paranoide Angst vor Geistern, anderen Wesen?

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6 Antworten

Hey,

vor allem in der Kindheit und Pubertät kommt es oft zu Zuständen, die im Erwachsenenalter als bedenklich eingestuft würden, aber nur von temporärer Dauer sind. Formen von Depressionen bzw. depressiven Verstimmungen, Angst- und Panikstörungen sind im Jugendalter durchaus häufig. Meist dauern diese allerdings nur einige Tage oder höchstens Wochen an, daher ist eine psychiatrische Diagnostik von realen psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen immer schwierig, gerade wie bei Dir im Falle einer Angst - Kinder haben noch Angst vor tätowierten Erwachsenen, Clowns oder Gewittern, Erwachsene in der Regel nicht.

Aber natürlich ist nicht ausgeschlossen, dass möglicherweise tatsächlich eine psychische Störung vorliegt. Du beschreibst Deine Gefühle als unerträglich - das hört sich schon durchaus bedenklich an. Empfindest Du diese Zustände denn als so schlimm, dass Du dafür wirklich in Betracht ziehst, Dich mal psychiatrisch abklären zu lassen? Denn ob und wie behandlungsdürftig Deine Angst für Dich nun tatsächlich ist, kannst nur Du sagen.

Möglich wäre es, dass Du mal mit einem Kinder- und Jugendpsychiater über Deine Angstprobleme sprichst. Er wird abklären, ob in dem Falle eine Behandlung notwendig ist oder nicht. Jedenfalls schadet es nicht, einfach mal dort hin zu gehen, wenn Dich Deine Angst und "Paranoia" so stark belastet - auch wenn der Arzt grünes Licht gibt. Möglicherweise sind ein paar Stunden Gesprächstherapie ja für Dich das richtige Mittel. Aber das wird dann der Psychiater oder die Psychiaterin mit Dir besprechen.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Die Angst besteht eigentlich schon seit ich klein bin. Im Alter von fünf Jahren hatte ich sehr oft zu diesem Thema Albträume. 

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@HamsterKnowHow

Belastet es Dich denn so sehr, dass Du gerne eine Behandlung hättest? Das liegt nun eben in Deiner Hand. 

Ängste sind natürlich und hat jeder, manche mehr, manche weniger. Das liegt schlichtweg am natürlichen Lebenserhaltungstrieb des Menschen. Aber wenn das ganze so weit geht, dass man große Probleme hast, damit zu leben, solltest man etwas dagegen unternehmen. Aber wenn das bereits seit vielen Jahren so ist, ist es wohl nicht so gravierend, oder doch?

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@Willibergi

Wichtig ist, dass du dich trotz des vielen Inputs nicht verrückt machst. Klar kann die Diagnose auch heftig ausfallen, davon würde ich jedoch nicht ausgehen.

Vermutlich eine ganz gewöhnliche Phase in deiner Entwicklung. Du behandelst sie, da du erwachsen genug bist um dich mit dem Thema zu beschäftigen und dann ist die Sache gut. Du lernst dich dabei kennen, also alles erstmal ganz locker angehen. :)

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Servus,

auch wenn das an sich sehr schlimm klingt und dich belastet, ist es zugleich spannend anzuhören. Daran wird immer wieder deutlich, zu welchen Emotionen unsere Bewusstseinsformen fähig sind.

Unsicherheit bekämpft man durch Wissen

Es muss einen Grund für die beschriebenen Emotionen geben. Paranoides Verhalten kann viele Ursachen haben. Von persönlichen Erfahrungen, bei denen du Opfer einer hinterhältigen Aktion wurdest, über Psychosen bis hin zu Ursachen wie Stress ist alles möglich. 

Selbst langfristiger Drogenkonsum kann zu derartigen Erscheinungen führen. Auch durch neurologische Erkrankungen des Gehirns können derartige Erscheinungen auftreten; das ist jedoch in den seltensten Fällen die Ursache.

Der Schritt fällt vielen schwer, jedoch bietet es sich an, in dem Fall einen Psychotherapeuten um ein Beratungsgespräch zu bitten. Er kann direkt eine professionelle Einschätzung geben.

Womöglich - wie eben schon kurz angeschnitte - hat sich in deinem Bewusstsein ein traumatisches Erlebnis verankert. Dieses gilt es dann mittels mehrerer Hypnoestherapie-Sitzungen herauszufiltern.

Unser Unterbewusstsein funktioniert wie eine riesige Datenbank 

Das Gehirn hat im Zustand des Bewusstseins eingeschränkten Zugriff darauf. Durch bestimmte Therapien ermöglicht der behandelnde Therapeut deinem Gehirn Zugriff auf verborgene Erinnerungen, auf die es nur im Rahmen dieser Trance Zugriff hat.

Danach kannst die Verarbeitung des Erlebten beginnen und es besteht die Chance, dass du deine Angst überwinden kannst.

Auf keinen Fall solltest du dich nicht dumm deswegen fühlen. Ängste sind etwas völlig normales, sie sollen uns vor den Gefahren des Alltags bewahren. Mach das auch ruhig deinem Umfeld klar, falls du direkt darauf angesprochen wirst.

Ich hoffe, dieser kleine Einblick hat dir etwas weiter geholfen.

Viele liebe Grüße

Hallo!
Als Kind hatte ich in deinem Alter ähnliche Ängste. Ausgelöst durch Bücher über solche Phänomene ( zb UFOs, Geister,...), die ich mit einer Faszination des Entsetzlichen gelesen habe. Auch Gruselfilme hatte die Faszination, aber auch die Nachwirkungen, dass ich Angst vor so etwas - gerade Nachts hatte.
Ist anscheinend typisch für das Alter.
Wenn du älter und erwachsen wirst, wirst du über die Dinge, wo vor du dich heute fürchtest, faszinierend finden, und dich freuen, dass du keine Angst mehr hast. Ein Beispiel: ich hatte Angst vor Schädeln. Dass eine Nachbarin als Zahnärztin einen echten Schädel bei sich zu Hause hatte, ( keine 30 Meter von meinem Schlafplatz!) lies mir keine Ruhe.
Heute mach ich Scherze mit dem Plastikskelett meiner Tochter, die Medizin studiert, und schaue mit Faszination die Folgen von Bones...
Ich denke in einem Jahr wirst du die Angst überwunden haben. Falls du allerdings panische Angst ( Todesangst) vor manchen Dingen hast und du deswegen zB nicht in der Schule den nötigen Erfolg hast oder an wirklich wichtigen Dingen des Lebens nicht teilhaben kannst, besprich das mit deinen Eltern und überlegt gemeinsam, ob es sich lohnt, einen Psychologen aufzusuchen. Viel Glück!

Also, ich denke nicht das Du spinnst. Ich habe mich früher auch immer beobachtet gefühlt und hatte Angst im dunklen Flur zu laufen. Ich habe mich auch nicht getraut darüber zu reden, weil man mich ausgelacht hat. Mit den Jahren habe ich viele Erfahrungen gemacht, die mir gezeigt haben, dass es viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als man sich vorstellen kann. Inzwischen arbeite ich damit und lasse die Leute einfach lachen.                                                   Was Du erlebst, muss nicht zwangsweise etwas Böses sein. Das empfindet man erstmal so, weil es unbekannt ist. Es gibt Menschen, wie zb Medien, die ganz leicht prüfen können, ob es sich tatsächlich um ein Wesen handelt und Dich dann weiterhin beraten. :-)

Als ich früher immer Nachts in den Keller musste/ging hatte ich auch solche Ängste aber dann habe ich einfach mal realistisch gedacht und gedacht wie höchst unwahrscheinlich es ist das da Unten irgendjemand (Einbrecher, Geist,...) ist und bin daraufhin einfach in den Keller.

Das spielt alles in deinem Kopf. Du musst lernen deine Gedanken in solchen Situationen abzulenken und an was schönes zu denken :).

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