Parkettboden an einigen Stellen nicht beschichtet. Vermietersache?

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5 Antworten

Wenn in der Wohnung echtes Parkett verlegt ist, sollte der Eigentümer auch Buch darüber führen, wann die jeweiligen Wartungen (Versiegelungen) durchgeführt wurden. Dass sich diese Versiegelung mit der Zeit auflösen ist normal. Dieser Aufwand ist vom Vermieter in regelmäßigen Abständen zu betreiben.

Die Meldung an den Vermieter solltest du sorgfältig protokollieren. Falls sich dann später ein Schaden ereignet, kann das abgegrenzt werden.

Was wäre denn in diesem Fall regelmäßig? Ich könnte mir vorstellen der Boden ist nun auch schon 10 bis 15 Jahre alt (zumindest die Versiegelung). Das Haus wurde 1994 erbaut. Der Boden ist sicher genausoalt

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@Erdbeerzopf

Dann sollte der Vermieter (im EIGENEN Interesse) die Versiegelung sicher mal wieder in Angriff nehmen. Das wäre natürlich BESSER gewesen, bevor ihr dort eingezogen seid. Bzgl. evtl. Wasserschäden solltet ihr eure private Haftpflichtversicherung immer auf dem laufenden halten.

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@DerHans

Ich frag mal bei ihm an und hoff aufs beste. Solange der VM weiß, dass da was zu machen ist, ist das dann nicht mehr meine Sorge. Die Haftpflicht davon in Kenntnis zu setzen ist ein guter Ratschlag. :)

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Ich würde es dem Vermieter melden (schriftlich), aber nicht darauf drängen, dass er das Parkett neu beschichten lässt. Vielleicht würde er darauf hinweisen, dass du das Parkett so übernommen hast und daher keinen Anspruch auf Nachbesserung hast. Allerdings hast du mit einer schriftlichen Meldung an den Vermieter auch den Nachweis, dass du das nicht verbockt hast und / oder dir bei Auszug nicht damit kommt, dass du das hättest melden müssen und der Schaden deshalb jetzt noch viel größer ist als vorher.....usw. Vielleicht hast du ja auch einen netten Vermieter, der froh ist, dass man ihm sowas zeitnah mitteilt, bevor der ganze Boden hin ist.

Wenn es um Instandsetzung geht, dann ist das Vermietersache.
LG Osnabrück, Urteil vom 6. Juni 2001, Az: 1 S 1099/00, 1 S 14/01 (11), 1 S 14/01

Handelt es sich um Schäden durch den Mieter, die nicht dem normalen Verschleiß zuzuordnen sind (muss im Zweifel durch Richter entschieden werden), dann Mietersache.
LG Potsdam, Urteil vom 19.02.2009 - 11 S 115/08


Schäden an der Mietsache sind natürlich immer sofort dem Vermieter anzuzeigen. Unterlässt man das, kann man haftbar gemacht werden.



Danke für den Tipp. Den Schaden konnte ich gar nicht fabrizieren. :) Dazu hatte ich zu wenig Zeit.

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Sie sollten das Erfordernis des Abschleifens und neu Versiegelns dem Vermiter schriftlich anzeigen.

Es ist eine Frage, wie man miteinander umgeht. Eigentlich gilt: Gemietet wie besehen. Dafür gibt es auch ein Übernahmeprotokoll. Und die Funktion wird ja durch abgenutzte Stellen nicht übermäßig beeinträchtigt.

Aber ich könnte mir vorstellen, dass der Vermieter vielleicht sogar dankbar ist für den Hinweis.

Vielleicht lässt sich ja ein Kompromiss machen über die Reparatur. er besorgt den Lack, Du streichst oder so.

Lackieren würde ich mir selber leider überhaupt nicht zutrauen. Das muss ja auch zunächst mal abgeschliffen werden. Ich würde mehr Schaden anrichten, als Schaden beseitigen. :) Und Genossenschaften lassen sich auf solche Deals auch selten ein.

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@Erdbeerzopf

ach eine Genossenschaft, ok, dann hast Du recht. Da hab ich schon erlebt, dass sogar echte Verbesserungen hinterher moniert wurden und der Ursprungszustand wiederhergestellt werden musste.

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@authumbla

Ich schreibe sie erst mal an. Ich war nur neugierig wie meine Chancen sind. Im Internet waren ja nur Berichte zu Parkettboden und Auszug/Einzug zu finden.

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