet für eine eventuell notwendige Analyse.

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Keime wachsen normalerweise (bzw. vermehren sich rapide), wenn sie auf einem Agar-Nährboden mit Vollmedium liegen. Das heißt, man gibt nichts zu, sondern wartet eine Nacht, dann wird aus jedem Bakterium ein Zellhaufen von etlichen Mio, den sieht man mit bloßem Auge.

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