Partizipialkonstruktion mit sein, stimmt so?

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3 Antworten

Grammatisch ist es tatsächlich konstruierbar, aber im Deutschen völlig unüblich.

Bei uns "ist man nicht gehend", sondern "man geht".
So eine Formulierung nimmt man gewöhnlich nur als Rohübersetzung aus dem Lateinischen (z.B. bei einem Gerundivum), bevor man daraus einen Nebensatz macht.

Nicht zu finden seiende Erscheinungen sind dann
Erscheinungen, die nicht zu finden sind, waren oder sein werden.
Das gewissermaßen "zeitlose" Partizip Präsens wird dann einem Tempus zugeordnet.

Selbst in Nebensätzen würde man es jedoch im Allgemeinen vermeiden, sich so verquast auszudrücken.

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Ich schließe mich Volens an.

Es ist aber nicht nur unüblich, sondern ungültig. Die Schriftsprache ist der Abklatsch der gesprochenen. Und es gilt immer der Primat der gesprochenen Sprache. 

Wenn die Umgangssprache so etwas nicht im Ansatz kennt, existiert es eben nur in der Theorie.

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Hei, daress1987, theoretisch nicht falsch; richtig hingegen: "...nicht zu findende"  -  korrekt: "nicht auffindbare". Partizip Präsens mit "sein" gibt´s praktisch kaum, außer in der Philosophie, wo "das Seiende" eine vorhandene imaginäre Existenz beschreibt oder so. Grüße!

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