Es geht um die Parodontitis-Behandlung. Gibt es Alternativen?

6 Antworten

Hallo Sender, klar gibt es Alternativen. Allerdings ist keine so einfach, dass nur eine Spülung oder gar Kaugummi kauen ausreichen würde. Parodontitis wird durch Bakterien hervorgerufen die sich in den Zahnfleischtaschen befinden und dort nur extrem schwer zu erreichen und dementsprechend schwer zu entfernen sind.

Traditionell werden bei einer normalen Parodontitis die Bakterien manuell durch entsprechende Handinstrumente entfernt. Wenn die entsprechende Fachkraft damit gut umgehen kann, dann ist das nicht wirklich unangenehm. Bei einer fortgeschrittenen Parodontitis ist es oftmals unumgänglich die Zahnwurzeln durch einen Schnitt im Zahnfleisch freizulegen, damit die Bakterien einfacher und vollständiger zu entfernen sind. Mit einem speziellen Wundverband der sich nach 2 Tagen wieder auflöst kann das Legen einer Naht oftmals vermieden werden, so dass nach 2 Tagen fast nichts mehr zu sehen ist.

Alternativ gibt es die Behandlung mit Ultraschallscalern, die auch die Inkremente entfernen können oder die Behandlung mit der antibakterielen photodynamischen Therapie (aPDT) bei der eine aktivierbare Flüssigkeit in die Tasche gegeben wird. Mittels der Lichtstrahlung eines Diodenlasers wird diese Flüssigkeit aktiviert und Bakterien eliminiert.

Für den Moment ist dann hier eine gute Situation erreicht. ABER: Bakterien vermehren sich im Mund extrem schnell und müssen daher dann auch NACH DER BEHANDLUNG weiter unter Kontrolle gehalten werden. Regelmäßiges, tägliches gründliches Zähneputzen ist also das A und O der Nachsorge. Daneben die Verwendung eines Zungenreinigers, Interdentalbürstchen und oder Zahnseide wären ideal. Abends am besten noch einmal mit einer Mundspülung mit leichtem Chlorhexidingehalt gurgeln und spülen. Am besten nicht so hoch dosiert (0,05 % -0,2 % max) da bei höherer Dosierung und dauerhafter Anwendung sonst dunkle Verfärbungen auftreten können.

Gute Zahnärzte verwenden nach der manuellen oder Laserreinigung außerdem ein spezielles Chlorhexidinhaltiges Xanthan Gel, dass die Taschen auch für bis zu zwei Wochen nach der Behandlung bakterienfrei hält und so die Heilung verbessert. (Könnt ihr hier nachlesen: http://www.zahnmann.pixelkombinat.de/shop/02.publikationen.php?nPos=1&saPublikationen[ID]=279&VID=&saSearch[word]=Array[word]&saSearch[category]=Array[category]&saSearch[descshort]=Array[desc_short] ) (Periochip funktioniert auch ähnlich, ist jedoch um ein vielfaches teurer)

Dann ist natürlich noch zu sagen dass starke Raucher besonders gefährdet sind denn der Heilungsprozess des Körpers wird hier eher geschwächt. Das gleiche gilt für hohen Alkohol und Drogenkonsum.. Also, nach dieser Zusammenfassung. Bleibt gesund !

Euer Fruechtchen

Ich würde einmal unverbindlich zu einem zweiten Zahnarzt gehen und mir dessen Meinung anhören. In vielen Fällen ist diese Behandlung nicht nötig. Ein Freund von mir hat sich die Behandlung machen lassen und sagte mir ziemlich zerknircht, dass sie ganz schön schmrzhaft ist.

Ja, möglicherweise ist die Methode laut Lissa ja moderner.

Andererseits muss ja wieder mit einem Gerät zwischen Zahn und Zahnfleisch hantiert werden.

Das kommt mir ein wenig so vor, wie die Laserbehandlungen, die vor 10 Jahren überall aus dem Boden schossen, wie die Pilze.

Heute stehen die Laser ungenutzt in den Ecken herum und ich habe die Befürchtung, dass die Zahnärzte ihre Fortbildungen an diesem Gerät langsam schon wieder vergessen.

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Hi, habe selbst schon eine Behandlung hinter mir. Unter Betäubung ist das Ganze nicht schmerzhaft - würde das eher als unangenehm bezeichnen, aber das geht auch vorüber! Schwacher Trost ich weiß..., was es für Alternativen gibt kann ich nicht sagen. Aber man kann unterstützend - auch vorbeugend - Enzyme einnehmen. Die sind hervorragend bei jeglichen Entzündungen und stärken gleichzeitig das Zahnfleisch.

Enzyme?!?

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