Partnerschaft mit einem Behinderten Mann (Spina bifida)?

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4 Antworten

Bei meiner Schwester (Mukoviszidose, Diabetes, Nierentransplantation) war es eine zeitlang sehr ähnlich. Sie war depressiv und wollte nicht mehr.

Meine Eltern haben sie damals (sie war erst 20) einfach ins Auto gesetzt und sind mit ihr zu einer SHG gefahren, sie praktisch hineingeschubst... Ein, zwei Monate mussten sie sie auch noch dahin drängen...danach war alles anders, sie fühlte sich wohl, konnte sich austauschen, es hat ihr einfach sehr gut getan.

Daher...setz ihn ins Auto und bring ihn hin ! Der erste Schritt ist immer der schwerste und den packt er gerade nicht alleine.

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Die Idee mit der Selbsthilfegruppe finde ich gut. Für mich klingt diese Antriebslosigkeit allerdings etwas nach Depression. Vielleicht sollte er mal in diese Richtung untersucht werden?!

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Liebe Theresia,

das hört sich nicht nach einer gesunden Beziehung an. Kann es sein, dass bisher seine Eltern alles für ihn geregelt haben und jetzt übernimmst du diese Rolle?

Du schreibst, dass du eine Beziehung zu ihm hast. Was du schreibst, ist die Beziehung einer Krankenschwester zu einem Patienten - aber überhaupt nicht eine gleichberechtigte Partnerschaft!

Gerade bei Menschen, denen die Eltern viel zu viel abgenommen haben, ist es schwer, ihnen die Möglichkeit, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, zu übertragen.

Sie haben ja die Erfahrung: Ich brauch mich nicht um meine Gesundheit zu kümmern. Das machen andere für mich! Dann liebevoll loszulassen tut weh. Warum? Weil diese Menschen erst mal mindestens eine schlechte gesundheitliche Erfahrung brauchen um zu begreifen, dass sie für sich selbst verantwortlich sind. Auch wenn es frustrierend war, so war es doch bequem, wenn andere auf sie aufpassten.

Ich habe meine Tochter viel zu spät losgelassen. Es tat mir fürchterlich weh zu sehen, wie sie sich dann erst mal überhaupt nicht um ihre Gesundheit kümmerte. Erst als es derbe Probleme gab und sie keinerlei Bevormundung mehr von mir bekam, übernahm sie Verantwortung für sich und ihren Körper.

Meine Tochter ist mit Spina bifida geboren. Heute lebt sie eigenverantwortlich mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern.

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Kommentar von Theresia87
22.06.2016, 17:17

Zunächst möchte ich danke sagen!

Bzgl seinen Eltern muss ich sagen, dass die beiden ihn sehr viel unterstützt haben und ihm teilweise auch zuviel abgenommen haben! Wenn es um Arzttermine/ -Gespräche ging haben sie es komplett übernommen, dies hat sich geändert ich begleite ihn zwar aber er führt diese und ich bin seine seelische Unterstützung! 

Bzgl Krankenschwester Pat. Verhältnis muss ich sagen, dass ich dies nicht bestätigen kann. Es ist nicht so, dass ich iwelche pflegerischen Tätigkeiten oder ähnliches übernehme (in den 6 Wochen wo er Belastungsverbot hatte, da habe ich ihm beim mobilisieren teilweise unterstützt und einmal tgl ihm eine Antithrombosespritze gespritzt mehr nicht, danach habe ich direkt wieder alles auf null gefahren!). Das Problem ist einfach, dass er in einem Loch ist und ich ihn versuche iwie da raus zu bekommen. Zeitweise klappt es und zeitweise lässt er sich wieder komplett hängen. Wir reden über die Probleme und suchen auch nach Lösungen, doch er hat einfach nur Angst wieder einen Rückschlag zu erleiden. Im Gespräch mit seiner Mutter vor w Tagen habe ich ihr gesagt, dass er nicht der Mann ist, denn ich kennen und lieben gelernt habe. Sie sagte ebenfalls, dass sie ihn selber auch nicht so kennen würde.

Die erste Zeit als er aus der Reha kam und nichts gemacht hat, gab es oft deswegen Streit. Ich habe iwann zu ihm gesagt, dass ich ab heute meine klappe halte und nichts mehr sage, damit will ich ihm eine Chance geben, dass es von ihm aus kommt. Nach paar Wochen konnte ich einfach nicht mehr und habe ihm da die Pistole auf die Brust gesetzt. Da hat es dann Klick gemacht. Nun fängt es wieder von vorn an. Es ist nicht so, dass er garnichts macht, er geht mit unserem Hund raus, kümmert sich um die Wäsche und kauft immer wieder Kleinigkeiten ein. Doch bzgl Job und Gesundheit macht er nur was wenn ich ihn mehrfach darum bitte!

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Ich habe selbst ein Kind mit Spina bifida und ich muss als Mama sagen nicht mal für mich ist es einfach damit umzugehen und klarzukommen.motivier ihn weiter und unterstütze ihn so gut es geht und ein Selbsthilfegruppen ist bestimmt eine gute Lösung.wir sind auch am überlegen ob wir das machen weil selbst mein kleiner damit zu kämpfen hat.

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Kommentar von Manzu87
21.06.2016, 22:49

Und ich kann seit mein Sohn so auf die Welt gekommen ist leider auch an nichts gutes mehr glauben es ist dumm oder blöd so etwas zu sagen aber er ist nun mal so aber ich bin in Therapie weil das mich alles sehr belastet

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