Panikattacken, Angststörung, Soziale Phobie und Depression?

5 Antworten

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ich selbst leide an übelsten panik-attacken und depressionen, welche rezidiv (alle 3-5 jahre wiederkehrend) auftreten. es ist die absolute hölle.

grundsätzlich hat mir eine verhaltenstherapie geholfen damit umzugehen und nicht bei kleinigkeiten im alltag mich in die nächste angst-spirale zu gelangen.

in einer akutsituation reicht eine verhaltenstherapie leider nicht aus. unter diesen umständen kann fast nur eine pharmako-therapie (medikamente) helfen.

Ich selbst hatte "venlaflaxin", was bei mir gut gegen die panik-attacken half. gegen die depression half es allerdings eher bescheiden (wie auch andere antidepressiva". gegen die angst und die unaushaltbare innere anspannung half mir "lyrica" sehr gut. "lyrica" ist ein antieptileptikum und hat somit eine andere wirkungsweise wie antidepressiva. die ärzte resp. die krankenversicherung verschreiben es nicht gerne, da es neu auf dem markt ist und kein generika besteht. gegen die depression half bei mir fast kein medikament. ansatzweise half mir Wellbutrin, aber auch das in eher bescheidenem ausmass. ich war bereits in der EKT-Abklärung (Elektrokrampf-Therapie). Eine Spezialistin für Pharmakologie verschrieb mir am schluss noch Lamotrigin, was bei mir fast wie ein wunder wirkte. innerhalb von zwei wochen gings mir deutlich besser.

grundsätzliches. man kann sich von anderen leuten inspirieren lassen, doch du hast dein eigens gehirn. das heisst, dass die medikamente bei jedem individum anders wirken.

Vielen Dank Samm! Ich muss ja bald in eine Klinik und weiß nicht wie ich Speisesaal oder die Gruppentherapie überstehen soll. Ich hoffe daß auch für mich noch das richtige Medikamnet gefunden wird.

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Ich habe auch schwere Depressionen...es ging soweit das ich nicht mehr arbeiten kann. Mit den Medikamenten mußt dich richtig einstellen lassen.......welche dir helfen, weißt erst wenn du einige ausprobiert hast. Allerdings richtig helfen tun nur positieve Gedanken, die du dir immer wieder selber einreden mußt!!! wichtig ist eine Verhaltensteraphie.

Ich selber habe soziale Phobie und Depressionen. Inzwischen bin ich aber soweit, dass es mich nicht großartig in meinem Alltag einschränkt. Ich bin aber immernoch in Behandlung. Vor 1 1/ 2 Jahren ging es mir ziemlich dreckig, bin auch nicht mehr aus dem Haus gegangen, konnte keine Menschen um mich herum ertragen. Also ungefähr so wie bei dir. Ich habe damals ziemlich lange nicht darüber gesprochen- das war ein Fehler! Hätte ich früher mit meinen Eltern oder sonst irgendjemandem darüber geredet wäre es sicher nicht so schlimm geworden. Also sprich mit jemandem! Zusammen könnt ihr überlegen, wie man dir helfen kann, frei nach dem Motto zwei Köpfe wissen mehr als einer. Ich bin damals teilstationär in einer KJP gewesen. Habe auch Medikamente genommen (Fluoxcetin) wobei das eher gegen meine Depression war. Aber das beides hängt ja auch oft zusammen. Wird das eine besser, bessert sich auch das andere. Was die Sozialphobie angeht, ich musste einfach lernen damit umzugehen und üben den Zeitpunkt an dem ich aus der Situation flüchte weiter nach hinten zu verschieben. Ein Therapeut/in kann dir da auf jeden Fall bei helfen. Du musst aber auch wollen, dass sich etwas ändert, sonst hilft dir auch der beste Therapeut nicht. Ich wünsche dir viel Kraft für deine Zukunft!

Danke dir Rica. Fluoxcetin ahtte ich auch schon mal aber nicht vertragen. Ich schaffe es einfach nicht mit der Krankheit zu leben, sie frisst mich auf! Ich spreche mit jedem über meine Probleme, aber ich weiß einfach nicht weiter. In einer Klinik war ich schon. Jetzt steht der nächste Aufenthalt an und ich habe keine Ahnung wie ich den Speisesaaloder einer Gruppentherapie besuchen soll Alleine der Weg zur Klinik wird schon Horror. So hoch ist bei mir der Angstpegel!

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@Pedyxy

Das hört sich tatsächlich garnicht gut an. Versuch an Dich zu glauben, auch wenn ich weiß, dass das schwer ist. Wenn du das Gefühl hast von anderen beobachtet zu werden, versuch zurück- zubeobachten: schau dir die Leute genau an, die um dich herum sind (du musst ihnen dabei nicht in die Augen gucken) oder versuch dich auf deine visuelle Umgebung zu konzentrieren: sind die Fenster vlt. besonders schön, wie sehen die Fließen auf dem Boden aus? Sowas kann finde ich ganz gut helfen wenn man irgendwo entlang geht oder irgendwo sitzt, da es gut ablenkt und einen seine schlechten Gedanken vergessen lässt. Was ich auch immer gerne mache ist Musik hören! Das geht natürlich nur wenn du alleine bist, aber zum Beispiel wenn du auf dem Weg zur Klinik bist oder in der Stadt unterwegs.

Was auf jeden Fall ganz wichtig ist, ist es aus diesem Teufelskreis von schlechten Gedanken herauszukommen. Ich hoffe du bekommst in der Klinik nochmal einen neuen Rhythmus, der dir mehr Struktur gibt.

Hast du schonmal daran gedacht, deinen ambulanten Therapeuten zu wechseln? Vielleicht kann dir ein neuer Therapeut andere perspektiven aufzeigen. Frag doch einfach mal in der Klinik, ob sie jemanden kennen, der "gut" ist.

Und was das Medikament angeht: wenn du es nochmal mit Medis probieren möchtest, die Ärzte in der Klinik wissen sicher Alternativen!

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