Organspende/Organtransplantation: Warum wird bei Nichtvorhandensein eines Organspendeausweises nicht automatisch von der Ablehnung von Organspende ausgegangen?

23 Antworten

  • Nein, ein Organspendeausweis kann sowohl zur Zustimmung als auch Ablehnung verwendet werden. Es gibt eine "Nein"-Möglichkeit auf dem Ausweis.
  • Wer also keinen Organspendeausweis bei sich trägt, hat sich mit großer Wahrscheinlichkeit entweder keine Gedanken darüber gemacht oder es war ihm nicht so wichtig, als dass er sich zum Tragen eines Ausweises für ein Ja oder Nein entschieden hätte. Oder aber er hat sich bewusst dafür entschieden, dass es im Falle seines Todes eben die Verwandten zu entscheiden haben, was ja durchaus auch ein sinnvoller Gedanke sein kann, denn die Verwandten werden mit der Entscheidung leben müssen, nicht der Tote.
  • Hat der Spender sich nicht zeit Lebens entschieden, werden also die Verwandten gefragt. Das erscheint mir ein geradliniges Vorgehen.
  • Ratschlag: Wenn du auf keinen Fall Organe spenden möchtest, dann führen ein "NEIN" mit dir. In welcher Form auch immer. Informiere auch deine Verwandten entsprechend. Es ist deine Entscheidung, also treffe sie bitte auch.

"...Warum werden in Deutschland trotzdem die Angehörigen eines möglichen Spenders gefragt, ob sie einer Organspende zustimmen?" (Ihr Zitat)

...Ganz einfach: Weil das ebenfalls ein "Weg" zur Organspende ist.

...Nicht jeder möchte - aus verschiedenen Gründen - solch einen Ausweis ausfüllen.

....Aber er/sie bittet zu Lebzeiten dann seine Angehörigen, im "Bedarfsfall" seine/ihre Organe zu spenden. Quaste als "Erfüllung" des letzten Willens.

...Wenn es so gewünscht wird - und so ebenfalls möglich ist, was sollte daran falsch sein...?

...Mein Mann und ich haben uns ebenfalls schon häufiger über diese "Thematik" unterhalten. Jeder weiß, was der andere im "Fall des Falles" will - und wie der andere dann denn entscheiden soll.

...Ich finde das in Ordnung so. Mein Mann auch.

...Ich persönlich gehe mal davon aus, mehrere Leute denken ähnlich - nicht nur wir.

Ich sehe das genauso, wie du.

Damit es in meiner Familie niemals eine Diskussion darüber gibt, habe ich das sowohl im Geldbeutel am Impfpass hinterlegt, als auch in meiner Patientenverfügung schriftlich geregelt.

Dennoch bin ich der Meinung, daß die Befragung der Angehörigen durchaus Sinn macht, wenn kein Ausweis direkt vorliegt.

Im Krankenhaus werden die Angehörigen schließlich auch nach einer Patientenverfügung gefragt, die den Handlungsspielraum der Ärzte ganz klar definiert. Niemand trägt seine Patientenverfügung mit sich herum.

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Meinetwegen sollen die Ärzte danach fragen, ob ein Dokument vorliegt, dass den Willen zur Organspende belegt. Meinetwegen auch noch, ob der Patient diesen Willen unmissverständlich und quasi als Auftrag an die Angehörigen verbal geäußert hat. Aber wenn beides nicht der Fall ist, dann muss Schluss sein mit der Fragerei.

Was passiert aber heute? Die Angehörigen werden von geschulten Ärzten trickreich mit dem Ziel "befragt" eine Zustimmung zu erreichen. Es geht überhaupt nicht darum, den Willen des Patienten zu ergründen, sondern irgendwie an die Zustimmung zu kommen.

Was die Perversion komplett macht, ist die Tatsache, dass die verzweifelte Situation der Angehörigen schamlos ausgenutzt wird. Jeder geistig gesunde Mensch sieht ein, dass eine solche "Zustimmung" einen Dreck wert ist, sie wird aber rechtlich verbindlich verwendet.

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@KarstenF

Hast du solche Situationen schon erlebt? Klingt fast so. Tiefste Empörung eines Betroffenen.

Als mein Vater im letzten Jahr starb, wurden wir auch gefragt, ob eine PV vorliegt. Hat sie Gott sei Dank, sonst hätte er vielleicht Wochen gesiecht und nicht nur Tage.

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