Partnerwahl - Erster Eindruck vs Realität?

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Hallo TailorDurden,

mir ist schon oft aufgefallen, dass Männer und auch Frauen rein intuitiv nur sehr selten wirklich nach dem Partner "Ausschau halten", den sie auch wirklich für eine Beziehung haben wollen. Beispiele:

Es ist im Grunde ganz simpel, bei deinen Beispielen ist es so das dort Evolution von Jahrmillionen auf die Gesellschaftlichen Normen und Erwartungen treffen. Das Gehirn beurteilt anhand von Symetrie und Geruch die Eignung eines Partners zur Fortpflanzung (genetische Kompatibilität). Dem stehen gesellschaftliche normen entgegen.

Ich will hier nicht komplett pauschalisieren oder werten, wahrscheinlich machen das sehr viele Leute besser als hier dargestellt, aber die Tendenz ist definitiv vorhanden. Die Frage, die sich mir stellt: Sind wir tatsächlich so dämlich, unsere wahren Bedürfnisse und Wünsche erstmal immer wieder auszublenden aufgrund von oberflächlichen Wahrnehmungen?

Das Menschen sich besser machen ist wohl immer so, man will sich von der besten Seite zeigen und das Passiert mitunter automatisch, weil es so anerzogen ist. Kinder lernen von den Eltern. Menschen blenden nicht immer ihre Wünsche aus, es ist oft genug so das sie diese selbst nicht kennen. Oder akzeptieren können. Denn weichst du von der Norm ab, kann das zu Mobbing, Meidung, Getratsche oder sonst für Kleinigkeiten bis hin zu angriffen führen.

Ein weiteres Problem ist das mediale Perfekt. Disney und viele andere filme zeigen das perfekte Prinzessin und Prinz, Jony Depp, etc. pp Liebelei und Glücklich bis ans ende ihrer Tage. Jedoch ist das auch ohne all diesen Perfekten umständen möglich, doch durch das und das erwachsenen und gesellschaftlichen Gerede werden solche Ansichten als Maßstab für die Zukunft genommen und führt reihenweise zu Enttäuschungen. 

Genauso belegen auch Studien, dass Frauen viel häufiger fremdgehen, wenn sie mit einem Partner zusammen sind, der sich in der Beziehung nicht über die Frau stellt. Es ist mir zwar bewusst, dass eine Frau sich immer ein Alpha-Männchen suchen will - aber in der Beziehung / im Haushalt / in der Kindererziehung soll er dann eben doch wieder anders sein.

Hier dürfte auch der Feminismus ein Problem sein und die Parolen Emanzipation der Frau. Ich bin für gleiche Rechte aller Geschlechter, doch der Feminismus ist nichts weiter als Parolen ohne Hilfe für die Frauen. selbst Feministinnen haben nichts besseres zu tun als Frauenklischees der Männer zu bestätigen und sie ebenso Sexistisch zu verhalten. Wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe kommt kaum.

Dieses, glaube Schizophrene, Verhalten der Frauen aber auch Männer kommt wohl auch daher da sie im Grunde zwischen der eigenen Natur, Gesellschaftlichen Regeln, Religion, ansehen und vielen Mehr gefangen sind. Keine Frau könnte ehrlich zugeben wenn sie lieber in ein Polyamoren oder Polygamen Beziehung wäre weil es allein schon von der Erziehung her für sie Pervers wäre und spätestens bei den Gesetzen und gesellschaftlichen Normen schwer würde.

Oder meint ihr, das liegt an was ganz anderem? z.B., dass man sich heutzutage immer nur noch sehr kurz kennenlernt, selten Zeit hat, jemanden mal eine lange Zeit kennenzulernen. Weil der Wechsel von Sexualpartnern einfacher geworden ist?

Es liegt auch an der Wirtschaft, es gibt zum Teil schlicht nicht die Zeit bei einem 10 Stunden Tag noch ein Tag lang mit dem Potentiellen Partner ewig auf Tuchfühlung zu gehen. Wegen den Niedrigen Löhnen und Harz4 sind Ausgehen und der gleichen eh nur noch was für das Geschichtsbuch. Sicher ist der Wechsel zwischen den Sexpartnern stellenweise einfacher geworden, doch auch die Unsicherheiten auf beiden Seiten, wegen dieser ganzen Veränderungen und dinge welche du angesprochen hast.

Gruß Plüsch Tiger

Hallo Tailer!

Also ich finde deine Beobachtung interessant und auch richtig, natürlich, wie du schon sagst, nicht für jeden passend....
Schön hast es beschrieben.... :-)

Sind wir tatsächlich so dämlich, unsere wahren Bedürfnisse und Wünsche
erstmal immer wieder auszublenden aufgrund von oberflächlichen
Wahrnehmungen?

Ja, also ich denke schon, dass dem so ist!
Weiter glaube ich sogar, dass das gut so ist!

Ich habe das so beobachtet, dass immer wenn wir einen Wunsch, ein Bedürfnis haben, schon mal erst all die Hindernisse auf uns zu kommen, die uns daran hindern, einen Wunsch zu verwirklichen.

Damit will ich sagen, dass wenn ich heute eine Vorstellung von meinem "Traummann / Traumfrau" habe, es einen Grund geben wird, warum ich ihn / sie nicht habe.
Warum bekomme ich jetzt ne Andere als ich mir wünsche? Na so was! ;-))
Diese Gründe dafür stellen sozusagen die Hindernisse dar.
Und wie wohl viele längst wissen, stehen wir selbst uns selbst dabei immer am "besten" im Wege....  ;-)))

Die Hindernisse, unsere Wünsche zu realisieren, liegen also in uns selbst.
Aber glauben tun wir Gegenteiliges. Wir glauben, andere sind "schuld" daran.

In diesem falschen Verständnis dafür liegen meiner Ansicht nach die Gründe für diese verzwickte und scheinbar unglückliche Partnerwahl, die somit gar nicht mehr soooo oberflächlich ist.

Partnerwahl läuft weniger oberflächlich ab, als allgemein hin vermutet: Da spielen ne Menge Faktoren ne Rolle, was ja auch wissenschaftlich bestätigt wird, und vieles wird dabei unbewusst gesteuert.

Wenn wir uns also von Menschen angezogen fühlen, die vermeintlich und etwas später irrtümlich festgestellt, gar nicht wirklich zu unseren Wünschen und Bedürfnisse passen, so trügt hier wohl der Schein, und sie passen am Ende besser zu uns, als uns zuerst lieb ist, eben, weil sie uns mit ihren Eigenschaften zeigen, was uns zu unserer Verwirklichung noch fehlt bzw. wie sich das Hindernis nennt.

Oftmals fühlen wir uns zu Menschen hingezogen, die Eigenschaften wie z.B. Entschlossenheit, Vertrauen, Langsamkeit, Mütterlichkeit, Zielstrebigkeit, Weichheit, Mut ...... haben und leben, die uns selbst eher fehlen, die wir eher zu schwach leben, in unser Leben integrieren.
Auch, wenn wir damit unsere eigentlichen Wünsche und Bedürfnisse erst mal nicht erfüllt bekommen, helfen uns diese Menschen dabei zu erkennen, was uns fehlt und somit, was wir stärken sollten, um ausgeglichener und erfolgreicher zu sein. Deshalb ist es doch gut und richtig, dass wir uns in sie verliebt haben.
Das kann man gut beobachten, wenn man das möchte....  ;-)))
Ist alles ein nötiger und sinnvoller Lernprozess?

Allerdings sind wir hier dann schon an der Stelle, an der die Verliebtheit nicht mehr ausreicht, sondern Liebe greifen müsste, damit es in Richtung Partnerschaft weitergehen könnte, um noch mehr voneinander lernen zu können? .....  ;-)
Dabei ist die eigene Liebesfähigkeit von entscheidender Bedeutung dann. Ist sie groß genug?  ;-)

Freudvoll

Und leidvoll,

Gedankenvoll sein,

Langen

Und bangen

In schwebender Pein,

Himmelhoch jauchzend,

Zum Tode betrübt;

Glücklich allein

Ist die Seele, die liebt.

Johann Wolfgang von Goethe

Das ist eine ganz tolle, positive Antwort. Hat mich gerade sehr schmunzeln lassen :-) Danke!

2

Man sieht nun mal jemanden zuerst. Und da spielt die Optik eine Rolle.

Wenn man jemanden sieht, macht man sich eine Vorstellung von demjenigen. Und an der Realität liegt es dann, ob er die Erwartung erfüllt oder nicht.

Die so genannte Enttäuschung, ist im Prinzip nur eine Ent-täuschung. Nämlich von einer Täuschung, der man selbst unterlag.

Da kann der potenzielle Partner sich noch so abstrampeln. Wenn er den Erwartungen nicht entspricht, hat er gnadenlos verloren.

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