Passt der Welpe zu 7 Jahre alten Hund?

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11 Antworten

Einen Zweithund solltest Du immer und ausschließlich für Dich ins Haus holen, aber nicht für Deinen Ersthund. Dass ein Hund, der 7 Jahre lang alle Aufmerksamkeit und alle Ressourcen für sich alleine hatte, in Jubel ausbricht, wenn er plötzlich alles teilen musst, kannst Du vergessen.
Für Deinen Hund wird es völlig ausreichend sein, wenn er regelmäßig qualitativ guten Kontakt zu vertrauten Hunden hat.

Zum Thema Zweithund solltest Du Dir folgende Fragen stellen:

1. Neigt Dein Hund dazu, Ressourcen zu verteidigen ("Eifersucht", wenn es um seine Menschen geht, Futter, Spielzeug, Liegeplätze etc.)

2. Hat Dein Hund erzieherische Baustellen? (Die guckt sich der Zweithund sofort ab)

3. Wie kommt Dein Hund mit Welpen zurecht? (Viele erwachsene Hunde sind von ihnen genervt)

4. Zwei Hunde bedeuten den dreifachen Zeitaufwand. Du musst mit jedem Hund einzeln und mit beiden zusammen trainieren und in den ersten Monaten sehr viel managen. Hast Du die Zeit?

5. Sind Finanzen und Unterbringungsmöglichkeiten geklärt?

6. Welche Rasse passt zu Deinem Hund, welches Geschlecht? Am leichtesten machst Du es Dir und dem Hund, wenn Du einen Zweithund nimmst, der vom Wesen und von den Ansprüchen her ähnlich und gegengeschlechtlich ist.

Bitte informier Dich im Vorfeld auch gründlich über die Körpersprache der Hunde. Kein Hund ist "immer happy", wenn er mit anderen spielen kann. Sehr oft ist das vermeintliche Spiel eine Strategie, um Konflikte und Kämpfe zu vermeiden oder eine Übersprungshandlung, weil der Hund überfordert ist. Nicht böse gemeint, aber wenn Du an dieser Stelle keine Unterschiede und Feinheiten erkennst, kann es mit einem Zweithund ganz schnell in die Hose gehen.

Zum Schluss: befrei Dich bitte von dem Gedanken, dass die Hunde dicke Freunde werden. Ich kenne sehr viele Mehrhundehalter und gehöre selbst dazu. Unzertrennliche Freunde sind die wenigsten Hunde, die in einem Haushalt leben. Meine sind z.B. im Verlauf der Zeit gut zusammengewachsen, aber könnten auch sehr gut ohne einander leben. Erst recht, wenn sie vorher schon fast ein ganzes Hundeleben lang alleine waren.

Hallo,

die Idee, eurem älteren Hund einen Welpen zuzumuten, halte ich für höchst bedenklich.

Es ist etwas völlig anderes, draußen mal mit einem Welpen oder Junghund zu spielen, oder wenn dieser Jungspund täglich und immer die Wohnung auf den Kopf stellt.

Welpen sind für ältere Hunde stressig und lästig und dazu kommt noch, dass die geliebte Familie, die sich bisher ausschließlich um den einen Hund gekümmert hat, nun viel Zeit und Aufmerksamkeit auf den "Konkurrenten" verwendet. Das schafft auch Eifersucht.

Zudem erfordert die Zusammenführung gute Nerven und ein überaus gutes Hundeverständnis. ja, so ein Welpe ist klein und muss beschützt werden - und leider machen ganz viele Hundehalter dann den (verständlichen) Fehler, den Großen zurechtzuweisen, wenn dieser den Kleinen "erzieht" und ihm seine Grenzen aufzeigt. So kommt es schnell zu schweren Missverständnissen und einem heillosen "Durcheinander" in der Rudelstruktur.

Der Große versteht ja auch gar nicht, warum der Kleine mehrmals am Tag gefüttert wird (und er als Ranghöherer nicht). Ebenso versteht er nicht, warum der Kleine viel viel häufiger mit nach draußen darf (und er als Ranghöherer nicht). Warum wird um den Kleinen so ein Getue gemacht und um ihn nicht?

Das sind alles so unterschwellige Problemchen, die sich sehr schnell durch Nichtwissen und falsche Reaktionen zu einem großen Problem auswachsen können.

Es kann natürlich auch völlig problemlos gehen - Tiere sind ja keine Maschinen, die auf Knopfdruck funktionieren oder auch nicht.

Aber habt ihr einen Plan B in der Hinterhand, wenn es nicht funktioniert? Es ist dann keine Option, den neuen Hund wieder abzugeben (oder aber den älteren) - mit Lebewesen experimentiert man nicht.

Das alles will super gut und langfristig durchdacht, geplant und u.U. durchgeführt werden - ich wünsche euch ein glückliches Händchen.

Daniela

xttenere 18.09.2016, 10:30

ich hab, während der Welpe mehrere Malzeiten bekam, den alten Hund auf die gleiche Weise gefüttert wie den Kleinen, der freute sich natürlich darüber.

Auch war und blieb unser alter Rambo immer die Nr. 1 bei uns...der Kleine wurde nie bevorzugt....auch nicht mehr geknuddelt als der Oldie.

Auch hab ich mich nie in die *Erziehung* des alten Rüden eingemischt...nur beobachtet....war übrigens auch nie nötig. Er ist immer sehr sanft mit dem Kleinen umgegangen.

Darum hatten wir auch nie Probleme mit beiden.

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dsupper 18.09.2016, 11:08
@xttenere

Nur leider läuft es nicht immer so optimal und kenntnisreich ab - da werden von den Besitzern oft (ohne es zu wollen) gravierende Fehler gemacht - und dann kommen die Probleme

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xttenere 18.09.2016, 13:41
@dsupper

Der Fehler liegt meist beim Halter...nicht beim Hund....meistens durch zu wenig Informationen und Wissen....und durch Selbstüberschätzung.

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Sowas wie Welpenschutz gibt es nicht. Genau wie nicht jeder Erwachsene gut mit Kindern kann, kann auch nicht jeder Hund gut mit Welpen.
Meiner ist erst drei und selbst beim besten Willen nicht faul oder träge. Welpen mag er trotzdem nicht. Er weiß damit nichts anzufangen ist sehr schnell genervt davon und haut ab. Draußen ist das ja kein Problem, aber sich dann einen Welpen nach hause zu holen ist natürlich eine andere Sache.
Selbst wenn deiner prinzipiell keine Probleme damit hat, ist es für ihn schon sehr nervenaufreibend und stressig. Damit wirst du ihm erstmal keinen Gefallen tun wahrscheinlich.

Bei meinem Do Khyi Mischlings Rüden konnte ich dies mit gutem Gewissen verantworten, da er wenn immer möglich den Kontakt zu kleinen Hunden und Welpen suchte.

Auch hatte ich öfters Besuch von einem Welpen...nie ein Problem

Er war knapp 13 Jahre alt, als ich unseren Tibor im Alter von knapp 11 Wochen zu uns holte. Der alte Knabe ist richtig aufgeblüht, und konnte dem Welpen in den knapp 2 Jahren, welche er noch lebte, noch sehr viel beibringen.

Ob`s bei Dir auch funktioniert, und ob Dein Hund mit einem Welpen nicht überfordert ist, kann ich Dir nicht sagen.

Rambo und Tibor - (Hund, Welpen)
MalinoisDogBlog 18.09.2016, 09:58

wie viele Hunde hast du?:)

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xttenere 18.09.2016, 10:05
@MalinoisDogBlog

Meinen Tibor, den RR Mischling...jetzt 2 Jahre alt und den knapp 15 Jahre alten Sam...einen Papillon ( Ein Erbstück meines verstorbenen Partners ) Mein aller Do Khyi Mischling ist leider mit knapp 15 Jahren im April verstorben 

Mein Partner hat den Halbbruder von Tibor...8 Monate alt und ebenfalls ein RR Mix. ( bei beiden Mutter Appenzeller Vater RR )

Beides sind intakte Rüden. Den kleinen Sam hab ich bereits kastriert übernommen.

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Man setzt einem älteren Hund keinen Welpen mehr zu.

Natürlich kann es klappen, kann aber auch mit genau so hoher Wahrscheinlichkeit nach hinten los gehen.

Welpen sind den meisten Hunden ab einem gewissen Alter zu stressig und zu nervig.

Wenn ihr einen zweiten Hund wollt, holt lieber einen Erwachsenen aus dem Tierheim dazu der zum Wesen eures Hundes passt und keinen aufgedrehten Welpen. 

Du scheinst einen etwas ungünstigen Ansatz zu haben. Du holst keinen Partner für deinen Hund, sondern du holst dir einen zweiten Hund ins Haus.

In den meisten Fällen klappt das mit gut sozialisierten Hunden und deiner ist ja noch nicht soo alt. Den Züchter könnte man vorher mit Hund besuchen und im Tierheim gibt es in der Regel auch die Möglichkeit, die beiden Hunde vorher mal zusammen zu bringen.

Allerdings darf man solche Tests auch nicht überbewerten - denn es macht schon einen Unterschied, ob sich die Hunde auf neutralem Boden begegnen, oder ob der Kleine plötzlich beim Großen auf der Matte steht.

Unser Marlow ist 12 und hat so seine Wehwehchen... mein Mann wollte unbedingt nen 2. Hund und ich war eher skeptisch. Dennoch haben wir uns hingesetzt und Tierheime, Züchter und Anzeigen durchforstet. So sind wir bei ebay kleinanzeigen auf Betty gestoßen und ich war immer noch skeptisch, ob unser alter Rüde eine junge Hündin akzeptieren würde. Wir vereinbarten ein Treffen und ließen die Beiden in Ruhe gucken, schnüffeln und spielen. Ok... Betty war schon 10 Monate alt und keiner weiß, wo sie schon überall herum gereicht wurde... dennoch ist es wichtig zu schauen, ob die Hunde sich verstehen und akzeptieren! Da es zwischen Marlow und Betty gut geklappt hat, haben wir sie mit nach Hause genommen. Auch hier daheim klappt es wunderbar... aber leider ist das nicht immer so.... kenne auch andere Geschichten

Hallo erstmal! Wenn du schon weißt, welchen Hund du bekommen würdest, besuche ihn mal mit deinem und gucke ob sie sich verstehen, ein erstes Beschnuppern kann nie schaden. Ausserdem denke ich, weil er ja auch gut mit anderen Hunden, egal in welcher Altersklasse, gut umgehen kann, dass es da kein Problem geben wird. Der ältere Hund wird wahrscheinlich sozusagen eine Mutterfunktion erfüllen und ihm/ihr alles beibringen. 

Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

LG

jessibebby94 18.09.2016, 08:58

Ok ja dass hatte ich wenn eh vor, weil möchte nicht dass es dann nachher gar nicht klappt 

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Willst du sie zur Paarung? Dann würde ich einen älteren Hund empfehlen. Ansonsten geht das. Ich habe selber einen neun Jahre alten spanischen Wasserhund und mir vor einer Woche einen mittlerweile 13 Wochen alten Wolfsspitz zugelegt. Ich habe zudem zwei Hauskatzen. Die zwei verstehen sich gut, der Welpe will zwar ständig spielen, was meinen älteren Hund oftmals ziemlich nervt. Jedoch haben Sie auch schon oft miteinander gespielt. Es sollte also kein
Problem darstellen.

Ich hoffe ich konnte helfen,
bei Fragen schreibe einfach:)

LG Tim:)

Probiere es doch erst einmal mit einem "Miethund" aus dem Tierheim aus.

Für den Fall, dass dann Schwierigkeiten auftreten, kannst Du den ja wieder zurück geben.

jessibebby94 18.09.2016, 08:57

Also wie hatten schonmal einen Hund von den Nachbarn hier und das hat super geklappt

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conceptart 18.09.2016, 08:57

Es kann aber auch sein, dass sich nur zwei bestimmte Hunde nicht leiden können. Vielleicht kommt er mit dem Welpen aus dem Tierheim nicht aus, mit dem anderen aber schon :)

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Was hast du für einen Hund?

jessibebby94 18.09.2016, 08:56

Einen havaneser Mischling 

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