Passen Menschenschutz und Umweltschutz zusammen oder schließen beide sich aus?

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7 Antworten

Per se ist das kein Widerspruch. Natürlich gibt es dabei unterschiedlich extreme Positionen. Dass man alle Menschen abschaffen müsse, um die Umwelt und Welt zu retten, ist das eine Extrem; dass nur das - vor allem materielle - Wohl des Menschen zähle, egal was es die Umwelt ausräubert, ist das andere. Es kommt auf eine gesunde Abwägung an. Manchen Theoretikern der Vergangenheit - z.B. Karl Marx: Jedem nach seinen Bedürfnissen - war gar nicht klar, wieviele Menschen insgesamt auf der Erde leben und dass es 150 Jahre später mal sieben Milliarden sein würden und "Jedem nach seinen Bedürfnissen" die Erde kahl frisst. Das Problembewusstsein der Menschen wächst halt mit den Problemen.

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Eine sehr schwer zu beantwortende Frage, weil der "Menschenschutz" aus deiner Frage eben doch ein sehr diffuses Konstrukt ist. 

1.) Welche Menschen sollen geschützt werden?  Die jetzt lebenden, die zukünftigen, die aus prekären Lebenssituationen (also z.B. aus Elendsgebieten), die aus Großstädten und Ballungszentren oder die aus den riesigen Megastädten mit ihren extremen Belastungssituationen?

2.) Wie sollte ein Schutz angelegt sein? Geht es um sauberes Trinkwasser und saubere Luft oder geht es um viel weiter reichende Bedingungen nach Erholungsräumen, um eine menschengerechte Infrastruktur und vieles mehr?

3.) Sind in diesem "Menschenschutz" jetzt die gesamte Krankenversorgung, die Gesundheitsfürsorge, die Populationshygiene, Geburtenkontrolle und ähnliche Maßnahmen ebenfalls mit eingeschlossen?

Du kannst aus den wenigen nachfragenden Anmerkungen schon erkennen, dass bei allen diesen Komponenten gesondert nach der Vereinbarkeit von Umweltschutz und dessen Auswirkung auf die menschlichen Faktoren zu fragen ist.

Das Ideal von optimalem Umweltschutz und maximaler Fürsorge für die Belange der Menschen auf unserem Planeten ist leider unvereinbar. Wir sind einfach schon zu viele. Man kann überall nur nach Kompromissen Ausschau halten. Wollte man z.B. den Lebensstandard (einschließlich der hygienischen Ansprüche, der medizinischen Versorgung und der Freizeitgestaltungsmöglichkeiten) der Bewohner Westeuropas für alle 7 Milliarden Menschen, die zur Zeit den Planeten bewohnen, herstellen, wäre eine Umweltkatastrophe vorherbestimmt. Allein der Energieverbrauch wäre ungeheuerlich. 

Auch die Frage nach den Langzeitwirkungen verschiedener Umweltfaktoren führt zu der Aufgabe, den Menschen erhebliche Einbußen an Lebensqualität aufzuerlegen. Leute, die  ihre Vorschläge stets beginnen mit der Floskel: "Man muss doch nur ...." sind faktisch immer uninformiert, weil sie die vieldimensionale Vernetzung der Systeme nicht durchschauen. Es gibt ungleich mehr Faktoren, die in die systemischen globalen Netzwerke Einfluss nehmen. Hinzu kommen die begrenzten Fähigkeiten der Menschen, ihre archaischen Bedürfnisse nach Geltung, Anerkennung, persönlichem Besitz, nach Dominanz und Weisungshoheit, dass gerade soziale Ausgleichsbemühungen immer wieder vereitelt werden. 

Welch ein politisches Gerangel entsteht immer bei der Übernahme von Kosten für bestimmte notwendige Umweltprojekte. Jede Regierung will sich von Zahlungen möglichst fern halten, damit sie bei der nächsten Wahl wieder gewählt wird. Gibt sie zu viel für internationale Verpflichtungen aus, kommen sofort die Egoismen der Bürger zum Vorschein, die hier harte Kritik anbringen und fordern, dass man das Geld lieber in die Sozialfürsorge des eigenen Landes investieren sollte.

Du siehst, dass deine Frage im Grunde nur eine Diskussionsgrundlage für vielfältige Überlegungen sein kann, in welchem Umfang man den Umweltschutz mit der Fürsorge für die Menschen in Einklang bringen könnte. 

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Kommentar von Disturbed13
06.03.2017, 23:03

Solange es Menschen  gibt,wird es keinen Einklang mit der Natur geben !!

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Nein nicht wenn man es überlegt macht und gut organisiert.   Es gibt zb grenzübergreifende Schutzgebiete Friedensparks genannt die auch die einheimischen mit einbeziehen. Es gibt auch eine Frau die sich für Gorillas einsetzt und sie retten will. Aber auch den einheimischen hilf wenn sie zb mit einem kranken Kind zu ihr kommen.  Aus Respekt vor ihr töten die Menschen keine Gorillas mehr und achten auf den Schutz des Lebensraumes. 

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Umweltschutz ist Menschenschutz. Wenn jedoch das menschliche Leben über alles gestellt wird und sich die Menschen immer weiter vermehren, zerstören sie die Umwelt und somit ihre Lebensgrundlage. Der reine Menschenschutz ohne jede Beschränkung ist also destruktiv.

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Kommentar von Kajawizu
06.03.2017, 18:14

das eine bedarf des anderen, ohne umweltschutz kein menschenschutz, würde ich so sehen

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Es sind 2 völlig verschiedliche Gebiete.Menschen sind diejenigen,die Die Unmwelt zerstören und Tiere ausrotten. Passt also schonmal garnicht in das natürliche Ökosythem. der Mensch wird die Umwelt zerstören,Tierarten ausrotten und bald selbst nicht mehr in der Umwelt leben können,weil er sie zerstzört hat !! WIR sind der grösste PARASIT,den die Erde leider erschaffen hat !!

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Umweltschutz ist überhaupt kein Problem - ganz im Gegensatz zu manchen Umweltschützern.

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Kommentar von Fuchssprung
07.03.2017, 08:50

Da würde ich doch gern genauer wissen was du meinst.

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wenhn beides in maßen angegangen wird, glaube, das die zusammenpassen


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