patchworkfamilie will zusammen ziehen, bekommt man dann noch Hilfe vom Staat oder muss mein Partner dann mehr Unterhalt zahlen?

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4 Antworten

Der gezahlte Unterhalt muss nur nachgewiesen werden,dass mindert dann sein anrechenbares Nettoeinkommen !

Solange ihr nicht verheiratet seid oder die sonstigen Anspruchsvoraussetzungen für den Unterhaltsvorschuss entfallen würden,bekommst du auch weiterhin deine Leistungen gezahlt.

Entscheidend würde dann sein als was euch das Jobcenter einstuft,wenn sie der Ansicht sind das ihr eine BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) bilden würdet oder du das in deiner Veränderungsmitteilung sogar so angeben würdest.

Denn dann würde nicht nur sein anrechenbarer Überschuss auf die BG - angerechnet,sondern es würde auch dein Alleinerziehenden Mehrbedarf entfallen und dazu sinkt der Regelsatz von 404 € auf 364 € pro Monat.

Es kommt dann also evtl.auf seinen gezahlten nachweisbaren Unterhalt an,was er an KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) zahlen muss,welche Aufwendungen er durch die Beschäftigung hat,was du für Brutto / Nettoeinkommen ( Vergütung ) hast,welche Aufwendungen dir nachweislich entstehen.

Könnte also passieren das diese 150 € dann nicht mehr gezahlt würden,wenn ihr als BG - eingestuft würdet oder sich die Bedarfe verringern.

Wie ist das mit dem Unterhalt für die Kinder meines Partners?

Der ist weiterhin zu leisten. Ob er alleine lebt oder in einer Beziehung spielt dabei keine Rolle. Warum sollte dies eine Rolle spielen?

ich habe auch zwei Kinder mit in die Beziehung gebracht. Sie sind 8 und 4 Jahre alt. Die ältere bekommt ca 150 € Sozialhilfe und meine kleine bekommt noch unterhaltsvorschuss vom Jugendamt.

Ihr bildet bei Zusammenzug eine Bedarfsgemeinschaft und das Haushaltseinkommen wird für den Bezug von Sozialleistungen / ALG2 voll berücksichtigt. Den Unterhaltsvorschuss bekommst Du weiterhin, solange Du nicht heiratest.

Erstens: Wenn Ihr zusammen zieht, hat das auf den Unterhalt der beiden Kinder Deines Partners keinen Einfluss. Oder richtiger gesagt: dieser Unterhalt wird auf keinen Fall geringer. Zweitens: Du giltst dann nicht mehr als allein erziehend, d.h. der Unterhaltsvorschuss für Dein zweites Kind entfällt. Ob Du dann für das zweite Kind Sozialgeld bekommst und ob üpberhaupt weiterhin die 150,- Euro Sozialgeld für das erste Kind gezahlt werden, hängt vom Gesamteinkommen aller Haushaltsmitglieder ab. Denn Ihr seid dann eine Bedarfsgemeinschaft, und Euer Einkommen und das Kindergeld werden zusammenaddiert. Davon wird der Unterhalt für die beiden Kinder Deines Freundes abgezogen. Sozialgeld gibt es (nur) dann, wenn das Resteinkommen geringer ist als der Hartz-IV-Satz für eine vierköpfige Familie.

Mit euren jeweiligen Unterhaltsverpflichtungen hat das natürlich nichts zu tun, wenn ihr zusammen zieht. Daran ändert sich nichts.

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