Panador Touristik

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2 Antworten

Wir sind im Juni 2016 mit Panador gefahren und können nur bestätigen, was vorher gesagt wurde. Keine Verbesserung, Streß ohne Ende!

Wer die Schönheiten Norwegens sehen möchte, ist hier falsch! Nur im Vorbeifliegen d.h. aus dem Busfenster und auf der kürzesten Route zum Nordkap und zurück sammeln Sie Eindrücke. Die genaue Route wird Ihnen nicht mitgeteilt, Sie versuchen diese auf einer 1:2,5 Mio Karte auszumachen.

Wir waren zu spät am Geiranger Fjord, das Schiff war weg! Uns wurden Märchen erzählt, damit wir nicht auf der Fahrt bestanden und ein (viel billigeres) Ersatzprogramm  angepriesen. Recherche ergab, dass wir viel zu spät losgefahren sind und die Angaben schlichtweg falsch waren. Panador lehnt eine Rückerstattung ab!

Die Hurtigrutenfahrt, mit Spannung erwartet, war wohl die langweiligste Route überhaupt! 4 Stunden nach 3stündiger "Freizeit" in Tromso im Regen, wo nun wirklich nichts los ist. Dafür sind wir aber an interessanten Orten vorbeigezischt.

Man braucht viel Sitzfleisch, einen Magen wir ein Pferd und muß die Verdauung vorher trainieren, denn Frühstück um 5 h, HP (zu der einem dringend geraten wird) um 22.25 h, Tages-Selbstverpflegung unmöglich, da die Busfahrer Ihren Verdienst durch Verkauf von Milchreis, Würstchen und Suppen, die stundenlang im fahrenden Bus aufgewärmt wurden, aufbessern und irgendwo halten, wo es nichts zu kaufen gibt. Außerdem hatten sie Unmengen an alkoholischen Getränken, Softdrinks und Mineralwasser dabei, so dass nicht nur über Tage, sondern auch bis in die Nacht in der Busbar gebechert werden konnte. Am Zoll sollten wir sagen, dass uns das alles gehöre! Täglich wurde abkassiert. Das HP-Essen war miserabel, teilweise kalt, ewig warmgehalten.

Die Benutzung der Bustoilette war unerwünscht, diese meist verschlossen, Schlüssel beim Busfahrer. Lange Schlangen an den Toiletten, teilweise wurde von uns 1 € für den Toilettengang abverlangt, Unisex-Toiletten, manchmal auch nur eine einzige Toilette für den gesamten Bus, sind keine Seltenheit oder Plumpsklos. Einmal sollten wir uns sogar in der Wildnis "erleichtern"!

Die Krönung war eine stundenlange Fahrt auf unbefestigter Straße mit Schlaglöchern in Finnland, die uns als Route 66 verkauft wurde! Rechts und links nur Bäume. Nachdem wir so richtig durchgerüttelt und durchgeschüttelt waren und dachten, dass der Bus gleich auseinanderfällt, landeten wir in einem total verlassenen, abgelegenen Skigebiet! Dort war unser Hotel, weit ab von der eigentlichen Route.

Die Hotels sehr unterschiedlich. Die meisten haben Kategorie A und B-Zimmer. Die B dann für Busreisende.

Leider hatten wir nicht das Glück wenigstens nette Busfahrer/Reisebegleiter zu haben. Diese waren teilweise unverschämt und frech. Der 70-jährige Busfahrer wohl früher beim Militär! Wir haben uns gefragt, ob ein 70jähriger überhaupt so eine weite Strecke fahren sollte mit der Verantwortung für ca. 50 Leben. Zum Glück hat's nicht gekracht, aber es war schon mal recht knapp!

Wer denkt ein Reisebegleiter oder Busfahrer, der schon X-mal am Nordkap war könnte wenigstens was über Land und Leute erzählen ist getäuscht. Ein Reisebegleiter ist kein Reiseleiter! Er erledigt nur das Ein- und Auschecken und bestimmt die Abfahrts- und Ankunftzeiten. Diktatorisch, keine Widerrede, sonst kann er schon mal recht laut werden! Wir wurden sowieso in die Schubladen "dement" und "unintelligent" gesteckt und uns dies auch noch mitgeteilt...

Und wer jetzt denkt, eine Beschwerde hätte Sinn, der täuscht sich ganz gewaltig!

Nie nie wieder!!

Gut beschrieben. ich bin einer dieser "Diktatorischen" Reiseleiter. 

Obwohl ich meinen Gästen soviel Informationen biete, dass sie meist überfordert sind, und an manchen Tagen nichts mehr hören wollen. 

Die Schilderungen entsprechen den Tatsachen. Diese Reise ist eigentlich sehr schön, steht und fällt aber mit der Flexibilität und Ausdauer der Busfahrer. (Der Reiseleiter hat da ofiziell nichts zu bestimmen, was zum Beispiel Haltepunkte betrifft) Da man mindestens 8000 Km fahren muss sind das durchschnittlich 660 Km pro Tag. (Norwegen hat 2800 km Ausdehnung, und das muss halt einmal rauf und einmal runter abgefahren werden, egal ob Teilstrecken in Norwegen, Schweden oder Finnland) Da können manche Streckenabschnitte öde werden, vor allem im Norden Finnlands und Schwedens, wenn es halt durch weite, unbewohnte Gebiete geht, wo nur Birkenwälder existieren. Es gibt da keine Alternative, und es existiert, auch in Norwegen, nur EINE einzige Route. 

Und manchmal ist der Zeitdruck doch gewaltig, sodass man leider oft später als geplant in den Hotels zum Abendessen eintrifft. Soll man deshalb alle Besichtigungen einfach streichen, nur damit man rechtzeitig zum Essen kommt? (Das Essen ist aber eigentlich überall recht gut. Dass Hotels im Norden abgelegen positioniert sind, lässt sich nicht vermeiden. Nördlich des Polarkreises gibt es nur in Norwegen Staedte. eigentlich nur Bodö und Tromsö. Alles andere hat maximal 15 000 Einwohner) 

 Dazu kam in diesem Falle noch etwas Pech. Der Streckenabschnitt der Hurtigrouten ist auf jeder Tour anders. Und die Strecke von Tromsö Richtung Süden ist leider die eher langweiligste. der Teilabschnitte. Dass der Geirangerfjord nicht erreicht wurde, lag entweder am Fahrstil des Busfahrers, bzw dessen Überblick über die zu fahrende Strecke. Oder das Verkehrsaufkommen war einfach nicht mehr zu bewältigen, was im Juni oft vorkommt, da dann tausende von Wohnmobilen alles blockieren. 

Das Toilettenproblem ist der Dauerbrenner (Grosses Problem für ALLE) , aber was gäbe es für eine Alternative? In Deutschland gibt es noch erheblich weniger öffentliche Toiletten, als in Skandinavien. Und die Bustoilette hat eine begrenzte Aufnahmekapazität. 

Dass die Busfahrer Getränke und auch Essen anbieten, ist auf Wunsch vieler Gäste erst eingeführt worden, weil die Preise in Skandinavien dafür doch horrend sind, alleine für Mineralwasser. Es wird aber niemandem aufgezwungen.

  

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Nordkapreise 12 Tage im August 2014. Chaotischer Verlauf; Reisezeiten von bis zu 16 Stunden pro Tag. Ankunft in den Hotels teilweise erst 23.30h oder auch 0.40h. Dann noch Essen fast kalt. Morgens Aufstehen um 5 Uhr. Manchmal falsche Hotels angefahren, weil falsche Adressen in den Reiseunterlagen der Reiseleiterin, dann musste die Strecke zurückgefahren werden. Der Veranstalter hatte eine internationale Radveranstaltung in der Nordkapregion nicht eingeplant, so mussten wir überfrüht das Hotel verlassen, weil sonst das Gebiet per Militär abgesperrt wurde und man dann nicht mehr aus der Region rauskam. In einem Fall mussten wir auf eine Städtebesichtigung verzichten, weil wir sonst den nächsten Punkt/Schiffahrt auf dem Geirangerfjord zeitlich nicht schaffen würden. Wurden gezwungen, dem schriftlich zuzustimmen. Also die Reise war Stress ohne Ende, nur dank des hervorragenden Busteams wurden viele Mängel halbwegs abgemildert.Panador sollte sich besser "Pandora" nennen, das würde besser zur Realität passen. Ich kann nur abraten mit diesem Veranstalter eine Reise zu machen.

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