Passen Verbraucherinsolvenz und Beamtenanwärterschaft zusammen?

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2 Antworten

Die Kurze Antwort lautet: NEIN.*

Sich für die Beamtenlaufbahn bewerben kann man natürlich, aber ob man die auch bekommt ist eine andere Sache. Im Normalfall ist es aber nicht möglich da der Punkt "geordnete wirtschaftliche Verhältnisse" nicht erfüllt wird.

Dieser Punkt besagt dass du keine Überschuldung und vor allem keine Private Insolvenz haben darfst. Das hat auch etwas mit der Bestechlichkeit oder Veruntreuung zu tun, je nach Beamten-Job.

Hierbei spielt es keine Rolle ob du JETZT ein regelmäßiges Einkommen oder deine Pflichten innerhalb der laufenden Insolvenz erfüllst. So lange die Insolvenz läuft, erfüllst du den Punkt "geordnete wirtschaftliche Verhältnisse" nicht.

Diesen Punkt erreichst du im Normalfall frühstens nach 7 Jahren nachdem die Insolvenz vollständig abgeschlossen ist. Nach 10 Jahren bist du dann "restlos" wieder ein ungeschriebenes Blatt.

*Ausnahmen kann es jedoch geben.

Die Frage kannst du dir doch selbst beantworten.

Durch welchen Umstand bist du denn in die Privatinsolvenz geraten.

Konntest vermutlich deine Schulden nicht bezahlen, also sind die wirtschaftlichen Verhältnisse auch nicht geordnet.

Mal ganz abgesehen davon, dass es nicht um mich geht...
Ist das Wissen oder Spekulation? Es geht ja nicht um die Vergangenheit. Für Schulden gibt es diverse Gründe. Eine Insolvenz ist doch die Möglichkeit, seine wirtschaftlichen Verhältnisse zu ordnen, bzw. hat man das ja spätestens zum Zeitpunkt der Wohlverhaltensphase gemacht oder?

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@DieMoneypenny

Deine Frage wurde beantwortet !

Wenn du solch wenige Informationen von dir gibst, darfst du auch nicht mehr erwarten.

Es ist zwar möglich, wenn die Privatinsolvenz Jahre zurück liegt, dass du dann trotzdem die Möglichkeit einer Ausbildung zum Beamten auf Widerruf hast - nur dies entscheidet der Dienstherr.

Du solltest ihn zumindest bei dem ersten Gespräch darüber informieren.  Im öffentlichen Dienst wird auch die Ehrlichkeit sehr geschätzt.

Und ja - es ist Wissen, denn vor meiner Tätigkeit im Versicherungsaußendienst war ich fast 20 Jahre lang im öffentlichen Dienst.

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Das sollte auch kein Angriff sein. Das war eine rein neutrale Frage.
Viel mehr Information gibt es nicht. Zum Zeitpunkt des Ausbildungsbeginns wäre die Person bereits in der Wohlverhaltensphase. Selbstverständlich wäre Ehrlichkeit hier angebracht. Wenn es jedoch keinen Zweifel an den "geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen" gäbe, stellt sich die Frage, ob das notwendig ist, wenn sich daraus nur ein Nachteil für den Bewerber ergibt. Wenn Du als Experte aber der Meinung bist, es spielt eine große Rolle und ist ein Ausschlusskriterium, dann ist das natürlich eine ernst zu nehmende Einschätzung.

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@DieMoneypenny

Und gerade deshalb sollte man mit dem zukünftigen Behördenleiter oder dem zuständigen Mitarbeiter für die Einstellung offen über diese Privatinsolvenz reden.

Vermutlich wird es auch darauf ankommen, aus welchem Grund die Privatinsolvenz ausgesprochen wurde.

Hängt diese z.B. mit betrügerischen Machenschaften zusammen, ist eine Beamtenstelle grundsätzlich nicht möglich.

Bitte auch daran denken, dass du ein Führungszeugnis benötigst, unter Umständen sogar ein erweitertes Führungszeugnis.

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