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4 Antworten

Es gibt keine Religion die "Orthodoxismus" heißt.

Orthodoxie ist ein Oberbegriff für religiöse Traditionen, sich sehr eng an den frühen Interpretationen der Lehre halten. Anpassungen an andere Verhältnisse zB "moderne Zeiten" finden kaum statt.

Es gibt also orthodoxe Strömungen in praktischen allen Religionen. Man "bleibt beim Bewährten" und ist nicht besonders reformfreudig.

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Enzylexikon 03.12.2015, 20:48

Gewissermaßen eine Steigerung der konservativen Orthodoxie wäre der radikale religiöse Fundamentalismus.

Dann werden nicht nur Änderungen der Lehre abgelehnt, sondern nur die eigene Ansicht als absolut wahr angesehen.

Teilweise wird in den fundamentalistischen Auslegungen der Religion die Rückkehr zu den Wurzeln einer Lehre, also dem "Fundament" des Glaubens, sogar gewaltsam angestrebt.

Daher hat die Bezeichnung "Fundamentalist" meist einen negativen Beigeschmack, obwohl weder das Festhalten an bestimmten Auslegungen (Orthodoxie), noch die Besinnung auf den Ursprung der Lehre (Fundamentalismus) an sich schlecht sind.

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Enzylexikon 03.12.2015, 21:00
@Enzylexikon

Das Gegenteil der orthodoxen Auslegung einer Schrift wäre dagegen eine Reformbewegung, deren Ziel es ist, die ursprüngliche Lehre möglichst alltagstauglich und lebensnah zu lehren.

Eine orthodoxe Regel besagt zB dass man bestimmte Kleidungsstücke tragen soll, weil dies in der heiligen Schrift steht, oder die Texte nur in einer bestimmten Sprache zu lesen.

Eine reformorientierte Auslegung wäre, diese äußerlichen Dinge für unwichtig ansehen und stattdessen eine moderne Interpretation anzustreben, bei der man den Sinn der Lehren betont, statt deren äußere Form.

Natürlich führen diese Gegensätze zu ideologischen Konflikten.

Anhänger reformierte Bewegungen könnten den orthodox ausgerichteten Menschen vorwerfen, die Schriften zu wörtlich zu nehmen, "ewig gestrig" zu sein und sich in Religion, Verhalten und Gebräuchen nicht anpassen zu wollen.

Anhänger orthodoxen Bewegungen könnten dagegen reformatorisch ausgerichteten Menschen vorwerfen, sie würden die altehrwürdigen Lehren missachten und die ursprüngliche Lehre zu verwässern und  zu lasch auszulegen, nur um sie der Moderne anzupassen.

Beide Kritikpunkte können, in gewissem Rahmen, gleichermaßen richtig sein.

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ich gebe Daguett und Enzylexikon über weite Bereiche recht, ergänze aber:

wenn du "orthodox" im Christentum meinst, hat es die Bedeutung einer Konfession bekommen und hat einen nationalen Zusatz, beispielsweise rumänisch-orthodox, russisch-orthodox, griechisch-orthodox usw.

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Der orthodoxe Glaube ist ein Bestandteil des christlichen Glaubens. In der Regel wird die Ostkirche und die griechische Kirche als orthodox bezeichnet.

Der Begriff orthodox bedeutet soviel wie strenggläubig. Man kann also unterschiedliche Glaubensrichtungen, z.B. im Judentum, auch als orthodox bezeichnen.

Zu weiteren Informationen stelle ich Dir einen Link ein:

http://www.orthodoxe-kirche.de/

Zusätzlich habe ich auch noch ein Video gefunden, welches gleichsam interessant sein dürfte.

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NEIN, ist es nicht. Orthodoxie ist eine Interpretation einer Lehre, denn es gibt orthodoxe Christen, orthodoxe Juden und Muslime sunnitischer Herkunft bezeichnet man teilweise auch als orthodox.

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