Partnerin lässt sich hängen, was soll ich tun?

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7 Antworten

Hm.

Schwierig.

Du weißt eben nicht, ob sie ein tiefer sitzendes Problem hat oder ob sie einfach nur stinkfaul ist.

An deiner Stelle würd ich sie mal um ein Gespräch in aller Ruhe bitten.

Setzt euch zusammen und frag sie, was los ist. "Müde" zählt nicht. Wenn sie sich psychisch total schlecht fühlt, soll sie es dir sagen, denn das gehört zum zusammenleben dazu, und man kann sich gegenseitig nur helfen, wenn man ehrlich zueinander ist. Das musst du ihr klar machen.

Wenn sie allerdings einfach echt nur faul ist (was ich mir auch gut vorstellen kann), dann würd ich ihr klar und deutlich machen, dass sie sich ändern muss weil es so nicht mehr weiter geht.

Natürlich ists in  dem Moment angenehmer, wenn man zuhause ist einfach nichts zu tun, aber das geht einfach nicht! Und wenn man dann nicht mal was für nen neuen Job o.Ä. tut, ist das ganz schlecht.

Für meinen Freund und mich ist ganz klar: Wer nicht arbeitet, macht den Haushalt. Und zwar weitgehend alleine. Das würd mir grad noch einfallen... Wenn er bis 12 im Bett liegt und danach stundenlang vor der Glotze hockt, würd ich keinen Finger krumm machen wollen abends. Er sieht das gleich ;)

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Kommentar von farfromanyroad
19.02.2016, 14:28

ja das mit dem haushalt machen wenn man aktuell nichts anderes zu tun hat sehe ich ja auch so und das wäre für mich auch keine diskussion wert, da sich das als schlussfolgerung dessen, dass man den anderen entlasten möchte, einfach ergibt. ich hatte eigentlich gehofft, sie würde mich auch unterstützen wollen wenn ich mehr arbeite als sie aber da habe ich mich wohl getäuscht. mich enttäuscht ihr verhalten einfach nur noch.

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Burnout? So ein quatsch. Ich hab genau das gleiche Problem, wobei meine Freundin nicht arbeiten war. Sie kam von Finnland nach Deutschland vor ca einem Jahr nachdem sie ihr Abi beendet hatte. Dann sind wir zusammen gezogen. Sie hatte vorher natürlich den Schulalltag, da kann mir aber keiner erzählen, dass man davon Burnout bekommen kann. Momentan versucht sie die deutsche Sprache im Alltagsleben zu lernen, da es relativ unmöglich ist einen Job hier in dieser ländlicheren Gegend ohne Deutschkenntnisse zu bekommen. Das heißt also, dass sie den ganzen Tag zu Hause sitzt. Meine Vermutung war anfangs auch, sie würde während ich in der Arbeit bin (6:00 - 16:00) wenigstens irgendetwas tun wie z.B. selbstständig deutsche Filme schauen, oder aufkommende Hausarbeiten erledigen, wie Wäsche waschen, abspülen, evtl mal was kochen bis ich heim komme oder mal rausgehen. Fehlanzeige. Lieber schläft sie bis 12:00, chillt im Bett, schaut ihre finnischen Youtuber an, schaut lieber Filme die natürlich nicht "deutsch" sind (weil sie ja nichts versteht)! :( Ich komme nach Hause und überall steht Geschirr herum. Und natürlich darf ICH dann nach dem Arbeiten noch die Wäsche machen, abspülen, noch ihren dreck wegräumen...Da mich Unordentlichkein extrem stört und ich keine Lust auf Streiterein habe, räume ich alles einfach ohne Kommentar selbst weg. Ich hab einfach keine Lust so lange zu warten, bis sich etwas bewegt... Das kotzt an. Spreche ich das ganze Thema mal an, dann endet es auch im Streit. Sie hat auch keine wirklichen Argumente warum das so ist! Eine Lösung habe ich noch nicht gefunden. Aber ist ist interessant zu lesen, dass es doch anderen genau so geht wie mir.

Liebe Grüße und noch viel Glück und ich hoffe Erfolg im Klären der Problemchen.

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Kommentar von farfromanyroad
19.02.2016, 11:31

ja, schön dass es auch andere in vergleichbaren situationen gibt aber ganz im ernst... ist doch blöd, oder? ich habe ja die Hoffnung, dass sie jetzt mal langsam in die pötte kommt und etwas macht, es wäre ja wirklich reichlich zu tun... alleine der haushalt kann einen stundenlang beschäftigen und ich verstehe einfach nicht, dass man es nicht mal auf die reihe bekommt, die wäsche anzustellen. zumal sie als sie noch gearbeitet hat immer so viel wert darauf gelegt hat, dass alles pikobello ist wenn sie nach hause kommt weil sie ja einen "so stressigen tag hatte". ganz im ernst, den hatte sie. deshalb habe ich sie auch so gut ich konnte unterstützt. dass ich jedoch auch einen stressigen tag habe, sieht sie anscheinend nicht oder nimmt es nicht so für voll. es kommt mir allmählich so vor, dass sie alle anderen menschen als nicht so wichtig nimmt wie sich selbst, ihre arbeit natürlich immer die stressigste war und alle anderen nur am jammern sind. letztens war ich krank, mir ging es wirklich nicht gut und ich habe den ganzen tag nur geschlafen. abends kam sie heim und hat mich direkt angemault, warum ich die wäsche nicht gemacht habe. das ging dann so weit, dass sie, nachdem ich abends schon mal vor ins bett bin weil ich körperlich einfach fertig war, nachts irgendwann auch ins bett kam und rücksichtslos so laut war dass ich zwangsläufig aufgewacht bin und mir dann anhören musste, dass ich ja selbstmitleidig wäre und was das für eine "asoziale sch..." wäre. ich wusste gar nicht, was das soll. zumal ich in dem zustand dann auch einfach keine lust mehr hatte, mich mit ihr zu streiten. ich bin einfach unzufrieden momentan.

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manchmal habe ich das gefühl, sie hat jeglichen respekt vor mir verloren. das macht mich nachdenklich.
Also der Satz ist auf jeden Fall ein Schlüsselsatz. In einer Liebe den Respekt zu verlieren ist das Ende. Damit gehen nämlich auf Dauer die Gefühle flöten. Auch das sie so aufbrausend ist und eigentlich keinen Alltag mehr hat und somit auch keine Themen anzusprechen sind ist der Tod einer Beziehung. ..

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Hey, ich kann natürlich nicht sagen, dass es bei deiner Freundin das gleiche ist... Ich selbst war aber mal in so ziemlich der gleichen Situation: Job war die Hölle, ich hab viel zu lang gewartet mit der Kündigung und tadaaa da war die dicke Depression (neumodisch auch burnout genannt). Ich hab es teilweise nicht mal geschafft mir was zu essen zu machen. Teilweise bin ich morgens aufgestanden und wenn mein Mann nach Hause kam, lag ich in schlafklamotten auf dem Sofa. Ich war so müde und antriebslos, selbst ein Einkauf hat mich überfordert. Ich könnte es einfach nicht. War dann bei meinem Hausarzt, der wirklich sehr gut war und auch erfahren auf dem Gebiet. Hab es dann mit Tabletten, viel Zeit und einer riesigen Menge an Geduld und Verständnis von meinem Mann geschafft. Er hat mich nie aufgegeben und wurde auch nie müde mir immer wieder beizustehen. Er war auch derjenige, der mich zum Arzt geschickt hat, ich dachte ja, mit mir sei alles ok. Alleine das hat 6 Monate gedauert... Ich hoffe, das hilft dir ein wenig und sorry für den Roman ;)

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Kommentar von farfromanyroad
19.02.2016, 09:16

sie scheint das nicht so zu sehen... wie könnte ich sie denn davon überzeugen, dass etwas mit ihr nicht stimmt?

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Kommentar von Marakowsky
19.02.2016, 09:28

Du kennst deine Freundin besser als ich, bei mir war es am Ende so, dass ich es ihm zuliebe gemacht hab. Nach dem Motto: dann beweise ich dir halt, dass alles ok ist. Hinzu kam, dass ich einfach nicht mehr auch nur einen Tag zur Arbeit wollte. Ich hatte noch bis zum Wartezimmer beim doc überlegt, ob er mir überhaupt glauben würde und mir dann auch die AU gibt. Als ich dann vor ihm saß und er fragte, was ich denn hab, musste ich einfach heulen, es kam so aus mir raus. Ich könnte das selbst nicht glauben. Ich hab rotz und Wasser geheult und dann ging alles von alleine.

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Dann raste doch selber mal aus und schmeiß paar Sachen rum... Anders wird sie es warscheinlich nicht verstehen. Wenn du es schon ganz lieb und nett gesagt hast dann lass deine Gefühle auch mal raus.... Irgendwann ist auch genug. Das geht ja echt nicht. Das hat sonst auch kein Ende 

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Kommentar von Minni1
19.02.2016, 09:21

Zu müde oder träge werden auch die Menschen die sonst eine Aufgabe hatten und jetzt nicht. Man ist dann auch teilweise nicht belastbar... Wenn sie den normalen Haushalt nicht macht ok... Aber selber keine Unordnung oder ihr eigenes Zeug aufräumen... Das wäre ja ok oder? 

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Hört sich für mich irgendwo an wie Burnout. Du sagtest ja das der gekündigte Job "die Hölle" war. 

Vielleicht kannst du sie dazu bewegen mal mit einem Profi zu sprechen. 

Hier findest du eine Liste 

http://www.hilfe-bei-burnout.de/burnout-therapeuten/

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Kommentar von farfromanyroad
19.02.2016, 09:03

daran dachte ich auch schon, ich halte grundsätzlich nichts von diesen (verzeihung) "modekrankheiten" aber der job war tatsächlich in jeglicher hinsicht so ziemlich das schlimmste, was man sich antun kann. morgens um acht aus dem haus und abends nicht vor halb zehn zuhause, dann permanenten terror vom chef etc. ich habe mich oft gewundert, wie sie das aushält.

was ich allerdings weiß, ist dass sie nie zu einem therapeuten gehen würde, da würde sie sich lieber den linken arm abhaken. hast du eine idee, was man sonst noch tun könnte?

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Dann machst du nur noch das bisschen Haushalt von dir und ihr Zeug kann sie ja machen, wenn sie Lust dazu hat.

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