Parkunfall - Fahrerflucht. Erststrafgeld vom Staat, jetzt will Versicherung Geld?

9 Antworten

Waren vermutlich Gutachterkosten mit drin, die hast du zu ersetzen.

Wer ohne Erlaubnis als Unfallbeteiligter die Szene eines Unfalls verlässt und den Straftatbestand nach § 142 StGB erfüllt, handelt vorsätzlich.

Bei vorsätzlichen Schäden, hat der Versicherer grundsätzlich einen Anspruch auf Regressnahme und zwar auf alle Kosten, die er bezahlt hat.


erst will der Staat 1800 Euro

Das wird die Strafe für die Fahrerflucht gewesen sein.
Unerlaubtes entfernen vom Unfallort ist einen Straftat die mit Geldstrafe oder sogar Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren geahndet wird (§142 StGb)..... Da bist Du mit 1.800 Euro noch gut davon gekommen.


Im Brief der Versicherung steht sie haben 2450 EUro bezahlt...


Der Schaden beläuft sich laut staatsanwalt bei 1900 Euro


die Versicherung will jetzt 2500 Euro von mir haben

Schadenshöhe 1.900 € zuzüglich Kosten für Rechtsbeistand des Geschädigten sowie Gutachterkosten, sowie weitere Kosten zb, Ersatzwagen und Aufwandsentscchädigung des Geschädigten ergibt wohl den Regulierungsbetrag von 2.450 €

Die Versicherung hat zudem weitere Ansprüche die in dem Schreiben aufgeführt sind. Diese könnten sein: Verzugszinsen, rückwirkende Beitragserhöhung zur Erweiterung des Fahrerkreis usw... Das wird aber alles in dem Brief der Versicherung stehen.

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also hat die Versicherung anspruch auf das Geld ?

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@FatherNature

ja, davon ist auszugehen....

1. Du hast die Straftat mit einem versicherten Fahrzeug begangen, damit ist der Versicherungsträge in der Pflicht, den Schaden gegenüber dem Geschädigten abzuwickeln. Das ist im Pflichtversicherungsgesetz der StVZO geregelt.

Damit wird weitestgehend sichergestellt, dass man als Geschädigter bei einem Verkehrsunfall möglichst auf jeden Fall von der Haftpflichtversicherung des Verursachers entschädigt wird.

2. durch das unerlaubte entfernen vom Unfallort, hast Du den Versicherungsschutz verloren, die Versicherung musste den geschädigten aber entschädigen und somit hat sie / musste sie alle erfoderlichen Beträge für Dich ausgelegt.
Da ist es nur Recht, das Du den Regulierungsbetrag früher oder später bei Deiner Versicherung ausgleichen musst.

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@RudiRatlos67

Als Zusatz:

Die Versicherung ist berechtigt Regressansprüche bis zu 2500€ zu erheben weil es sich hier um eine Obliegenheitsverletzung nach
nach einem Versicherungsfall handelt.

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@Crack

Die Versicherung ist berechtigt Regressansprüche bis zu 2500€ zu erheben

die Versicherung kann jedoch nicht mehr verlangen als sie für den Schaden regulieren musste....
Aber sie darf natürlich auch ihre Gebühren geltend machen.

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Der reine Schadenswert ist nicht unbedingt das was die Versicherung dann zahlt.

In aller erster Linie kommt da mit sicherheit noch ein Gutachten oben drauf was zwischen 400 und 600€ kommt. Und ich denke das wirds dann auch sein, deshalb kommen die auf die Summe.

Und ganz ehrlich ich finds gut dass du das zahlen musst.

Ich kann und will Leute nicht verstehen, die bei einem Unfall Fahrerflucht begehen. Es macht absolut keinen Sinn, da man für sowas Versicherungen hat. Das ist einfach nur feige und dreist.

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es war eine Panikreaktion, meinst du ich mach das aus Absicht ?

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@FatherNature

Es ist schön dass du es bereuhst wäre schlimm wenn nicht. Lern aus deinem fehler.

Aber panik ist ne schwache ausrede. Steh einfach zu deinem fehler und machs in zukunft besser.

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@FatherNature

Per Definition ist Unfallflucht eine Vorsatzhandlung, daher wurdest du zu einer Geldstrafe verurteilt.

Hättest du einen Personenschaden verursacht, würdest du jetzt vielleicht einsitzen oder hättest zumindest eine Bewährungsstrafe am Hals.

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@FatherNature

Aber wie es dem Geschaedigten geht, den Du auf seinem Schaden haengenlassen wolltest, war Dir dann auch wurscht, oder?

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