Ovid Zeitalter am Anfang, wieso und was für eine Botschaft?

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2 Antworten

Die Begründung findest du in den ersten 4 VErsen der Metamorphosen:

di, coeptis (nam vos mutastis et illas)
adspirate meis primaque ab origine mundi
ad mea perpetuum deducite tempora carmen!

Götter, (den ihr habt auch jene verändert)
haucht meinem Begonnenen zu und führt mein Lied
als ununterbrochenes vom Ursprung der Welt bis zu meinen Zeiten.

=> Wenn er beim Ursprung der Welt starten will und am Ende bei seiner Zeit (also seiner Gegenwart => Augustus) landen will, ist es nur konsequent, dass er mit dem Schöpfungsmythos startet. Denn das IST ja der Ursprung der Welt.

=> Er stellt sich damit on die Reihe der "Annalisten" (=Jahrbuchschreiber) und Historiker und diese galten damals als besonders glaubwürdig / gewissenhaft / zuverlässig. (=> z.B. Livius). Dies widerspricht aber der Tatsache, dass diese ganzen Metamorphosen nun alles Andere als glaubwürdig sind. Man kann daher argumentieren, dass er das alles ironisch oder zumindest nicht ganz ernst nimmt. Ich glaube, das ist seine Art von subtilem Humor.

LG
MCX

Ganz am Anfang stehen sie ja nicht. Zerst kommt die Erschaffung der Welt, dann die Entstehung des Menschen. Hieran schließen die 4 Zeitalter an, die die Degeneration und den moralischen Verfall der Menschheit beschreiben. Das lässt sich ein wenig mit der Bibel vergleichen, wo Gott am Ende die Sintflut schickt und nur Noah und Co überleben. Ähnliches geschieht auch in den Metamorphosen: Eine Sintflut vernichtet die gesamte Menschheit außer Deukalion und Pyrrha, die dann ein neues Menschengeschlecht erschaffen.. Interessant sind in die Texte auch im politischen Sinne (Kommunismus, Rechtssysteme (Wie sollte das Zusammenleben von Menschen organisiert sein?), Was bringt Wissen? etc.).

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