Panikattacke: Wie wirkt es, wenn sich jemand behutsam einer Angstsituation aussetzt?

3 Antworten

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Es gibt Therapeuten die dich an die Angst heran führen um sie zu überwinden aber das sollte man immer mit Therapeuten machen die sind darauf geschult.

Also nix mit Waldspaziergängen in mondlosen Nächten?

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@NewKemroy

Eine Exposition gehört gut vorbereitet (Anamnese) in die Hände eines erfahrenen Psychotherapeuten!

Jedes "versagen" kann die Symptomatik verschlimmern und das Fluchtverhalten fördern.

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@NewKemroy

Das ist die Realität. Ich begleite meine Frau seit vielen Jahren durch die Traumatherapie.

Anfangs versuchte man es mit Exposition- brach das aber sehr schnell ab. Trotzdem hat das ihre Trauma bedingte Panikstörung massiv verschlechtert!

Auch sie ließ sich zu Selbstexperimenten hinreißen- leider. Das aufzuarbeiten verläuft zäh und ist verdammt anstrengend- sowohl körperlich als auch seelisch.

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Du musst mMn zwei Situationen unterscheiden:

Die angstauslösende Situation, ohne etwas gegen die Angst machen zu können und ohne Sicherheitsabstand > vergrößert die Angst.

Beispiel: Du wurest mal von bestimmten Menschen (typisches Aussehen) mit dem Messer attackiert. Jemand zwingt dich, Zeit in Gesellschaft ählicher Menschen zu verbringen. Du hast ständig größere Angst, angegriffen zu werden.

Die angstauslösende Situation in Sicherheit aus größerer Distanz mit dem Wissen, dass dir nichts passieren kann > kann die Angst verringern.

Du wurdest mal von einem Schäferhund gebissen. Jemand zeigt dir einen sehr verspielten Schäferhund hinter Gittern, er spielt mit dem Hund, führt ihn ans Gitter, der Hund ist freundlich, du entspannst dich, gehst ins Gehege, während d er Hund Maulkorb trägt, du merkst, dass er dir nichts tut, spielst mit ihm, der Maulkorb kommt runter, der Hund tut dir immer noch nichts -> die Angst verringert sich. Trotzdem kann die Angst bei fremden Hunden noch lange wieder kommen und du brauchst viel Erfahrung mit Hunden aus sicherer Distanz, bis diese Angst komplett weg ist.

Es ist auch mehr so: Panik löst Herzrasen aus. Nicht umgekehrt. Ich hatte Angstattacke ohne konkreten Auslöser. Dabei fühlte ich Angst und hatte teilweies Kopfschmerzen. Kopfschmerzen außerhalb dieser Situation hätten die Angstattacken nicht verringert!

Panik löst Herzrasen aus. Nicht umgekehrt. 

Dem ist nicht so.

Die klass. Herzsymptomatik (Tachycardie, Angina pectoris, Bradycardie, Herzinfarkt) lösen i.d.R. Panikattacken aus. Tavor gehört in solchen Fällen stets zur Standardtherapie.

Asthmaanfälle mit akuter Atemnot ebenfalls.

In beiden Fällen würde eine Konfrontationstherapie - also eine Gewöhnung - nichts bringen.

Eine Exposition gehört gut vorbereitet (Anamnese) in die Hände eines erfahrenen Psychotherapeuten.

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Es geht nur darum, was ist wenn man etwas völlig Neues tut, das ein bisschen angsteinflößend ist.

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es kommt nicht drauf an welche Symptome durch eine PA ausgelöst werden ,sondern was die PA verursacht hat...du kannst keine Symptome mit einer gestellten Situation "üben"

Das fiese an PAs ist,dass sie nicht an bestimmte Situationen gebunden sind wie Phobien...sie kommen vielmehr aus heiterem Himmel...irgendwie,irgendwo,irgendwann

Oft gibt es kurz vor einer PA ein leeres, stark beklemmendes Gefühl mit totalem Kontrollverlust...

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Es geht nur darum, was ist wenn man etwas völlig Neues tut, das ein bisschen angsteinflößend ist.

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@NewKemroy

PAs sind ein eigenes Animal und wegen des unspezifischen und heftigen Auftretens nicht so einfach mit Konfrontationstherapie zu behandeln...und Falschschirmspringen wäre Wahrscheinlich sein Ende

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