Passiv Haus

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3 Antworten

Ok... hier meine Ideen dazu direkt aus dem Passivhaus:

Wie Lunte schon geschrieben hat, die Fenster eher Südseitig orientieren, west- und ostseitig ist auch ok, auf der Nordseite eher kleiner und weniger. Die Wintergarten- bzw. Pufferraum mit großflächiger Verglasung-Idee wird eher überbewertet...

Ich weiß ja nicht genau, ob deine Zeichnung eher eine technische Skizze werden soll oder ein Bild, aber grundsätzlich ist noch zu sagen, dass die Wände ziemlich dick werden, so 40-50cm. (Weil die Dämmung so dick ist.) Die andere wichtige Komponente (neben guter Dämmung und solaren Gewinnen) beim Passivhaus ist die Lüftungsanlage; wenn du eine technische Skizze machst, würde ich das irgendwie einbauen... Wenn du dazu noch Infos haben willst, kannst du mich gern anschreiben... Oder wenn du Fragen zu Details hast.

Wegen der Anordnung der Räume: Prinzipiell musst du alle Räume, die kalt bleiben sollen, also Garage, Keller, usw. aus der thermischen Hülle draussen lassen, das heißt, die Dämmung zwischen Garage und Haus bzw. zwischen Keller und Haus durchziehen. (Obwohl, du kannst den Keller auch mit reinnehmen, dann musst du die Wärmedämmung bis zum Kellerboden und unten rum durchziehen.) Zwischen der Garage und dem Haus brauchst du dann auch nochmal eine wärmegedämmte Tür...

Solarkollektoren am Dach hat ja auch Lunte schon erwähnt, der Neigungswinkel sollte zwischen 30 und 45 Grad liegen, und sie sollten optimal nach Süden ausgerichtet sein.

Ich hoffe, das hilft dir weiter... Wie gesagt, wenn du noch was wissen willst, kannst du mich gerne anschreiben!

kannst du mir vielleicht noch sagen wie dick ich die mauern zeichnen muss wenn der U-wert unter 0,11 W/m²K liegen muss? dabei sind die kosten egal (also du kannst das beste dämmmaterial nehmen) die mauer sollte halt stabil sein

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@LeGrieche

Ich bin leider grade zu Hause und nicht im Büro, wo die Berechnungstools rumliegen... aber ich schreib dir mal die Wandaufbauten meines Hauses, die sollten 0,11 sein, soweit ich mich erinnere...

Entweder Ziegelwand mit konventioneller Styrodur-Dämmung (wenn dein Passiv-Haus auch ökologisch super sein soll, nimmst du vielleicht besser die andere Variante)

Ziegel 17,5 cm, Dämmung 26cm, dazu noch Innen- und Aussenputz, sodass du insgesammt auf 48cm Wandstärke kommst.

Oder innen Vollholzwand mit einer Dämmung aus Zellulosefasern (mit Stegträgern dazwischen)

Schichtholzplatte 9,5 cm, Dämmung 32 cm, dazu noch Trennebene, Konterlattung und aussen eine Holzverschalung (kannst du aber aussen auch verputzen und innen mit Gipskarton verkleiden, wenn du dein Haus lieber weiß hast) kommt insgesammt auf 50cm.

Diese Konstruktionen sind für Ein- oder Mehrfamilienhäuser statisch ausreichend. Wenn du allerdings einen Geschossbau zeichnen willst, drauchst du in der statisch wirksamen Schicht ein paar Zentimeter mehr...

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Hier ein paar Vorschläge

Große Glasflächen südseitig, Dicke Dämmung gegen Norden, Solar auf dem Dach ,hinter der Glaswand nach Süden bitte noch eine Wand zum Wohnraum . so kann sich in dem Zwischenraum warme Luft sammeln, die innere Wand muß einen Rolladen haben damit sich die Räume nicht zu stark erwärmen.Die warme Luft vom Zwischenraum kann per Lüfter in nordseitige Zimmer geleitet werden. Warmwasser Kollektoren zusätzlich nach Süden auf dem Dach.Das Haus kann auch nordseitig eingegraben sein, wie so ein Erdhügelhaus mit Glaswand südseitig.

Ich habe schon Passivhäuser gebaut, da gab es diese Definition noch garnicht. Ich baue grundsätzlich mit Styroporschalsteinen, denn mit herkömmlicher Bauweise kann es 1. keiner bezahlen und man bekommt 2. bei den Details nur Kopfschmerzen. Ich richte auch nix unbedingt gegen Süden aus und so` n Quatsch und meine Häuser sehen auch nicht wie Ufos aus. Ich habe bei meinen Wänden und Dächern einen super U-Wert, die Bodenplatte unterfüttere ich mit Glasschaumschotter und heizen und lüften tue ich mit Wärmepumpe und Lüftungsanlage und Fussbodenheizung. Diese aber nicht unbedingt nur zum Heizen, sondern im Sommer um kostenlos zu kühlen, da jeder Bauherr von mir noch einen Erdkollektor bekommt und die wenige Grad im Erdreich ausreichen um das Haus im Sommer zu kühlen. Ist doch ganz einfach...

kannst du mir vielleicht noch sagen wie dick ich die mauern zeichnen muss wenn der U-wert unter 0,11 W/m²K liegen muss? dabei sind die kosten egal (also du kannst das beste dämmmaterial nehmen) die mauer sollte halt stabil sein

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@LeGrieche

Nun, wenn du mit Styroporschalsteinen arbeiten möchtest, dann ist der komplette Stein 40 cm stark (5 cm Dämmung innen, 15 cm Betonkern und 20 cm Dämmung aussen). Du hast dann exakt einen U-Wert von 0,11 W/m²K. (Der m²-Preis des Steines kostet übrigens 51,73 € + MWSt.).

Wenn du herkömmlich mit Steinen wie vor 200 Jahren arbeiten möchtest, dann schau mal auf der Seite "www.u-wert.net" nach, da kannst du dir den Wandaufbau "zusammenbasteln". Du mußt dann aber schon richtig zaubern um auf einen solchen Wert zu kommen. Von den Kosten ganz zu schweigen...

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@pharao1961

kosten sind egal :) ich versteh nur nicht wie man dann den U-wert rechnet oder wie dick die wand sein muss damit sie stabil ist

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@LeGrieche

Kosten sind egal... Naja, ich denke, du baust doch lieber preiswert als teuer, oder? :-)

Du gibst einfach deinen bevorzugten Wandaufbau ein in die verschiedenen Spalten mit der entsprechenden Dicke und du erhältst den dafür ermittelten U-Wert. Schon eine 17,5 cm starke Wand ist tragend, ist aber schallschutzmäßig nicht so toll. 24,0 oder noch besser 30,0 cm bei herkömmlichem Mauerwerk sollte schon sein. Dabei brauchst du dich um die Stabilität nicht so sehr zu kümmern, das ist der Job deines Statikers der dafür auch Geld bekommt.

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@pharao1961

Ich lese gerade, du baust nicht, sondern benötigst es für die Schule. Dann brauchst du auch keinen Statiker. :-)

Zeichne die Wand 30,0 cm dick und 15 cm Wärmedämmung davor (natürlich auf der Aussenseite), dann müßte es pi x Doppeldaumen passen.

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@pharao1961

30 cm was mit welchem Dämmmaterial ich muss ne Zeichnung machen und dokumentieren deswegen muss ich wissen welche Materialien es sind :D

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@LeGrieche

Wie schon gesagt, entweder Styroporschalsteine mit 5-15-20 cm Wandaufbau oder herkömmlich mit 30 cm Mauerwerk und 15 cm Wärmedämmverbundsystem.

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@pharao1961

also 20cm styroporschalsteine und 15cm wärmedämmverbundsystem?

und eine frage noch muss mal schaumglaschotter zwischen 2 schichten machen also z.b. 25cm beton 15cm schaumglasschotter und ann 5cm beton weil dann hätte ich einen super u-wert von 0,05 W/m²K

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@LeGrieche

Nein, also bei Styroporschalsteinen: 5 cm Innenisolierung, 15 cm Betonkern und 20 cm Aussenisolierung = 40 cm

Bei herkömmlicher Bauweise: 30,0 cm Stein + 15 cm Isolierung = 45 cm

Unter der Bodenplatte verwende ich immer 35 cm Glasschaumschotter. In Verbindung mit 10,0 cm Styrodur unter dem Estrich (also über der Bodenplatte) komme ich dann auf einen U-Wert Bodenplatte von 0,12 W/m²K.

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@pharao1961

also damit ich ja nichts falsch mach weil es benötet wird 5cm styroporschalsteine dann 15cm normaler beton und dann nochmal 20cm styroporschalsteine und des hat einen u-wert von 0,11W/m²K

und bei der bodenplatte 35cm glasschaumschotter und 10cm styrodur (weiß net ganz was des ist :) ) über der bodenplatte und darauf kann man dann z.b. laminat oder fliesen draufbauen?

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@LeGrieche

Also nochmal :-)... 5 cm ist die innere Isolierung des Steines, dann kommt die eigentliche tragende Schicht, der betonkern mit 15 cm und dann die Aussenschale, die ist 20 cm dick. DAS alles ist ein Stein.

Styrodur hat eine etwas andere Struktur und ist druckfester als Styropor. Also Aufbau von unten her: Glasschaumschotter, Geotextil (in den wird der Glasschaumschotter "eingepackt"), Bodenplatte, Styrodur, Folie, Estrich, Bodenbelag.

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Das Passivhaus wurde aus ökologischen Erwägungen "erfunden" (CO2-Thema), da passen nichtökologische Baustoffe wie Styroporschalsteine nicht dazu. Da wird der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben...

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