Parasitismus Bio. ;D

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2 Antworten

Maiwurm

Innerhalb von vier Wochen legen die Weibchen ihre 2000 bis 10000 Eier ab. Die hohe Eizahl ist eine notwendige Anpassung an die parasitische Lebensweise, denn die weitere Entwicklung hängt vom Vorhandensein eines passenden Wirts ab. Nach etwa einem Monat schlüpfen winzige Larven. Mit ihren dreiklauigen Beinen klammern sie sich an Wildbienen fest und lassen sich in deren Nester tragen. Dort fressen die Junglarven zunächst das Bienenei, deren Schale dazu benutzt wird, um nicht in den Brei zu versinken, und dann den Vorrat in der Zelle. Anschließend verlässt sie die Zelle und kriecht in den Erdboden. Die Überwinterung erfolgt meist in einem engerlingsartigem Larvenstadium. Erst im Frühjahr erfolgt die Puppenbildung. Im Mai kriechen dann frisch gebackene Jungkäfer des Maiwurms aus dem Boden.

Aus: Google

Moin,

obwohl es eine ganze Reihe an Einteilungsmöglichkeiten von Parasiten gibt, ist mir der Begriff "Vollparasit" nicht geläufig. Als Halbparasit (Halbschmarotzer) gilt dagegen zum Beispiel die Mistel. Sie lebt auf anderen Bäumen und zapft die Wasserleitungsbahnen ihres Wirtes an. Außerdem bekommt sie dadurch, dass sie sich in Baumkronen befindet, mehr Sonnenstrahlen ab, als wenn sie in Bodennähe leben müsste. Und die exponierte Lage ist es dann auch, weshalb sie nur ein Halbschmarotzer ist. Sie ist nämlich eine grüne Pflanze und betreibt Photosynthese. Das bedeutet, dass sie ihre Nahrungsgrundlage im Grunde aus sich selbst sichert und nur in Bezug auf Hilfsgüter wie Wasser (und gewisse Nährsalze) auf ihren Wirt angewiesen ist. Dementsprechend würde ich von Vollparasiten sprechen, wenn ein Parasit seinen gesamten Lebensunterhalt auf Kosten seines Wirts bestreitet, während ein Halbparasit nur gewisse Vorteile auf Kosten seines Wirtes erlangt.

Aber ich deutete es oben schon an: Es gibt sehr viel gebräuchlichere Einteilungskriterien für Parasiten:

a) Nach dem Ort, wo er vorkommt: Endoparasit (im Wirt lebend) - Ektoparasit (am Wirt lebend)

b) Nach der Dauer: Temporärer Parasit (nur kurze Zeit am (im) Wirt lebend - stationärer Parasit (ständig im (am) Wirt lebend)

c) Nach ihrer Größe: Mikroparasiten (sehr klein; Bakterien z.B.) - Makroparasiten (größere bis große Parasiten, z.B. Bandwürmer, Flöhe...)

d) Nach der Notwendigkeit der parasitischen Phase: fakultative Parasiten (können, müssen aber nicht unbedingt parasitisch leben) - obligatorische Parasiten (brauchen fürs eigene Überleben unbedingt einen Wirt)

e) Nach dem Wirt: Pflanzenparasit (Phytoparasit) - Tierparasit (Zooparasit); hierher gehört auch mit (heteroxen) oder ohne (homoxen) Wirtswechsel oder wie viele Organismen als Wirte in Frage kommen (nur einer, monoxen; ein paar, oligoxen; einige bis viele, polyxen)

Und dann gibt es noch Sonderformen des Parasitismus wie

1) Brutparasitismus (Wirte oder deren Nachkommen werden getötet, z.B. Kuckuck, Schlupfwespe)

2) Opportunismus (Wirte werden von ansonsten harmlosen Parasiten getötet, weil sie immungeschwächt sind, z.B. bei AIDS-Kranken oder ein plötzlicher Massenbefall auftritt)

3) Kleptoparasitismus (Parasiten klauen Nahrung, Brutplätze, z.B. Diebsspinnen oder Raubmöwen)

Was deine konkrete Frage angeht: Nein, ein Parasit wird nicht dadurch, dass er auf dem Organismus, den er schädigt, lebt zum Vollparasiten (s. Mistel!), sondern dadurch, dass er vollständig durch die Schädigung seines Wirtes überlebt. Die Tatsache, dass er auf seinem Wirt lebt, macht ihn nur zum Ektoparasiten.

LG von der Waterkant.

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