P-Konto, trotzdem Pfändung per Lastschrift?

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2 Antworten

Ist es überhaupt erlaubt, trotz P-Konto und vorliegen der
Vermögensverhältnisse, Rentennachweis, Geld per Lastschrift vom Konto
meiner Mutter abzuziehen?

Scheinbar hat deine Mutter eine Einzugsermächtigung an den Gläubiger gegeben. Da die Summe zu schwanken scheint, ist es wohl eine Blanko-Einzugsermächtigung. Es wird vieleicht im Schriftverkehr eine Vereinbahrung geben, das der Betrag den wirtschaftlichen Verhältnissen angepasst sein sollte.

Meine Empfehlung:

1. Lastschrift umgehend zurück buchen lassen.
Freibetrag für P-Konto
€ 655 + € 220 = € 875 <-> liegt damit unter dem Freibetrag von € 1074.

2. Dauerauftrag über die bisherige Rate einrichten.
Warum 10-20 Euro? Wieso wechselt die Ratenhöhe?

3. Die Rate überweisen, die anstatt der 220 Euro fällig gewesen wäre.
Mindestens in der Höhe, wie die bisher kleinste Abbuchung duch den Gläubiger.

4. Einzugsermächtigung sofort schriftlich beim Gläubiger kündigen und darüber informieren, das nun ein Dauerauftrag eingerichtet ist.

5. Den Sachverhalt über die überraschende Abbuchung von € 220 nach dem 1. Gerichtstag dem Landgericht schriftlich mitteilen. Fotokopie des Kontoauszuges beilegen. Bitte dabei sachlich bleiben und alle Fakten auflisten.
Sollte ein Anwalt deine Mutter vor dem Landgericht vertreten, ihm die Infos geben, damit er dies dort vorlegen kann.

5b. Sollte nun ein Vergleichsangebot des Gläubigers per Post kommen, bitte prüfen ob und wie dort die Restsumme erwähnt wird. Auch wäre interessant zu wissen ob hier die Einzugsermächtigung erwähnt wird.

Weitere Schritte können hier nur empfohlen werden, wenn weitere Fakten vorliegen.
Das sollte dann aber einer der Anwälte/ Rechtsexperten hier machen, da ich nicht alle juristischen Möglichkeiten kenne.

Laredo75 09.03.2016, 15:14

Hallo, danke für die ausführliche und wunderbare Antwort. Von Seiten meiner Mutter aus, wurde keine Einzugsermächtigung, an den Gläubiger abgegeben. 

Ich habe nun die Sachlage dem Anwalt meiner Mutter mitgeteilt, welcher sich umgehend mit dem Anwalt des Gläubigers, sowie auch mit der Richterin vom LG, in Verbindung setzen will.

Die Richterin ist eh nicht gut auf den "Gläubiger" und dessen Anwältin zu sprechen. Der Vergleich wurde auch von der Richterin aufgesetzt und der Gläubiger hat nun 3 Wochen Zeit, gegen diesen Widerspruch einzulegen. 

Mal sehen was als nächstes kommt!

Danke & Gruß!

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Wenn ihr euch das gefallen lässt,ihr müsst ja nur die Lastschrift wieder zurückholen,blöd nur das es dann wieder an den Freibetrag angerechnet werden kann.Auch bei einen P- Konto können Lastschriften getätigt werden.Nur wenn das nicht okay ist ,dann sollte man sich das Geld zurück holen.Den wenn der Betrag einmal storniert wird ,kann es kein weiteres Mal mehr abgebucht werden.Diese Herrschaften versuchen halt alles.Besonerst bei älteren Leuten ,denken sie ,da haben sie leichtes Spiel.

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