P-Konto, Freibetrag überschritten, was passiert mit dem Rest?

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3 Antworten

Du schreibst dein Freibetrag wäre deutlich überschritten . Gehalt 1800€ Jetzt hilf mir mal , wenn dieser Netto - Verdienst auf deinem Konto landet , hast du dann Unterhaltsberechtigte? Z.B. 2 Kinder ? Da läge dein Freibetrag bei etwa 1700€ . Und hast du diesen Freibetrag auch entsprechend erhöhen lassen ? Etwas mehr Info , warum du trotz Inso soviel Netto übrig hast . Gepfändet wird in der Regel ja schon über die Abrechnung , also bevor das Geld auf deinem Konto landet .

Alles was über den Freibetrag geht, wird "ausgekehrt", also an Deinen Verwalter abgeführt. Aber warum ist der Freibetrag überschritten? Wird Dein Gehalt nicht schon vor Auszahlung bereinigt? Oder war das Rest vom Vormonat?

Ron420 14.01.2016, 20:42

Es wurde noch gar nix gemacht, ich sehe mein komplettes Gehalt auf dem Konto kann aber nur 1078€ ausgeben. Was passiert denn mit dem Rest im nächsten Monat?

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DieMoneypenny 14.01.2016, 20:43

Der Rest wird abgeführt und Dir stehen wieder 1078 Euro zur Verfügung. Warum wird denn nicht direkt von Deinem Gehalt abgeführt?

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Ron420 14.01.2016, 20:47

Ich weiß es nicht, bis jetzt ging noch nix an mein Treuhänder, Pfändung habe ich auch keine drauf. Also was ich in den neuen Monat nehme ist dann einfach "weg" ?

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DieMoneypenny 14.01.2016, 20:50

Naja, wenn Du insolvent bist, müssen Deine Schulden ja mit irgendwas getilgt werden?!? "Weg" ist da relativ...
Aber in der Regel wird dir erst gar nicht Dein volles Gehalt ausgezahlt. Ist Dein Verwalter denn informiert, dass Du jetzt mehr verdienst?

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Ron420 14.01.2016, 20:54

Ja das ist er, deswegen wundert mich das alles

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DieMoneypenny 14.01.2016, 21:06

Naja, aber egal wie vorgegangen wird, am Ende bleibt Dir nur der Freibetrag. Eigentlich müsstest Du die Differenz selbst abführen, wenn sie nicht direkt vom Arbeitgeber vom Gehalt abgeführt wird. Deshalb solltest Du dringend beim Verwalter nachhaken.

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Juyanbe 15.01.2016, 20:36

508,28 € werden bei einem Nettoeinkommen von 1800€ gepfändet .
Bleiben also quasi 1291,72 € als Pfändungsfreibetrag über .
Nu rückt die Bank ja nur 1079,99€ raus ........
Ich denke mal diese 508€ muss er/ sie im Nachhinein an den TH überweisen , bzw wird die Bank das erledigen . Aber die Differenz die überbleibt , das sollte geregelt werden . Es kann ja nicht sein das man an Geld welches einem zusteht nicht rankommt :-(

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DieMoneypenny 16.01.2016, 11:36

Stimmt. Da muss anscheinend einiges geregelt werden. Normal dürften vom Arbeitgeber nur die 1.291,72 Euro ausgezahlt werden und der Bank vom Amtsgericht der korrekte Freibetrag mitgeteilt werden. Wenn das dann nachweisbar sein einziges Einkommen ist, kann beim Amtsgericht sogar eine uneingeschränkte Freigabe des Kontos beantragt werden, damit er nicht jeden Monat das Konto bis zum Freibetrag leer räumen muss!

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Ja wenn du in Iso bist ,benötigst du eigentlich kein P- Konto.Eins ist nur sicher ,du hast nur deinen Freibetrag zur Verfügung und das wird auch noch eine Weile dauern.Die Leute meinen ,wenn sie in Inso gehen ist alles gut.Bis zur Beendigung der Inso ist nun mal ein harter Weg.

Amtsschimmel25 18.01.2016, 11:22

Das ist nicht ganz korrekt. Die INSO umfasst nur Schulden/Forderungen bis zur Eröffnung des Verfahrens. Alles was an Verbindlichkeiten nach der Eröffnung (sog. Neuverbindlichkeiten)des Verfahrens entsteht ist aus dem unpfändbaren Einkommen durch den Schuldner zu bedienen.  Diese sind, sofern sie nicht bedient werden auch nicht von der RSB erfasst. Ein P-Konto macht also auch während einer INSO durchaus Sinn.

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