Passiert im Erdkern das selbe wie in der Sonne?

6 Antworten

Nein absolut nicht. Der Kern der Sonne besteht auch nicht aus Eisen und Nickel (wie bei der Erde), sondern aus Wasserstoff und Helium. Der Sonnenkern ist so heiß (>15 Millionen Grad) und so dicht, dass Wasserstoff zu Helium fussioniert. Der innere Erdkern hat nur ca. 6500 Grad, da ist an Kernfussion nicht mal ansatzweise zu denken, denn diese setzt erst bei ca. 100 Millionen Grad ein. Durch den enormen Druck in der Sonne reichen dort 15 Millionen Grad. Kurzum: Im Erdkern gibt es weder Kernfussion noch Kernspaltung, aber radioaktive Elemente im Kern wie z.B. Uran zerstrahlen trotzden durch den nat. radiativen Zerfall. Die Energie heizt den Kern quasi auf und hält ihn heiß, die nat. Auskühlung wird dadurch verhindert bzw. deutlich verlangsamt. Ansonsten ist der innere und äußere Erdkern verantwortlich für das Erdmagnetfeld, das durch den Dynamoeffekt zwischen inneren und äußeren Erdekern (entgegengesetzte Rotation) entsteht.

Nein.

Im Inneren der Sonne findet eine Kernfusion statt - bei 15 Millionen Grad - zwei Wasserstoffatome fusionieren zu einem Heliumatom.

Der Erdkern ist ca. 6000 Grad heiß, also so heißer als die Oberfläche der Sonne. Möglicherweise entsteht die Hitze durch radioaktiven Zerfall.

Mal abgesehen davon, dass die Antwort ein ziemlich offensichtliches "Nein" ist:

der Erdkern besteht aus flüssigem Eisen. Eisen ist das Endprodukt aller Fusionsprozesse.

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