Partnerin mit Behinderung - Betrug

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12 Antworten

ich schätze, dass jeder dem partner wünschen würde, dass er glücklich wird, d.h. dass die frau vermutlich auch wollen würde, dass der mann ein leben führt, wie sie es sich beide vorgestellt haben.

Eine "neue Partnerschaft" muß ja nun wirklich KEIN Grund sein, jemanden "aufzugeben":Ich bin geschieden, weil aus mir(kräftiger Kerl mit Verstand) nach einem gewaltigen Schlaganfall nur noch ein jammerndes Häufchen Elend übriggeblieben war. Die Lebensplanung meiner Partnerin hatte SO ETWAS natürlich NICHT vorgesehen. So suchte sie sich einen "Neuen", der mir SEHR sympathisch ist, hat mit dem zwei nette Kinder und die GANZE freundliche Familie greift mir bei gelegentlichen Problemen IMMER unter die Arme: Ob ich Hilfe bei der Einrichtung brauche, oder mal mit einem PKW transportiert werden möchte, es läuft. Im Prinzip hat mir die Trennung ein paar neue Freunde eingebracht.


Das kann nur er selbst entscheiden. Hier Meinungen zu erfragen macht keinen Sinn. Möglicherweise gibt es eine Selbsthilfegruppe für Betroffene in seiner Region. Dann könnte er dort Erfahrungen und Meinungen anderer einholen. Und er sollte sich auch überlegen welche Konsequenzen eine wie auch immer geartete Entscheidung, für seine Partnerin, für ihn und für die Angehörigen hat.

Ist ja echt hart, was dein Bekannter da erleben musste. Leben und Moral, hängen eng zusammen. Auf der eines Seite ist da die das Handycap von ihr, auf der anderen Seite, das Leben von ihm. Ich hätte da eine Lösung. Er kann sich ruhig eine andere Frau suchen, Aber er sollte auch für seine "alte" Liebe immer da sein. Das sollte auch die neue Partnerin akzeptieren. Wenn nicht, ist es nicht die richtige. Ich kenne selbst so ein Fall aus meinem Umfeld. Das ist sogar fast das gleiche wie bei deinem Bekannten.

Ich denke nicht das es moralisch verwerflich ist wenn man noch etwas im Leben erleben möchte. Jeder hat im Leben Ziele und gerade als junger Mensch möchte man noch viel erleben. So ein schlimmer Schicksalsschlag ist immer tragisch.. Ich finde er sollte es für sich selbst entscheiden. Da kann und sollte Außenstehender drüber beurteilen.

Interessante Frage, ob ein solches Denken moralisch verwerflich ist.

Genauer genommen müsste gefragt werden, wieviele Denkweisen sind denn zugelassen! Ich habe Moral und sonstige Aspekte mal bewusst außen vor gelassen.

Sehr deutlich wird doch bei genauerem hinsehen gewisser menschlicher Muster, wie pervers eingeschränkt, unfrei und "vorgeschrieben" so viele Denkweisen sind!

Woran liegt das? Ein weiser Satz von Alexander von Humbold drückt es sehr gut aus.

Kühner, als das Unbekannte zu erforschen kann es sein, das Bekannte zu bezweifeln!

Die meisten Menschen denken doch nicht mal selbst! Sie kämen nie auf die Idee, alles ihnen Bekannte zu hinterfragen, als es einfach als Bekannt hinzunehmen.

Moralisch verwerflich wäre somit natürlich auch alles, was vom bereits bekannten abweicht. Z.B. kann nicht sein, was nicht sein darf.

Wenn dein Bekannter zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollte, also versuchen würde es Drei Personen Recht zu machen, würde es sofort als unbekannt moralisch angeprangert werden. Keine neue Partnerin würde mit Ihm und dieser Frau gemeinsam leben wollen.

Familär wäre es moralisch vertretbar, weil es bekannt ist, also gesunde und behinderte Kinder zusammen groß werden können. Bekannt, normal, moralisch unbedenklich.

Lese selbst nochmal die Denkmuster, die oben im Text zufinden sind. Da steht, er ist davon überzeugt, diese Frau würde "ES" merken wenn .... usw. Erkennbar ist wie so oft eine einseitige und negativ gepolte Denkweise, die meistens nur eines zulässt.

Warum sind solche Dinge eigentlich nicht moralisch verwerflich in dieser Gesellschaft?

http://www.myvideo.de/watch/8400048/Udo_Juergens_Ein_ehrenwertes_Haus

Du schreibst die behinderte Freundin ist so pflegebedürftig, dass sie in einem Heim lebt, also ist die räumliche Trenung vollzogen.

Es ist in meinen Augen beachtenswert, wenn er weiter für sie da sein will und dafür sorgen will, dass es ihr gut geht. Allerdings hat er da auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, da er nicht mit ihr verheiratet ist, sofern kein Betreuungstestament von ihr erstellt wurde und er als Betreuer eingesetzt ist. Er hat also keine Möglichkeit zu bestimmen, was getan werden soll, das obliegt den Eltern.

Es spricht nichts dagegen, dass er sich, wenn die Zeit reif ist, eine Zukunft mit einer neuen Partnerin aufbaut und er trotzdem seine ehemalige Freundin weiter besucht.

Das ist ein furchtbar tragisches Schicksal, und wohl die mit Abstand schwerste "Prüfung/Entscheidung", die einem Menschen auferlegt werden kann. Ich kann dazu leider auch nur als Aussenstehender (m)eine Meinung/Gedanken dazu äußern.

Du hast nichts darüber geschrieben, ob und wie stark pflegebedürftig die Frau ist. Wenn er arbeiten geht, fehlt es ihm auf Dauer womöglich an Zeit u. Kraft für den Pflegeaufwand, und das kann ihm schnell über den Kopf wachsen. Es sei denn, er hat fachliche Hilfe.

Abgesehen davon kann er zwar seiner Frau nach wie vor all seine Liebe und viel Aufmerksamkeit schenken, aber er wird es vermutlich nicht in dem Ausmass erwidert bekommen, wie er es braucht. Und auch daran könnte er auf Zeit gesehen zerbrechen. Dafür ist er meines Erachtens wirklich noch zu jung. All das sind Faktoren die dein Bekannter wirklich selbst abwägen und dementsprechend entscheiden muss.

Den Wunsch jemand neues kennen zu lernen, kann ich deshalb schon nachvollziehen, und daran ist nichts verwerflich. Es ist auch kein Betrug. Doch die Entscheidung liegt letztendlich bei deinem Bekannten. Alles Gute und viel Kraft dafür.

kolom 11.06.2014, 08:45

die Frau ist stark pflegebedürfig und wohnt auch in einem Heim

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Du sprichst eine Gewissensfrage an!

Für Außenstehende ist es diffizil, eine klare Antwort zu geben, denn derartige Schicksale sind immer sehr subjektiv einzuschätzen, und jeder Betroffene hat andere Empfindungen und Wertvorstellungen.

  • Einerseits kann ich verstehen, dass Dein Bekannter zu seiner durch den Unfall nun behinderten Partnerin stehen und sich um sie kümmern will.
  • Andererseits kann ich auch verstehen, dass ein so junger Mann eine Partnerin für Gemeinsamkeiten haben und vielleicht eine Familie gründen will.

Die Entscheidung muss er allerdings selbst treffen, wie sie auch immer ausfällt. Jeder Mensch verfügt über das Selbstbestimmungsrecht; das sollte er dabei bedenken.

Die Antwort muss dein Bekannter selber wissen und sich zwischen einem der beiden Möglichkeiten entscheiden. Die Meinungen anderer Menschen bringen da nicht viel.

solange er keine Beziehung mit einer anderen anfängt oder andere küsst usw..

Das muß dein Bekannter doch mit sich selbst ausmachen. Es bringt doch nichts, hier Meinungen einzuholen. Das ist eine ganz persönliche Angelegenheit.

kolom 10.06.2014, 23:04

das ist mir klar, ich will hier auch keine Ratschläge die ich dann an ihn weiter geben kann. Wie oben geschrieben würde ich einfach gerne Meinungen zu dem Thema hören wie andere Personen das sehen

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kuehlerkopf 10.06.2014, 23:09
@kolom

Meiner Meinung nach, kann da nur einer etwas zu sagen, der selbst in dieser Situation ist. Von Außenstehenden dazu eine Meinung einholen ist Unsinn. Jeder handelt anders.

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flyingfox219 21.06.2014, 20:18

Er möchte doch nur einen Rat!!! Und genau dafür ist www.gutefrage.net doch da, oder????

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