Parkettschaden in wie weit vom Mieter zu tragen?

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11 Antworten

Gar nicht, natürlich. Für den Gebrauch des Fußbodenbelages wird ja auch anteilige Miete bezahlt und nach einem Dübelloch in der Wand wird ja auch nicht die ganze Mauer abgerissen und neu aufgebaut. Der Vermieter möge sich püberlegen, was er hier macht und seinen Schaden gerichtsfest beweisen. Kratzer können im Parkett zudem ausgebessert werden von jedem seriösen Tischler. Alles doch ganz einfach. Binde Deine Haftplfichtversicherung ein, die ordnet solche Angelegenheiten und bezahlt den Schaden, der angerichtet wurde. Bei einem Brandloch im Teppich wird ja auch nur das Brandloch ausgebessert. Viel Glück.

Verbreite doch keinen Unsinn...

Wenn Du ein Brandloch im Teppich verursachst, wird der auch nicht einfach geflickt. Im Normalfall muß dann der Teppich ausgetauscht werden.

Wenn Du einen Schaden im Parkett verursachst (und das ist ein solcher erheblicher Kratzer nun mal), muß Du diesen Schaden auch "ersetzen", denn im Mietpreis zahlst Du nur für die "normale Abnutzung" bzw. den "normalen Gebrauch". Dazu gehören weder dicke Kratzer noch Brandlöcher...

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@anjanni

Du solltest nur einen klitzekleinen Blick in die Literatur werfen, oder hier nicht solche Kommentare absülzen. Wir sind hier im Mietrecht und dort wird dem Geschädigten nur sein Schaden ersetzt, wie ich aus zahlreichen Gerichstverfahren belegen kann. Beispiel: Mieter besorgt sich ein Hund (natürlich ohne Erlaubnis) und der zerkotzt und zerbeißt den fast neuen Teppich. Die Tierhalterhaftpflicht erstattet einen Anteil. Das Gericht spricht uns diesen Anteil nicht zu, weil wir den Schadentag nicht benennen können zur Wertermittlung und der Mieter muß es uns nicht sagen. Alles ganz einfach in Deutschland.

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Das wäre eine Sache deiner privaten Haftpflichtversicherung. Diese würde dich vor unberechtigten Forderungen schützen, und die berechtigte Forderung begleichen.

Sicherlich muss nicht der gesamte Boden abgeschliffen etc. werden. Der Kratzer allerdings muss fachmännisch ausgebessert werden. Stimme hier XtraDry zu, das sollte man nicht selbst machen. Kann ein Laie auch gar nicht. Da der Kratzer recht tief ist, muss der Schaden übernommen werden. Falls Sie eine gute Kamera haben, sollte der Schaden fotografiert und der Haftpflichtversicherung zugesendet werden. Die Haftpflichtversicherung schickt auch einen Vertreter, der den Schaden einschätzt. Das kann dann dem Vermieter übergeben werden.

Der Kratzer ist ja beim Einzug verursacht worden. So habe ich das jedenfalls gelesen. Wäre ein ganz normaler PH-Schaden.

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@DerHans

Meine Antwort besagt nichts gegenteiliges. Haftpflicht hatte ich erwähnt. Es geht nur um die Frage ob gleich der ganze Boden abgeschliffen werden muss, was sicherlich auch keine Haftpflicht so sehen wird.

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Deine Private Haftpflicht brauchst gar nicht erst anrufen,die weigern sich bei so was...hab das leider selbst am eigenen Leib dürfen erfahren,vor grad mal 2 Monaten. Wenn dein Vermieter kein so Neunmalklug ist wie meiner,dann red sachlich mit ihm,ansonsten hilft wohl nur noch der Anwalt. LG

Wenn eine private Haftpflicht besteht, ist das ein gedeckter Schaden

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Die ganzen Kosten mußt Du gewiß nicht zahlen - nur den entstandenen Schaden.

Du hast auf jeden Fall Recht, daß Du allenfalls 5/12 der Kosten tragen mußt, also die Kosten, die auf die "Restnutzungsdauer" entfallen.

Unsere ehemaligen Mieter haben die Kosten durch ihre Haftpflichtversicherung bezahlt bekommen.

Der Vermieter kann vom Mieter Schadensersatz verlangen, wenn dieser schuldhaft dem Vermieter gehörende Einrichtungen beschädigt.

Von der Ersatzpflicht ausgenommen sind Abnutzungen, die durch den vertragsgemäßen Gebrauch entstehen, z.B. Abplatzungen in der Küchenspüle usw. (LG Köln WM 99, 234).

Muss der Mieter Ersatz leisten, kann der Vermieter im Regelfall aber nicht den Neupreis verlangen, sondern muss sich den Abzug "neu für alt" gefallen lassen (LG Köln WM 97, 41; usw.).

Achtung: Sind die Schäden des Vermieters durch eine Versicherung abgedeckt, die der Mieter im Rahmen seiner Nebenkosten anteilig bezahlt, so haftet der Mieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit (BGH WM 2001, 122; WM 96, 212; OLG Düsseldorf ZMR 97, 228; LG Stuttgart WM 98, 32).

Richtig. Die mittlere Nutzungsdauer einer Parkettversiegelung beträgt zwölfeinhalb Jahre. Wenn Mieter einen Schaden am Holz begleichen müssen, ist bei der Berechnung der Abnutzung dieser Wert einzurechnen. Für den Schaden must du schon einstehen... Der Boden muss in jedem Fall saniert werden, jedoch sind die Kosten anteilig zu tragen. Weitere Info´s auf: http://netzwerk-parkett.net/index.php?id=47&backPID=47&tt_news=93

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Und wo wird in Deiner Antwort jetzt irgendwo Bezug auf die Frage genommen???

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Du musst die Kosten in Höhe von maximal 5/12 DER KOSTEN FÜR EIN KOMPLETT NEUES PARKETT tragen, denn das ist der Zeitwert des Parketts, bis zu dieser Höhe dürfen Reparaturkosten liegen, bevor es (analog zum Auto) ein "wirtschaftlicher Totalschaden" ist...

Die Nutzungsdauer des Parketts komplett ist erheblich länger - mindestens 40 Jahre...

XtraDry - die Rechtsprechung geht von der zeitanteiligen Kostenbeteiligung beim Abschleifen aus... Solltest Du doch eigentlich wissen...

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@anjanni

Sorry, falsch ausgedrückt, mit "neu" ist hierbei natürlich die Versiegelung gemeint, das weiß ich natürlich auch... ;o) ...

Ich wollte vor allem dabei abgrenzen, dass es bei einer möglichen Reparatur anstatt einer Neuversiegelung nicht um 5/12 der Reparaturkosten geht, sondern noch immer als Höchstbetrag um 5/12 der Kosten einer Neuversiegelung. Wenn die Kosten für die Reparatur unter den 5/12 der Kosten einer Neuversiegelung liegen, muss der Fragesteller diese komplett tragen...

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Normalerweise sollte es ausreichen, wenn der Schaden fachmännisch ausgebessert wird! Das kann man, wenn man handwerklich gecshickt ist, selbst machen. Infos und Material dafür gibt´s in jedem Baumarkt.

Zudem - habt Ihr eine private Haftpflichtversicherung... die sollte an sich für einen solchen Schaden aufkommen. Wenn die eine Komplettrenovierung des Parketts zahlen - gut, dann geht es Euch nichts an.

Ansonsten müsstet Ihr dem Vermieter klar machen, dass Ihr wegen des eher geringfügigen, reparablen Schadens nicht eine Renovierung des gesamten Bodens bezahlt. Höchstens anteileig... schließlich sieht er danach besser aus, davon habt Ihr ja auch etwas.

Normalerweise sollte es ausreichen, wenn der Schaden fachmännisch ausgebessert wird! Das kann man, wenn man handwerklich gecshickt ist, selbst machen. Infos und Material dafür gibt´s in jedem Baumarkt.

Das ist eigentlich schon ein Widerspruch in sich...

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@XtraDry

Weshalb sollte das ein Widerspruch in sich sein...

Wer handwerklich geschickt ist, kann ohne weiteres eine "fachmännische Arbeit" machen, ohne eigentlich Fachmann zu sein!

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@kritiker111

Der Widerspruch ist, daß einer, der handwerklich geschickt ist, weiß, daß er Parkett nicht ausbessern kann - jedenfalls nicht fachmännisch (also ansatzfrei, so daß man es hinterher nicht mehr bemerkt.

Abschleifen und neu versiegeln ist die einzige fachmännisch korrekte Vorgehensweise. Die allerdings kann man durchaus auch selbst vornehmen - wenn man handwerklich geschickt genug ist und mit diesen Schleifgeräten umgehen kann...

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. Lass dir unabhängig vom Vermieter einen Handwerker kommen, der sich das ansieht, ob das schleifen und versiegeln für den ganzen Raum notwendig ist.Falls ja, wirst du nicht drumrumkommen denk ich.Davon abgesehen glaube ich , dass ein so tiefer Kratzer doch eher " aufgefüllt" und nicht abgeschliffen wird ;o)

Die 0,5cm Schramme bekommt er mit abschleifen auch nicht weg. Ausserdem erscheint mir das übertrieben.

Das mag Deine private Meinung sein....

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@anjanni

In meinen Rechtsstreit behauptet mein Exvermieter mittlerweile 0,8cm tiefe Löcher (in den Erstschriftsaetzen war von angeblichen 0,3cm Loechern die Rede). Soviel zu der dreistigkeit, Gier nach kostenlosen Instandhaltungen durch Vermietern gegen ihren ehemaligen Mieter.

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Meld das doch deiner Haftpflicht, die schicken dann einen Gutachter der sagt was die Versicherung bezahlt

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