Paläontologie, wie viel ist dabei bürojob?

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2 Antworten

Zuvor: Ich bin selbst kein Paläontologe, habe aber im Rahmen meiner Buchrecherche viel über ihre Arbeit herausgefunden. Leider kann ich dir nicht genau sagen, wie sich die Arbeitsverteilung in Stunden rechnet - aber vielleicht kriegst du ja noch ein paar Antworten von anderen Nutzern. Wir haben hier auf dieser Plattform einen echten Paläontologen, vielleicht sieht er deine Frage ja noch. =)

Wie und was du als Paläontologe machst, kommt ganz darauf an, in welchem Bereich du genau arbeitest. Da Stellen für Paläontologen knapp sind, kannst du dir leider nicht aussuchen, wo du später angestellt sein möchtest und wie sich da dein Arbeitsalltag zusammensetzt. Grabungen und Laborarbeit, natürlich auch Lehrtätigkeit am Institut, aber auch reine Schreibarbeit, das Ausarbeiten von Vorträgen und natürlich auch das Verfassen von Fachbeiträgen in Zeitschriften oder sogar eigener Bücher nimmt mal mehr, mal weniger Platz in deinem Leben ein.

Die Arbeit der Paläontologen bei uns in Deutschland ist selten mit so viel Prestige und Fame verbunden wie in Amerika. In Dokumentationen hat man leicht den Eindruck, dass Paul Sereno, Robert Bakker, Phil Currie und Jack Horner fast die ganze Zeit draußen im Gelände herumtigern und Knochen jagen - aber das ist ganz gewiss nicht ihr Hauptjob. Auch sie verbringen die meiste Zeit im Büro.

Die Grabungsarbeit wird bei uns in Deutschland vor allem in der warmen Jahreszeit verrichtet. Da viele dieser Grabungen auch an Studienseminare gekoppelt sind, bist du meist nur in der vorlesungsfreien Zeit draußen, also dann vor allem von Juli bis Oktober; und das natürlich nicht die ganze Zeit, sondern eben nur solange, wie die Grabung angesetzt ist. Das sind mal mehr, mal weniger Tage. Wie oft genau kann aber je nach Institut, aber auch natürlich nach Ausgrabungsstätte sehr variieren.

Im Büro sitzt du dagegen weitaus häufiger. Die meiste Zeit sitzt ein Paläontologe vor dem Bildschirm und tippt. Wenn er das nicht tut, sitzt er die zweitmeiste Zeit vor dem Miksoskop oder hat andere Laborwerkzeuge in der Hand, führt Versuche durch, sammelt Daten. Könnte man ebenfalls als Bürojob sehen, es ist ja drinnen. Im Feld ist er dann wie gesagt nur ein paar Tage im Jahr. Die meisten Paläontologen würden ihre Arbeit selten als abenteuerlich oder aufregend, aber auf jeden Fall als abwechslungsreich beschreiben - jedenfalls die, mit denen ich mich unterhalten habe.

die tante google erzählt dir sehr viel dazu .  frag sie mal .

www.bic.at/berufsinformation.php?

Zumal das, wie in jedem Beruf, von Stelle zu Stelle sehr unterschiedlich sein kann. ;)

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