Paradies und Himmelreich... dasselbe, oder was verschiedenes?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du stellst wirklich die besten gut durchdachten, intelligenten Kernfragen. wie ich sehe, hast du bereits Kontakte zu Zeugen Jehovas gehabt. Ich bin auch einer und kann dir anhand meiner Bibelkenntnis gerne antworten. 

Die auferstandenen werden nicht heiraten, den Beleg-Text dazu hast du selbst bereits aufgeführt. 

Es werden aber Menschen, die jetzt leben, den Eingriff Gottes, (Harmagedon genannt) überleben. Gemäß Offenbarung 7:9 - 14 wird eine große Volksmenge die "Drangsal" (von der Jesus in Matthäus 24: 21,22 sprach) überleben. Gegenwärtig wird übrigens ein Trennungswerk durchgeführt. Jeder hat die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, welchem Gott er sich anschließen und Dienen will, dem Gott dieser Welt (2. Kor. 4:4) oder Jehova, dem Schöpfer des gesamten Universums, dessen Haupteigenschaft Liebe ist.

Diese werden sich fortpflanzen dürfen, solange, bis das Vorhaben Jehovas, eine Erde, gefüllt mit glücklichen, demütigen und gehorsamen Menschen, erreicht ist. Du hast den Belegtext aus Jesaja selbst angeführt. Da es noch viele Menschen geben wird, die auferstehen dürfen, können wir auf die künftige Entwicklung sehr gespannt sein.

Jesaja 65: lautet übrigens 23 

"sie werden sich nicht umsonst abmühen, noch werden sie zur Bestürzung gebären, denn sie sind der Nachwuchs, bestehend aus den Gesegneten Jehovas und ihre Nachkommen mit ihnen".

NWÜ-Übersetzung

10

Hier einen Text aus der Einheitsübersetzung:

Jesaja 65:

Das endzeitliche Heil

17 

Ja, vergessen sind die früheren Nöte, sie sind meinen Augen entschwunden. Denn schon erschaffe ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn.

 

18 

Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe. Denn ich mache aus Jerusalem Jubel und aus seinen Einwohnern Freude.

 

19 

Ich will über Jerusalem jubeln und mich freuen über mein Volk. Nie mehr hört man dort lautes Weinen und lautes Klagen.

 

20 

Dort gibt es keinen Säugling mehr, der nur wenige Tage lebt, und keinen Greis, der nicht das volle Alter erreicht; wer als Hundertjähriger stirbt, gilt noch als jung, und wer nicht hundert Jahre alt wird, gilt als verflucht.

 

21 

Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Reben pflanzen und selbst ihre Früchte genießen.

 

22 

Sie bauen nicht, damit ein anderer in ihrem Haus wohnt, und sie pflanzen nicht, damit ein anderer die Früchte genießt. In meinem Volk werden die Menschen so alt wie die Bäume. Was meine Auserwählten mit eigenen Händen erarbeitet haben, werden sie selber verbrauchen.

 

23 

Sie arbeiten nicht mehr vergebens, sie bringen nicht Kinder zur Welt für einen jähen Tod. Denn sie sind die Nachkommen der vom Herrn Gesegneten und ihre Sprösslinge zusammen mit ihnen.

24 

Schon ehe sie rufen, gebe ich Antwort, während sie noch reden, erhöre ich sie.

 

25 

Wolf und Lamm weiden zusammen, der Löwe frisst Stroh wie das Rind [doch die Schlange nährt sich von Staub]. Man tut nichts Böses mehr und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg, spricht der Herr.

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Gute Antwort!

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@JensPeter

Aber ist das Leben dann nicht sehr öde?


Diese werden sich fortpflanzen dürfen, solange, bis das Vorhaben Jehovas, eine Erde, gefüllt mit glücklichen, demütigen und gehorsamen Menschen, erreicht ist.
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@Teuerste

Hallo Teuerste,

Du fragst, ob das ewige Leben "nicht sehr öde ist?"

Ist Sterben interessanter?

Ist das Kranksein lustiger?

Sind Kriege zu begrüßen, weil sie mehr Action auslösen?

oder sind Unfallopfer eine ermunternde Abwechslung?

Wird ewiges Leben im Paradies langweilig sein?

Darüber wurde hier einmal gründlich nachgedacht:

http://wol.jw.org/de/wol/d/r10/lp-x/2011335?q=langweilig&p=par

. . . und falls es Dich beruhigt:  Keiner muss ewig leben  -  Freiwillige sind gefragt!!

Alles Gute    -  trotzdem!



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Hallo Jogi58L,

das ist eine sehr gute Frage!

Die heiligen Bücher geben darüber die beste und verlässlichste Auskunft. Was sagen sie zu Deiner Frage, die schon von AlbertrosFLIGHT gut beantwortet wurde:

Lukas 23:42 Und er sagte weiter: „Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Königreich kommst.“ 43 Und er sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“

Wo ist das Paradies, von dem Jesus als prophetisch redet?

Der Mann, der es ihm sagte, war ein Verbrecher. 

Nun, gemäß der Bibel kommt kein Verbrecher in den Himmel.

Bleibt also nur die Erde.

Also ist das Paradies auf der Erde - und so verstand es auch der Verbrecher neben Jesus.

Er starb und wird am "letzten Tag" zu auf der Erde zur Auferstehung gebrachte werden:

Johannes 11:23 Jesus sprach zu ihr: „Dein Bruder wird auferstehen.“ 24 Martha sagte zu ihm: „Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.“ 

Und was ist mit dem "Himmel"? Gibt es neben der irdischen Auferstehung auch eine Berufung in den Himmel?

Offensichtlich ja:

Johannes durfte einen prophetischen Blick in den Himmel werfen (Zeitpunkt: "Tag des Herrn"):

Auszugsweise:

Offenbarung 14:1 Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen. ...

... Offenbarung 14:3 Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft worden sind. 

Hier gilt offenbar etwas nur für eine beschränkte Anzahl von Mensen, die "von der Erde" erkauft wurden, also nun im Himmel sind.

Kann Fleisch und Blut in den Himmel kommen?

1 Korinther 15:50 50 Indes sage ich dies, Brüder, daß Fleisch und Blut Gottes Königreich nicht erben können, noch erbt die Verweslichkeit die Unverweslichkeit. 

Ganz klar: Nein, das geht nicht.

Was für Körper haben jene denn im Himmel die mit Christus im Himmel, also buchstäblich in seiner Gemeinschaft sind?

2. Korinther 5:17 Wenn somit jemand in Gemeinschaft mit Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; . . .

In einem "neuen Körper geboren":

Johannes 3:5 . . .Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. 6 Was aus dem Fleisch geboren worden ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren worden ist, ist Geist. 

Welche Aufgaben haben jene, wann erfolgt deren Auferstehung?

Offenbarung 20:6 Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

Sie werden vor der irdischen Auferstehung auferweckt und sind nun unsterblich (Unterscheide hiervon "ewiges Leben")

Sind jene im Himmel Männer oder Frauen?

Sie sind - wie angeführt - eine neue Schöpfung - ähnlich wie Engel, Jesus sprach davon:

Matthäus 22:30 . . .denn in der Auferstehung heiraten Männer nicht, noch werden Frauen verheiratet, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 

Nirgends ist die Rede davon, das es eine Mehrung der einhundertvierundvierzigtausend gibt. 

Ganz im Gegensatz dazu die irdische Auferstehung!

Beweis:

2 Mose 20:5 . . .denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert, der für die Vergehung von Vätern Strafe bringt über Söhne, über die dritte Generation und über die vierte Generation, im Fall derer, die mich hassen, 6 aber liebende Güte übt an der tausendsten Generation im Fall derer, die mich lieben und meine Gebote halten.

Da kann man rechnen wie man will:

Wäre eine Generation 100 Jahre, wären es von Adam bis heute gerade mal 60 Generationen. Würde man eine Generation mit 30 Jahren rechnen, wären es zwar rund 200 Generationen - in jedem Fall fehlt da noch eine ganze Menge bis zur Tausend!

Dann weiter:

Du hast den Text aus Jesaja angeführt, mit dem "Häuser bauen". Wie geht der Text weiter, was erwartet jene, die den Beginn des Paradieses auf Erden erleben dürfen:

Jesaja 65:23 Sie werden sich nicht umsonst abmühen, noch werden sie zur Bestürzung gebären; denn sie sind der Nachwuchs, bestehend aus den Gesegneten Jehovas, und ihre Nachkommen mit ihnen.

Sie werden Nachkommen haben. Dafür ist Nachwuchs erforderlich sei, also Kinder - Ehe usw., da gibt es nichts zu deuteln.

Ein weiterer Hinweis:

In der himmlischen Hoffnung werden 12 Stämme erwähnt. Zwei Stämme fehlen im Himmel: Dan und Ephraim.

Ganz klar warum! 

In Bezug auf Ephraim schon deshalb, weil der Name bereits darauf hinweist:

it-1 S. 656 Ephraim: Doppelt fruchtbar.

Nämlich buchstäblich (Kinder) und geistig (Frucht des Geistes). 

Ist nun das Paradies im Himmel oder auf der Erde?

Ganz klar beginnt es auf der Erde - und endet "oben" an der Spitze der himmlischen Regierung. Deswegen braucht man das so nicht zu trennen. 

Alles Gute und beste Grüße

JensPeter

Anmerkung:

Daneben kann man sinnbildlich bereits heute "den Himmel auf Erden" ebenso wie "die Hölle auf Erden" erleben.

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JensPeter, wunderbar logische Abhandlung darüber, wo sich das Paradies befindet. DH! Die Bibel gibt jedem, der ehrlich forscht, Antwort auf die großen Menschheitsfragen, wir müssen nur demütig genug nachforschen.

2

Grüße Dich Jogi57L

Leider habe ich Deine Frage erst heute „entdeckt“ und komme hoffentlich noch „früh genug zu spät“, um sie zu beantworten.

Paradies und Himmelreich sind für viele Christen synonyme Begriffe  für das eine Ziel im Himmel,  dem sie alle entgegen hoffen.

Wie in vielen anderen  Lehrpunkten auch,  so vertreten wir als Zeugen Jehovas zu diesem Thema eine abweichende Auffassung. Unser Verständnis unterscheidet sich,  weil wir uns ausschließlich daran  orientieren, was die von Gott inspirierte  heilige Schrift dazu lehrt.  Infolgedessen lassen wir menschliche Dogmen außer Betracht.  Gottes Wort als Ganzes,  in seiner Gesamtaussage also,  ist die authentische Grundlage unseres Verständnisses.  Oder noch präziser mit ihren eigenen Worten:   „Die Summe deines Wortes ist Wahrheit“   (Psalm 119:160  Schlachter Bibel)

Da Du von dem,  was uns Gottes Wort als Ganzes so übermittelt einiges zu kennen scheinst,  würde ich gern versuchen,  speziell zu Deiner Frage einen „Bildausschnitt“  aus der  biblischen Geschichte zu skizzieren,  durch den der  logische  Hintergrund unseres Verständnisse leichter erfassbar wird.  Auf Deine beiden Textpassagen gehe ich dann erst später ein. ok?

Hier die „Skizze“: 

Unser Schöpfer platziert „unsere“ Erde  im unendlichen Universum an einer „Top-Adresse“.  Abstand und Umlaufbahn zur Sonne, Neigung der eigenen Achse und die Erdumdrehung „passen“ ebenso  wie das Magnetfeld der Erde oder die lebenswichtigen Kreisläufe des Wassers, des  Stickstoffs  oder des  Kohlenstoff- und Sauerstoffkreislaufes. Und nicht zuletzt das „eingebaute“ geniale  Recyclingsystem schaffen  für Vegetation, Tier und Mensch die denkbar optimalsten Lebensräume.

Noch während der Gründungsphase,  so beschreibt es der inspiriere Bericht in Hiob 38:4 u.7  war die Begeisterung „des Himmels“, die Vorfreude der Geistsöhne Gottes also  über diesen „Neuling“ überschwänglich.   Wörtlich: „. die  „Morgensterne“ jubelten miteinander Und alle Söhne Gottes begannen beifällig zu jauchzen . . . “

Dieses einzigartige und kostbare Zuhause wurde dem ersten Menschenpaar zu treuen Händen anvertraut. Sie durften sich der Fülle aller guten  Gaben erfreuen.  Sie hätten als Gründungsfamilie auf der neuen Erde die  immer größer werdende Freude erleben dürfen,  Eltern einer wachsenden  Menschheitsfamilie zu werden.   Nicht umsonst wurde der Park zwischen den beiden Flüssen,  in dem alles begann „Eden“ genannt,  denn er war ein „Garten der Wonne“.  Ein Paradies parexcellence.

Freude und von Herzen kommende Dankbarkeit,  so hätte man erwarten dürfen,  wäre die angemessene Reaktion  gewesen. Wie aber bekannt ist, ließen unsere Ureltern zu,  dass ihr gesundes Denkvermögen durch einige „wenige Tropfen Gift“ (im übertragenen Sinn) zur Maßlosigkeit   entartete.  Sie wollten mehr.  Sie wollten sogar sein wie Gott.   Statt Eltern einer in jeder Hinsicht gesunden Menschheit, wurde sie die Vorfahren einer eher wuchernden und Gott sehr entfremdeten Erdbevölkerung.

Die Sünde war in die Welt gekommen und durch die Sünde der Tod,  „der sich zu allen Menschen verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten . . .“  (Römer 5:12)

Soweit der grob skizzierte Ablauf der Ereignisse am Anfang der Menschheit. Zweck der Übung: den  logischen  Hintergrund unseres Bibelverständnisses leichter erfassbar zu machen. 


Und daher, lieber Jogi57L,   sage mir bitte,  welchen einigermaßen plausiblen Grund hätte ein allmächtiger Schöpfer nun wohl haben sollen,  diesen undankbaren Geschöpfen nebst aller Nachkommen  ein noch weit kostbareres Geschenk als das verschmähte Paradies in Aussicht zu stellen?  Statt eines Gartens der Wonne als Belohnung für Undankbarkeit gar einen viel komfortableren Himmel?   Wäre das nicht Ungerechtigkeit in Vollendung?  Oder der Gipfel der Unlogik? 

Gottes Schöpfung war einst  ein Paradies  -  und Gottes Schöpfung wird deshalb wieder ein Paradies!  Und keinesfalls ein  Wegwerfprodukt.

Ggf. noch etwas präziser hier:

http://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/g201301/was-ist-das-paradies/#?insight[search_id]=2cec015a-e18d-43e6-b0bf-c0dc3e0da137&insight[search_result_index]=2

Wenn uns dieser himmlische Vater  trotzdem wissen lässt, dass er  „die Welt so sehr geliebt hat,  „. . . dass er seinen einzig gezeugten Sohn gab,damit jeder, der [im Gegensatz zu Adam] Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe . . .“   dann ist das viel, sehr viel mehr,  als wir Menschen eigentlich hätten erwarten dürfen. (Johannes 3:16)

Und von daher ist es nicht nur recht und billig sondern absolut logisch,  dass alle,  „die nicht vernichtet werden“  nach Jesu Worten  in Matthäus 5:5  „die Erde erben werden.“   Diesen wunderbaren Planten mit seiner„Top Adresse“  -  so wie es von Anfang an vorgesehen war.

Für alle Bibel Erforscher, denen  diese Überlegungen fremd erscheinen . .. .

Für alle Bibel Erforscher,  denen  diese Überlegungen fremd erscheinen,  mag es hilfreich sein, zu berücksichtigen, dass Jesus selbst dieses Verständnis wiederholt deutlich bestätigt. 

So sagte er  bspw. in Johannes 3:13,  dass  „kein Mensch in den Himmel hinaufgestiegen ist, außer dem, der vom Himmel herabkam, der Menschensohn [er selbst, Jesus]“

Diese Worte geben  insofern zu denken,  als dass treue Menschen aus  der  Zeit lange vor Jesus — wie zum Beispiel Noah, Abraham, Moses und David —  demnach nicht in den Himmel aufgefahren sind.  (siehe auch Apostelgeschichte 2:34).  Wohin dann? Kurz gesagt: Sie ruhen im Grab, sie sind im Todesschlaf,  sind ohne Bewusstsein und werden eines Tages auferstehen (Prediger 9:5, 6; Apostelgeschichte 24:15).

Es bleibt also wie es ist:  „Was die Himmel betrifft, Jehova gehören die Himmel,  aber die Erde hat er den Menschensöhnen gegeben“  . . .  „der Bildner der Erde, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf,  der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde:  „Ich bin Jehova, und sonst gibt es keinen  (Psalm 115:16;  Jesaja 45:18)   Oder - wie Du selbst es treffend  formulierst  „einer in den Urzustand zurückgebrachten Erde“  um darauf  „Häuser zu bauen und selbst darin zu wohnen .. .“  (Jesaja 65:21)

Was aber hat es denn mit dem Himmelreich auf sich?

Die Bibel in ihrer Gesamtaussage verwendet den Begriff „Himmel“ unterschiedlich.  Sowohl für den buchstäblichen als auch für den geistigen Himmel (als rechte Wohnstätte der Engel -  wie oben zitiert aus Hiob 38).  Er wird sehr häufig auch als Sinnbild für Herrschaft verwendet (siehe der oben zitierte Text aus Psalm 115:16).  Der Kontext hilft zu verstehen,  was jeweils gemeint ist.

Deshalb werden Jesu Worte in Matthäus 7:21 von verschiedenen Übersetzungen uneinheitlich wiedergeben, je nachdem,  wie weit der Übersetzer die  Gesamtaussage der Bibel mit berücksichtigt!!

Luther übersetzt den Text:   „Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel“.

An der gleichen Stelle steht in der Elberfelder und in der Schlachter Bibel„Reich der Himmel“ 

Hoffnung für alle und die Gute Nachricht sagt dort:    Gottes neue Welt“

und am treffendsten die  Neue evangelistische Übersetzung:   „das Reich, das der Himmel regiert“

Und tatsächlich ist „Gottes Königreich“  der Regierungssitz der neuen Welt.

Jesu Hauptanliegen war es bekanntlich,  „die gute Botschaft von Gottes Königreich“ -  d. h. von dieser künftigen himmlischen Regierung,  zu predigen.  Dementsprechend kündigt er die emsige Predigttätigkeit seiner wirklichen Nachfolger  für die heutige  Zeit in Matthäus 24:24  treffend mit den Worten  an:  „. . .Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“

Der neue Himmel und die neue Erde,  wie sie in der Bibel sowohl in Jesaja 65:17   als auch in  2. Petrus 3:13   und in der Offenbarung 21:1  angekündigt werden beziehen sich daher auf das wiederhergestellte  irdische Paradies unter einer himmlischen Regierung.  Dieses Verständnis ergibt sich,  wenn man -  wie eingangs schon betont  -  die Gesamtaussage der Bibel zu diesem Thema würdigt.

Wenn Du es noch präziser möchtest, dann könntest Du es bitte unter diesem Suchtext ergooglen:  Was ist das Reich Gottes? jw   


Nun noch kurz zum Schlusspunkt Deiner Frage:    „sie werden nicht heiraten“  aus Matthäus 22:23-28.   

Darin geht es um eine Frage der Sadduzạ̈er,  die Jesus provozieren wollten,  weil sie nicht an eine Auferstehung glaubten.  Bewusst stellten sie daher einen extrem komplizierten aber fiktiven Fall  zur Diskussion    (eine Frau die nacheinander 7 Brüder als Ehemänner hatte).

Jesu knappe Antwort:  „Ihr seid im Irrtum, denn ihr kennt weder die Schriften noch die Macht Gottes“ und dann fügte er eine Erklärung hinzu,  die schon manche Frage ausgelöst hat,  die man jedoch nicht ganz eindeutig beantworten kann.

Wie immer man sie auch verstehen möchte,  sollte man zweierlei im Sinn behalten:

Die Bibel sagt nirgends, Gottes Auferweckung treuer Menschen würde gleichzeitig die Wiederherstellung ihrer Ehegemeinschaft bedeuten. Der Tod beendet eine Ehe. Die Auferstehung stellt sie nicht automatisch wieder her.

Andererseits  ist die Wiederherstellung eines irdischen Paradieses (wie oben geschildert)  die von Jehova verheißene Grundlage um „Häuser zu bauen und sie auch zu bewohnen.“  Es werden „die Sanftmütigen sein,  die  die (neue) Erde besitzen werden, Und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens.“ (Psalm 37:11)  Und diese in jeder Hinsicht wohltuende Fülle des Friedens wird auch diese Frage zur Freude aller Betroffenen lösen. Davon bin ich völlig überzeugt.

Und nun hoffe ich sehr, dass ich zur Beantwortung Deiner Frage beitragen konnte.

Ich wünsche Dir viel Segen für Deine weiteren Nachforschungen.

Alles Gute.



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@Abundumzu

Sehr tiefgehende, umfassende Antwort, abundzu. Kann man sagen, daß auf jeden Fall feststeht, daß der Tod eine Ehe zunächst scheidet, nach Jesu Aussage. Wer sagt aber, daß glückliche Partnerschaften nicht wieder aufgenommen werden dürfen? Unglückliche müssen nicht zwangweise weiter geführt werden, das ist in der Neuen Welt doch auch ein Segen?

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Glaubenskonflikt

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Hiob 1,6

Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor den HERRN zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte.

Jesus nannte sich auch Sohn Gottes und er war ein geliebter Sohn , an dem Gott Wohlgefallen hat .

Markus 1,11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.

Jesus lehrte , wer seine Brüder und Schwestern sind

Markus 3 da sagt Jesus

35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Jesus erklärt also das Sohnverhältniss zum Vater.

Markus 12 Vers 25

25 Wenn die Toten auferstehen, werden sie nicht wie hier auf der Erde verheiratet sein, sondern wie die Engel im Himmel leben.

Jesus beschreibt , dass Menschen wie Engel im Himmel sein werden , auch die , die Jesus als Bruder und Schwester und Mutter beschreibt .

Also jeder den Willen tut, ist ein Kind Gottes und wie ein Engel nach der Auferstehung.

hmm :-), wenn ich beleidigt werde , dann beleidigt man mich , auf die Wahrheit hin, welche die Bibel wieder gibt . Bedenkt das bitt , denn ich habe Bibelstellen mit angegeben.

lieben Gruß

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