Passt Kampfsport wirklich nicht zu mir :(?

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10 Antworten

Kann deinen Vater schon verstehen. Der sieht sein kleines Mädchen und in das Bild passt es halt nicht, dass du dich "mit anderen Mädchen prügelst". Glaube kaum, dass er sein Urteil objektiv abgewogen hat. Das sollte wohl eher heißen "Das kann ich mir einfach nicht vorstellen." Aber er irrt.

Gehörte selber auch immer zu den kleinen Schwachen. Habe TKD zwar nie zur Selbstverteidigung benötigt, aber wenn man weiß, was man kann, muss man es keinem auf der Straße beweisen. Irgendwie strahlt man aus, dass Vorsicht geboten ist.

TKD trainiert nicht unbedingt die Kraft, aber die Körperbeherrschung und die Schnelligkeit und auf jeden Fall die Ausdauer. Weiß ja nicht, wie lange du schon trainierst, aber wenn man später mal fallen lässt, dass man den und den Gurt in TKD hat, erzeugt das schon Respekt. Oder eine kleine Bruchtestvorführung…das würde sicherlich auch deinen Vater beeindrucken.

Auf jeden Fall entwickelt sich auch der Geist mit. Man lernt zumindest schon mal, was man mit Durchhaltewillen erreichen kann. Viele Anfänger kommen schon nach einem halben Jahr immer seltener und dann gar nicht mehr zum Training. Denen ist das zu langweilig, immer wieder dieselben Bewegungen zu üben und nicht sofort Erfolg zu sehen. Aber das weißt du ja schon vom Geige spielen. Übung macht den Meister. Du wirst im Leben noch viele "Kampfsituationen" haben, meistens verbal. Da kann man sehr gut gebrauchen, was man über eine taktisch kluge Kampfführung gelernt hat. Da lässt sich vieles aus dem Kampfsport in den Alltag übertragen. Timing ist das entscheidende und man lernt auszuweichen oder zuzuschlagen und wenn, dann richtig.

Kontraste machen nicht nur Kunstwerke sondern auch Menschen interessant. Insofern finde ich Geige und Faust schon eine spannende Kombination.

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Kommentar von SiaFan77
17.04.2016, 15:58

haha, danke.

Das Geigespielen ist nicht wirklich ein Hobby von mir, ich mache es nicht (mehr) so gerne. Jetzt aufgeben will ich aber nicht, nach 7 Jahren.

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Ich trainiere die japanische Kampfkunst Aikido und kann daher natürlich nur von meinen Erfahrungen mit dieser Disziplin sprechen.

Grundsätzlich ist das Wichtigste, dass man motiviert ist und Freude am Training hat. Dabei ist es ganz egal, welchen Stil man trainiert.

Selbstbewusstsein kann man auf verschiedene Weise erlangen. Das Training eines Wettkampfsports, oder eine Kampfkunst ist da ganz sicher eine Möglichkeit.

Ich persönlich wählte damals Aikido, da ich kein Bedürfnis nach Wettkämpfen habe und mich die runden, harmonischen Bewegungen ansprachen.

Durch das Training habe ich mich definitiv positiv entwickelt, insbesondere im Bezug auf die Persönlichkeit.

So bin ich wesentlich offener und freundlicher gegenüber anderen Menschen geworden. Ich fühle mich insgesamt ausgeglichener und harmonischer.

Nach jedem Training spüre ich durch die körperliche Anstrengung und das freundliche Miteinander so ein angenehmes, warmes Wohlbefinden, dass ich dann auch in meinen Alltag mitnehme.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass man derartige positive Veränderungen auch durch das Training anderer Disziplinen erfahren kann, das steht für mich eigentlich außer Frage.

Also lass dich nicht demotivieren - und vielleicht war das mit deinem Vater ja auch nur ein Missverständnis. :-)

Weiterhin viel Freude am Training.

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Dein Vater hat ein Bild von dir. Und in dieses Bild passt Kampfsport nicht hinein.

Im Laufe deines Lebens werden dir immer wieder Leute begegnen die sich ein Bild von dir machen und nicht wollen dass du aus diesem Bild ausbrichst.

In solchen Fällen musst du dir immer vor Augen halten dass es dein Leben ist, dass du lebst und dass diese Leute nichts mitzureden haben was dich als Person betrifft. Wenn du dich auf sie einlassen würdest und dich dem Bild anpasst dass sie von dir haben, wirst du niemals du selbst sein, sondern nur eine Imitation ihres Bildes von dir.

Wenn du mal andere Kampfsportarten ausprobieren möchtest, empfehle ich dir Aikido oder Hapkido ;)

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So abgedroschen es klingt und ganz egal ob es noch so sehr nach geklauter Kung Fu Weisheit aus einem billigen Film aus den 70ern klingt, du bist nicht die Person welche deine Umwelt wahrnimmt oder die Person welche du deiner Umwelt nach sein solltest, sondern du bist immer du selbst. 

Die anderen sehen immer nur einen Teil von dir und je nach dem im welchem Umfeld du bist, bist du auch immer eine andere Person. Vielleicht mag so manches für andere verwirrend erscheinen, aber menschliche Persönlichkeiten sind komplex und nicht einfach gestrickt. Wir handeln nicht immer konsistent oder rational, sondern immer individuell.

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Solange einem ein Sport Spaß macht, passt so zu sagen jeder Sport zu einem. Wenn es dir gefällt was du machst, dann solltest du es auch weiterhin machen. Ich denke, dass dein Vater das nur sagte, weil man dich wahrscheinlich einfach nicht so einschätzen würde, als ob du einen Kampfsport betreiben würdest. Aber anscheinend gefällt es dir ja und das ist wirklich die Hauptsache :D

LG, Leon

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Kommentar von SiaFan77
16.04.2016, 19:57

Danke, das macht mir grad total Mut :)

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Es kommt nicht darauf an, ob es zu dir passt, sondern ob es dir spaß macht. Wenn du merkst, dass du innerlich nicht mit an dem Strang ziehts, dann sollte ich mal eine Pause einlegen.
Außerdem gehst du mit einer falschen Sichtweise an den Sport dran. Du möchtest ein Ergebnis sehen (ein Lob vom Großmeister oder die innerer Erleuchtung), doch diese Einstellung ist nicht gut. Du solltest dir mehr Zeit nehmen. Es kann bedrückend sein, dass du jeden Tag trainierst und dennoch keine Resonanz bekommst. Ich glaube, dass du dich zu sehr unter Stress stellst, als du brauchst. Nimm mal ein wenig das Thempo und die Verbissene Haltung heraus und besinne dich, was du wirklich willst. Und trainiere mit Lust und nicht unter Druck. Denn so erhoffst du dir viel zu viel und wirst bedrückt sein, dass du nichts spürst/ keine Lobende Worte bekommst.
Geh das ruhiger an. Du schaffst das. Du musst nur durchhalten und spaß an der Sache haben. dann erreichst du all deine ziele.

LG

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Kommentar von SiaFan77
16.04.2016, 20:20

Danke :)

Natürlich ist mein Ziel nicht das Lob des Großmeisters, doch es ist einfach schön finde ich.

Natürlich macht es mir sehr viel Spaß, und ich hoffe, das wird es weiterhin.

Ich glaube, der Druck entsteht im Unterbewusstsein, da es Jüngere mit Blau- und Rotgurt gibt und ich nur einmal statt zweimal zum Training gehen, da hab ich natürlich nen Nachteil.

Aber im Vordergrund steht immer der Spaß :)

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Ich (männlich/15) habe auch mal Taekwondo gemacht. Und es hat mir überhaupt nicht geholfen mit Selbstbewusstsein. Die Techniken fand ich gut, aber der Trainer hat einen immer nur verbessert und nie gelobt. Er hat mir klar zu verstehen gegeben, dass er der Meister ist, und ich nichts.

Jetzt mache ich seit einem halben Jahr Aikido. DAS hat mir geholfen. Körperlich und geistlich. Die Kampfkunst Aikido an sich ist einfach der Hammer, und wenn man dann noch super nette Leute und Trainer hat, macht das Training wahnsinnigen Spaß!

Meiner Meinung nach, kommt es darauf an, ob die Menschen, die mit dir trainieren, nett sind.

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Kommentar von SiaFan77
17.04.2016, 16:04

Hm klar, das stimmt natürlich.

Meine Meisterin ist sehr nett, und loben tut sie auch.

Bei meinem Meister ist das was anderes, ich glaube, er lobt auch echt nur als Ansporn, nicht aufzugeben. Bei mir macht er das relativ häufig, liegt vlt daran, dass ich neu bin.

Also meine "Trainingskollegen" sind alle jünger als ich, und viel geredet haben wir noch nicht. Ich könnte mir aber schon vorstellen, dass es mehr werden kann, denn Partnerübungen machen wir recht häufig und verstehen tu ich mich mit ihnen. :)

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Kommentar von Kampfsport15
17.04.2016, 16:07

Na, wenn es Spaß macht, dann mach auf jeden Fall weiter! Viel Spaß beim Training :)

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Taekwondo ist natürlich sehr körperlich.

Es gibt andere Kampfsportarten wie aikido, dort wird mehr Deine innere Stärke trainiert.

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Ob es zu dir passt oder nicht ist doch egal die Hauptsache ist das es dir Spaß macht

MfG

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Das muss du selber abwiegen ob es zu dir passt . Doch wenn es dir Freude macht warum nicht.

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