Palenque sicher oder unsicher?

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3 Antworten

In ganz Mexiko trifft man Wegelagerer, Betrüger, sturzbetrunkene LKW Fahrer, die einem schlingernd entgegenkommen auf Bergstraßen am Abgrund, ohne Begrenzung. Es gibt wirklich üble Typen da.

Natürlich gibt es auch sehr nette, liebevolle, herzliche und gastfreundliche Menschen, aber wir reden nun mal von dem Innland. Ich bin dort überall mit öffentlichen Verkehrsmittel oder Sammeltaxis hingefahren. Das ist besser als mit einem Mietwagen.

Meine Erfahrungen mit Mietwagen sind alle negativ. Wenn man es irgendwo abstellt, kommen Scharen von Kindern aus allen Ecken, weil ein "Gringo" mit einem Auto gekommen ist. Sie bieten an, das Auto zu "bewachen", gegen Gebühren die es in sich haben. Als ich, arglos, das ablehnte, und eine kurze Bootsfahrt machte, fand ich das Auto mit vier durchgestochenen Reifen an.

Beim nächsten Mietwagen habe ich die "Protection" natürlich bezahlt, aber das ging wirklich ins Geld, und war weit teurer als das Auto die ganze Woche an Miete gekostet hatte. Ich bin daher auf Bus umgestiegen. Das war ganz witzig. Die Busse sind meistens voll. Fahrgäste die keinen Platz mehr bekommen, bestechen den Busfahrer und dürfen dann doch mitfahren. So sind die Busse immer sehr überfüllt. Sie rasen mit diesem Übergewicht durch kleine Dorfstráßen, aber in meinem Fall ist alles gut gegangen. 

Palenque ist am schönsten wenn es geregnet hat und aus dem Urwald die Nebelschwaden aufsteigen. Überhaupt sind die alte Tempelanlagen einen Besuch wert, da das Land sonst nicht viel zu bieten hat. Die Dörfer und Märkte hat man schnell gesehen, und vieles sieht doch sehr spanisch aus. 

Aqua Azul ist schön, aber dort wimmelt es von Touristen. Solltet ihr nach San Christobal de las Casa fahren, erkundigt euch erst nach der politische Situation. Ich bin dort früher mal in den Chiapasaufständen geraten, und saß Wochenlang in einem ungeheiztem Hotel fest. Es wird sehr kalt im Hochland. 

Du fragtest nach der Sicherheit. Überall auf der Welt kannst du Glück und Pech haben. In Mexico kommt das Pech öfter vor :)

Von den Franeleros, also den Auto-"Bewachern" hätte man vorher gelesen wenn man sich informiert hätte. Das ist in ganz Mexiko üblich und auch nicht nur bei scheinbaren Gringos. Durch diesen Teil wirkt der ganze Beitrag leider ziemlich abschätzig dem Land gegenüber.

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@Kickflip99

Wenn die Realität nicht so ist, wie du sie gerne hätte, heißt das nicht, dass meine Darstellung "abschätzig" ist. Ich schreibe immer sehr präzise die Umstände, und halte mich an die Fakten. Die Interpretation ist dann Privatsache des Lesers.

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Das ergibt jetzt keinen Sinn. Die Realität ist so wie du sie beschrieben hast. Trotzdem hätte man das vorher wissen können.

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Das Festland in Mexiko ist nicht ganz ungefährlich, wenn man das auf eigene Faust macht. Es ist schwer vorauszusagen, wie z.B. Auch die Polizei auf Touristen reagiert, die mit Mietautos unterwegs sind. 

Der Drogenhandel in Mexiko ist momentan ein unkalkulierbarer Faktor. Jedenfalls ist Militär und Exekutive sehr nervös. Auf alle Fälle musst du dich auf viele gründliche Kontrollen einstellen.

Als Ergänzung zu dem was hier bereits geschrieben wurde: in Chiapas werden immer wieder durch die Anwohner Straßen gesperrt, häufig im Rahmen eines Protestes  und die Weiterfahrt gegen ein Entgelt gestattet. Das erfolgt teilweise über mehrere Stunden und kann sehr bedrohlich wirken, wenn die Leute etwa vermummt und / oder bewaffnet sind. Ich würde ohne mexikanische Begleitung oder ohne mich vorher genauestens über die Route informiert zu haben da nicht per Auto unterwegs sein. Auch weil die Straßen teilweise in katastrophalen Zustand sind.

Wenn man das Abenteuer liebt kann man das natürlich trotzdem machen aber man sollte sich vor Ort noch mal über etwaige Proteste und Straßensperren informieren. Die Busfahrer von ADO zB informieren sich immer gegenseitig wo gerade Sperren sind und nehmen dann eine andere Route.

Gut....das bestätigt dann eher meine Befürchtungen:D 

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Es ist leider die Wahrheit, Chiapas ist wenn man alleine reist eher etwas für Abenteurer.. mit ortskundigen Einheimischen kann es aber großartig sein

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