Patenschaft ablehnen oder nicht?

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3 Antworten

Pate hat erst mal wenig mit Kirche zu tun, sondern es geht darum, falls den Eltern was passiert, sich um das Kind zu kümmern.

Natürlich ist es komisch, wenn die vielleicht noch "Brüder, Schwestern" etc hätten ....

Ich würde es machen, so ein Kind ist etwas tolles und da über eine Patenschaft in engerem Kontakt zu bleiben ist doch schön. Du musst auch nicht dauernd hinfahren, aber regelmäßig anrufen wäre schon toll.

Aber an deiner Stelle (bei deinen Zweifeln) würde ich trotzdem keine "ja-nein" Entscheidung draus machen, sondern erst mal mit denen reden, was die sich vorstellen, denen erklären, dass die 400 km keine Strecke sind, die du mehrmals im Jahr fahren willst... und dann schauen was die sich vorstellen und ob ihr auf einen Nenner kommt.

de facto sind die Pflichten (natürlich nicht offiziell) zum Geburtstag und zu Weihnachten je ein Geschenk zu kaufen ....(oder wenn die Geburt jetzt war ein etwas größeres)

user1074 10.01.2012, 18:35

Natürlich hat die Kirche die "Patenschaft" auch in ihre Rituale eingebunden...

http://de.wikipedia.org/wiki/Pate#Kinderpatenschaft_ohne_Taufe

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Moppel1978 11.01.2012, 05:05
@user1074

Soweit ich mich belesen habe, bedeutet Patenschaft ja eher die kirchliche Begleitung während der Kinder- und Jugendzeit, als das Übernehmen von Pflichten, falls den Eltern etwas passieren sollte. Da ich nicht mehr in der Kirche bin, "habe ich es auch mit der Kirche nicht so". Auch wenn die Eltern nicht mehr in der Kirche sind, kann man das Kind wohl wirklich taufen. Die zuständige Gemeinde in Schleswig Holstein meint, man könne dem Kind das Taufen nicht verwehren. Richtig aber ist, dass ich kein Paten werden kann, sondern allerhöchstens Taufzeuge.

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Der Pate hat eigentlich die Aufgabe sich um die Religiöse Erziehung des Täuflings zu kümmern, Ich würde da eher die Frage stellen ob du an Gott glaubst, als ob du in der Kirche bist. Die Entfernung ist kein so großes Problem, wichtig als jemand der im Rückhalt gibt (nicht nur in religiösen Dingen) wichtig wirst du erst wenn er schon älter ist, und dann ist das Bewusstsein das da jemand ist an den man sich mit Problemen wenden kann (z.B. am Telephon) wichtiger als das man sich öfters sieht. Wenn du ihn 1-2 mal im Jahr siehst und dabei bemerkst das er Probleme hat kannst du zu ihm sagen "Ich bin auch dein Pate, wenn du Schwierigkeiten hast kannst du dich immer bei mir melden" Sowas kann mehr Halt geben als man denkt.

Patenschaft bedeutet, dass man ein Kind vor allem religiös ab der Taufe begleitet, bis es dann bei der Konfirmation sozusagen religiös/christlich selbständig sein kann. Eine Nebenrolle spielt man auch als "Gevatter", wie es früher hieß, ein "Mit-Vater".

Da das Ganze aber kaum kirchlichen Hintergrund hat (Eltern nicht in der Kirche, du auch nicht), und da du ein ehrlicher Mensch zu sein scheinst, solltest du das angetragene Patenamt ausschlagen. Wenn die Eltern nicht zur Kirche gehören, wird die Taufe ohnehin nicht stattfinden können. Ein normaler Pfarrer kann dann gar nicht taufen. Und das Ganze wäre nur Theater.

Als Freund könntest du aber sagen, dass du gerne für das Kind Verantwortung übernehmen würdest, also die "Ge-vatter-Rolle" übernimmst. Für den Fall eines Unglücks wären die Eltern dann beruhigt.

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