Organspenden nach dem Tod?

Das Ergebnis basiert auf 85 Abstimmungen

Ja, ich bin Organspender 31%
Nein, ich bin kein Organspender 27%
Eine Organspende würde für mich nie in Frage kommen 22%
Ich überlege ein Organspender zu werden 20%
Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht 0%

60 Antworten

Nein, ich bin kein Organspender

Ich habe einen Organspendeausweis in meinem Geldbeutel, auf dem ich angekreuzt habe, dass ich KEIN Organspender bin und mit einer Organentnahme nach meinem Tod NICHT einverstanden bin. Es sind schon Menschen für tot erklärt worden, die nachher wieder aufgewacht sind.... .Davor habe ich, ehrlich gesagt, panische Angst, obwohl ich weiß, dass es wichtig ist, dass es Organspender gibt. Zudem habe ich eine vererbte Genmutation, die dadurch wahrscheinlich auf den Empfänger übertragen würde (Blutspenden darf ich auch nicht). - Organspende käme für mich nur in Frage, wenn sie am lebenden Leibe ohne größeren gesundheitlichen Schaden entnommen werden könnte (wie z.B. eine Niere), und dann auch nur für meine Kinder oder enge Verwandte. Das hat nichts damit zu tun, dass ich Organspenden grundsätzlich ablehne, aber ich habe einfach Angst. Wenn man auch immer hört, dass vielleicht bei Menschen ohne Angehörige "etwas nachgeholfen" wurde, damit sie zur Organspende freigegeben werden.... . Sowas darf einfach nicht sein, kommt aber immer wieder vor. Man soll auch einfach in Würde sterben dürfen, ohne dass sich irgendwelche Aasgeier über die Organe Verstorbener her machen. Irgendwann ist unsere Zeit auch einfach abgelaufen. Ich bin dankbar, wenn ich alt werde, aber halten kann ich es nicht. Und ich möchte eigentlich selber auch kein fremdes Organ in mir haben.... . Das ist für mich eine ganz gruselige Vorstellung. 

Das ist eine sehr persönliche Sache, wozu es unterschiedliche Haltungen gibt. Was mich hier stört, sind reine formelle Sachen: Mit einem einem Organspendenausweis bin ich zentral registriert. Bei der wie-auch-immer Datenhakerei heute nicht ganz ohne. Ich ziehe eine beglaubigte Zustimmung auf einem Zettel, z.B. aufbewahrt im Porte-Monnaie, diesem Ausweis vor. Ansonsten, wie gesagt, sollte das jeder für sich persönlich entscheiden. 

Mit solch einem Ausweis bist Du NICHT zentral registriert. - Wie sollte das denn zustandekommen? Du hast gegebenenfalls so'n Ding in Deiner Tasche, mehr nicht.

Oder lebst Du nicht in D, sondern in Österreich? Dann bist Du registriert, wenn Du widersprichst, weil Du dann nur so geschützt bist.

Übrigens gilt dies auch für alle Touristen dort, was nur wenige Touristen wissen. Die meisten Touristen aus D denken, dass ihr deutscher Nicht-Ausweis sie schützt. - Unglücklicherweise wissen viele Österreicher nicht, dass sie sich zum Schutz in die Widerspruchsliste eintragen müssen. Viele Österreicher glauben, sie müssten zustimmen wie in D.

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@cyracus

@cyracus

Deine Aussage ist nicht ganz korrekt resp. darf ich etwas ins rechte Licht rücken: 

Wie Du schon anführst, gilt für Organspenden in Österreich die Widerspruchslösung, heißt: liegt zu Lebzeiten kein  Widerspruch hinsichtlich Entnahme von Organen etc. vor, darf im Todesfall "entnommen" werden (in manchen Ländern haben die Familien ein Widerspruchsrecht).

Diese Widerspruchslösung wird in einem Widerspruchs-register durch das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) dokumentiert.

In Europa gilt bei 22 von  28 Ländern die Widerspruchslösung. (Stiftung Eurotransplant 02/2011)

Und jetzt stellen wir uns bitte nur mal die Daten vor, die hier gespeichert werden. Es geht nicht um Deutschland mit der Entscheidungslösung. Es geht ums Prinzip, in diesem Fall um die  zentrale Speicherung hochsensibler Daten und damit dem unsäglichen Unfug, der hiermit angestellt wird/werden kann. 

Allein der Name der Stiftung ("Eurotransplant") lässt mich schauern.

Gruß

Taimanka

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@User9235867

@Taimanka, mit meinem Hinweis

< Übrigens gilt dies auch für alle Touristen dort, was nur wenige Touristen wissen. Die meisten Touristen aus D denken, dass ihr deutscher Nicht-Ausweis sie schützt. - Unglücklicherweise wissen viele Österreicher nicht, dass sie sich zum Schutz in die Widerspruchsliste eintragen müssen. Viele Österreicher glauben, sie müssten zustimmen wie in D. >

meinte ich genau das. 

Sehr gut, dass Du die Sache mit der Widerspruchsliste in Österreich genauer beschreibst. - Auch mich lässt es erschauern, was für Daten da gesammelt werden ... und noch mehr, dass alle diejenigen, die das nicht wissen oder auf die Lügen von "NACH dem Tod" reinfallen, automatisch Schlachtopfer werden.

Danke für Deine Ergänzung.

9
Ja, ich bin Organspender

Ich habe einen Organspendeausweis, und das bereits seit vielen Jahren. Den habe ich unterschrieben, nachdem ich mich ausgiebig über das Thema Organspende informiert habe. Ich lasse mich auch nicht durch dubiose Medienberichte davon abhalten, die behaupten, dass ein Hirntod nicht einwandfrei feststellbar sei oder man gar Menschen mit Absicht sterben lässt, um an deren Organe zu kommen. Es ist schade, dass so viele Leute auf solche Panikmache hereinfallen. Das sieht man ja schon an den teilweise haarsträubenden Antworten hier. Schade, dass sich solche Gerüchte nicht aus der Welt schaffen lassen. Wie viele Leben könnten gerettet werden, das gelingen würde!

Aber natürlich muss jeder mit seiner eigenen Überzeugung glücklich werden. Und wenn man sich durch die Medien derart beeinflussen lassen will: bitte sehr. Ich brauche meine Organe nicht mehr, wenn ich tot bin, und wenn damit nur einem Menschen ein längeres Leben beschert werden kann, bin ich zufrieden.

dubiose Medienberichte

soso ,dann meinst du also , daß Menschen , die mit Fotos und voller Anschrift :zum Beispiel  Gisela Meyer (Lehrerin) nebst Ehemann (Richter )   und die vielen anderen  kultivierten Leute  , als auch Ärzte und  Krankenschwestern, sich die erschütternden Erfahrungsberichte aus den Fingern gesogen haben ?? naja - wenn du meinst ? !

solltest du jemals in den Genuß deiner "Guten Tat"  kommen, dann wünsch ich dir viel  Spaß bei deiner Organspende  -aber laß dir lieber vorher ne doppelte Dosis Narkotikum verabreichen .sonst schnallen sie dich an , wenn du zappelst  und das könnte für dich unangenehm werden  -lol

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@TommyXXL

Danke für den Hinweis. Das ändert aber nichts an meinem Entschluss. Ich habe mich vor meiner Entscheidung umfassend informiert und mir meine Meinung gebildet. Das wird auch niemand hier mit seiner Anti-Organspende-Propaganda ändern. Schauermärchen kann ich überall lesen... was ich für bare Münze nehme und was nicht, musst du mir schon selber überlassen. Ich denke, ich habe genug gesunden Menschenverstand, um solche Dinge für mich selber entscheiden zu können. Ich bitte auch jeden anderen, der überlegt, noch derartige Kommentare unter meiner Antwort hinterlassen will, sich die Mühe zu sparen. Es wird an meinem Entschluss nichts ändern.

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@putzfee1

hey - erstmal kann ich und jeder andere soviele Kommis wie ich/er  will unter DEINER ANTWORT hinterlassen - denn hier herrscht Meinungsfreiheit . das selbe Recht nimmst Du dir doch auch auf Seite 1 heraus -ODER ???

und zum anderen ist es mir Wurscht , was du letztendlich mit deinen Organen anstellen läßt - . man  versucht lediglich aufzuklären in Form von  Quellen - die selbst jeder Otto Normalverbraucher auf seine Seriösität überprüfen kann .naja , entweder man nimmt die Warnung an oder eben nicht   -shit happens !   Propaganda -Berichte und Schauermärchen hatte ich auch mal gesagt - bis ich mir mal nach einem Schlüsselerlebnis in meiner Familie die Mühe gemacht habe etwas insentiver zu recherchieren .  das erschreckende Ergebnis hat mich umdenken lassen . Und das ist auch gut so . man kann auch Gutes für Menschen tun , wenn man noch alle Sinne beisammen hat und gesund und munter durchs Leben geht - Was ich auch mit großem Engagement in verschiedenen sozialen Bereichen  tue ! dafür muß ich kein heldenhafter Organspender werden und mich in meinen letzten Stunden des Lebens zu Tode quälen lassen .

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@TommyXXL

Wie ich bereits schrieb, habe ich mich vor dem Ausfüllen meines Organspendeausweises intensiv mit dem Thema befasst und verschließe auch heute nicht die Augen vor Nachrichten, die sich - egal in welcher Richtung - mit dem Thema befassen. Bislang hat aber nichts meine Überzeugung wankend werden lassen, dass das, was ich für mich beschlossen habe, für mich gut und richtig ist. Auch nicht die hier geposteten Beiträge. Du kannst dir die Mühe also sparen, mich umstimmen zu wollen. Wenn du unbedingt noch mehr Kommentare hinterlassen willst - nur zu! Ich habe meinen Standpunkt zu dem Thema hinreichend dargelegt und werde ab jetzt hier nicht mehr darüber diskutieren, zum einen, weil es mir persönlich nichts bringt, und zum anderen, weil Leute wie du sowieso nicht verstehen, warum und wieso sich jemand für eine Organspende entschließt. Damit ist für mich hier das Thema gegessen.

1
Eine Organspende würde für mich nie in Frage kommen

Ich habe einen Negativ-Spende-Ausweis, daß ich keine Organe spenden und keine erhalten möchte. Solange meine Kinder minderjährig sind, werde ich für sie ebenfalls so entscheiden.

Hirntot gibt es nicht. Es gibt nur tot. Aber dann kann man die Organe nicht mehr entnehmen! Ich habe mich mehrere Tage intensiv mit diesem Thema beschäftigt und Dokumentationen über Angehörige, ehemalige OP-Schwestern, Ärzte usw. angesehen und bin der Meinung, daß man in den natürlichen Sterbeprozess nicht einzugreifen hat.

Warum müssen Organspender anästhesiert werden vor der Entnahme??? (Muskelrelaxans, Schmerzmittel) - weil sie noch nicht tot sind.

Im anderen Fall wurde an einer Frau eine schwere Gehirnoperation an einem Gefäß durchgeführt, dazu wurde ihr Körper runtergekühlt und ihr Blutkreislauf angehalten. Es waren keine Hirnströme mehr zu messen - hirntot?? Nach der erfolgten OP am Hirngefäß wurde sie wieder erwärmt und alles wieder in Gang gebracht, laienhaft ausgedrückt - sie lebt und hat alles gut überstanden, obwohl sie eigentlich "hirntot" war - Hirntod ist kein Tod.

Andererseits möchte auch ich keine Organe empfangen! Wenn meine Lebensuhr abgelaufen ist, ist sie abgelaufen und dann muß ich gehen. So ist es aufgesetzet. Danke fürs Lesen

Danke für Deine Ausführungen - sehr treffend. Das mit der Null-Linie während Operationen ist auch so aussagekräftig. Dazu habe ich auf YouTube mal eine interessante Reportage gesehen (finde sie leider nicht wieder).

Während die Transplantationsmediziner um den angeblichen "Hirntod" tanzen wie um das Goldene Kalb, behaupten sie von öffentlich gewordenen gegenteiligen Diagnosen gerne von Einzelfällen:

Menschenwürde - Hirntod - Organspende

Wann ist ein Mensch wirklich tot

https://hirntoddebatte.wordpress.com/einzelfalle/

(Du kennst diesen Artikel möglicherweise - ich gebe ihn auch für andere rein, die es hier gerne lesen möchten.)

4
@cyracus

Danke für deine Ergänzung - es war genau diese Reportage auf YouTube mit der Frau, die tiefgekühlt an einem Aneurysma im Gehirn (oder sogar Hirnstamm) operiert wurde. Leider finde ich sie auch nicht mehr.

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@TorDerSchatten

... und beim Suchen (es ließ mir keine Ruhe) fand ich den Bericht der Patientin Pam Reynolds im Internet - am Ende äußert sich dazu ihr operierender Arzt:

Die Nahtoderfahrung von Pam Reynolds

http://www.der-familienstammbaum.de/mementomori/nahtoderfahrung-pam-reynolds/

Die Seite ist schwarzgrundig mit weißer Schrift, was ich nicht so gerne mag. - Ich kopiere mir solche Seiten zum Lesen in eine leere Textdatei, was für meine Augen sehr viel angenehmer ist.

Weißt Du sicherlich:

- strg+a = markieren

- strg+c = kopieren und mit

- strg+v = Text ablegen

LG  ‹(•ﮟ•)›

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@cyracus

Danke Danke Danke! Es ist schon ne Zeit her, ich schaue mir das alles heute abend nochmal in Ruhe an.

Vielen Dank für deine Mühe

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Also würdest du deine Kinder sterben lassen? Ach komm, wenn du erst mal in die schlimme Situation kommst und an der Dialyse hängst, wirst du anders darüber denken..

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@Laury95

@Laury95, vielleicht ist Dir aufgefallen, dass unter dieser Antwort mehrere User geschrieben haben. Es ist somit sinnvoll, wenn Du denjenigen, den Du meinst, mit Namen ansprichst.

Hier sprechen sich mehrere begründet (!!) gegen die sogenannte "Organspende" aus, und das ist gut so.

Vielleicht ist Dir entgangen, dass hier auf Gutefrage Meinungsfreiheit herrscht. Hast Du Dich schon mal mit den GF-Richtlinien beschäftigt? Da steht zum Beispiel in der Netiquette::

Stell Dich darauf ein, dass nicht alle Nutzer Deine Meinung teilen und versuche, diese Vielfalt für Dich zu nutzen!

https://www.gutefrage.net/policy

Bei all der rührseligen und Druck machenden Werbung für die sogenannte "Organspende" kann man durchaus davon ausgehen, dass diejenigen, die sich dagegen aussprechen und dies auch noch begründen, es sich reiflich überlegt haben.

Ich zum Beispiel habe einen Nicht-Organspenderausweis mit dem Hinweis:

Ich widerspreche grundsätzlich jeglicher Entnahme von Organen, Gewebe oder Knochen. Der Hirntod bedeutet für mich nicht den Tod des Menschen, sondern einen unumkehrbaren Prozess im Sterben, den es zu achten und zu respektieren gilt und der liebevollen Begleitung bedarf.

Ich lehne daher im Bewusstsein aller Konsequenzen auch den Erhalt eines Spenderorgans ab.

Wer überzeugt davon ist, dass es den sogenannten "Hirntod" nicht gibt, und dass bei der Organentnahme die "Spender" noch leben und durch die Organentnahme zu Tode gebracht werden, wird es auch ablehnen, dass die eigenen Kinder oder er / sie selbst Organe von Mordopfern in sich reinkriegen.

Das ist konsequent.

Und wenn sich jemand so erklärt, darf Dich das auch gerne zum Nachdenken anregen.

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@cyracus

Ich meinte die Person, die diese Antwort geschrieben hat. Denn sie schrieb, dass sie bei ihren minderjährigen Kindern ebenfalls so handeln werde. Daraus entnehme ich, dass sie im Falle eines Falles für ihre Kinder keine Spenderorgane annehmen würde und sowas ist einfach nur schrecklich, falls es stimmen sollte. Da müsste das Jugendamt eingreifen!

Es ist mir total egal, ob ihr Volljährigen im Grab liegt, aber wenn es um Kinder geht, bei denen sich die Eltern bewusst für den Tod entscheiden, das ist genauso widerlich wie die Ablehnung von Blutspende der ZJ.

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@Laury95

@Laury95, die Person, die diese Antwort geschrieben hat, heißt TorDerSchatten. Ist doch gar nicht so schwer, diesen Namen zu schreiben.

Eltern, die davon überzeugt sind, dass Menschen durch die Organentnahme ermordet werden, wollen auch nicht, dass ihre Kinder Organe von Mordopfern in sich reinkriegen. Denn das wäre schrecklich.

Das seelische Leiden der Organempfänger
http://www.theologe.de/theologe17.htm#Organempfaenger

Kein Blutspender kommt durch die Blutspende zu Tode - es sind zwei vollkommen verschiedene Verfahren.

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@cyracus

Ihr seid grausame Eltern, kann ich nur sagen. Jede Mutter würde alles tun, ihr Kind am Leben zu lassen, sie würde dafür sogar töten.

Natürlich gibt es immer negative Aspekte - aber diese über das Leben seines Kindes zu stellen ist einfach nur schrecklich.Ich wette, TorDerSchatten wird auch anders denken, wenn sein/ihr Kind ein Spenderorgan benötigt. 

Wenn eins meiner kleinen Geschwister ein Herz bräuchte, würde ich mich dafür sofort unter´s Messer legen.

Deinen Artikel habe ich mir zum Teil durchgelesen, allerdings fruchtet der bei mir genau so wenig, wie der Aufruf gegen Schwangerschaftsabbrüche.

Ich kann da auch nicht mehr weiter diskutieren, denn es macht mich wirklich traurig, das zu lesen.

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@Laury95

@Laury, lange nicht jede Mutter (und lange nicht jeder Vater) würde einen anderen Menschen töten, damit das eigene Kind lebt. - Einzige Ausnahme ist Notwehr, also wenn ein aggressiver Mensch einen anderen (auch das Kind oder Mutter / Vater) Leib oder Leben bedroht.

Zur körperlichen Gesundheit gibt es auch die seelische Gesundheit. Es gibt hier eine Userin (den Namen werde ich Dir aus Diskretion nicht nennen), der wurde als Kind ein fremdes Herz eingesetzt. Seit sie weiß, dass deshalb ein anderer Mensch lebendig ausgeschlachtet wurde, hat sie große Schwierigkeiten und fühlt sich schuldig - obwohl sich weder sie noch ihre Eltern schuldig gemacht hatten. Die Userin war ein Kind, und den Eltern wurde vorgelogen, die Organe der "Spender" würden NACH deren Tod entnommen. (Die Userin wusste das schon, bevor das Thema hier diskutiert wurde, und sie schrieb hier eine Weile leidenschaftlich gegen "Organspende".)

Du schreibst: 

Wenn eins meiner kleinen Geschwister ein Herz bräuchte, würde ich mich dafür sofort unter´s Messer legen.

Das ist gar nicht möglich, denn kein Arzt würde Dich töten, um Dein Herz einem anderen einzusetzen.

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@cyracus

Aber wenn das Kind ein wenig älter ist und leben will und ein Spenderorgan will, dann lasst ihr es auch sterben?

Warum sollte der Arzt das nicht tun, wenn ich ausdrücklich drum bitte?

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@Laury95

Warum sollte der Arzt das nicht tun, wenn ich ausdrücklich drum bitte?

Weil der Arzt sofort seine Approbation verliert = seinen Arzt-Beruf nie mehr ausüben kann und für viele Jahre ins Gefängnis kommt.

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Nein, ich bin kein Organspender

wenn man wirklich tot wäre , wäre es  eine Überlegung wert.. aber man ist nicht tot . Das ist der ausschlaggebende Punkt!

mein Vater ist sehr früh verstorben und wir wurden von den Ärzten nach einer Organspende gefragt ,ich gehe soweit , daß ich von Bedrängen sprechen kann . wir haben dann lange überlegt und uns dann dagegen entschieden . und das war auch richtig so . als die Maschinen abgeschaltet wurden , nur das Narkosemittel lief noch durch , da haben wir uns ganz intensiv verabschiedet . der  Sterbeprozess dauerte 4 Stunden , wir haben seine Hände gehalten und mein Vater ist ganz friedlich hinüber gegleitet . er sah ganz friedlich aus als sein letzter Atemzug kam , als würde er sagen "jetzt hab ich es geschafft "  und  sein Gesicht war entspannt  .  dieser intimer Abschied  wäre uns genommen worden . wir hätten ihn lebendig den "Geiern" übergeben .

so leid mir das für andere Menschen tut , die auf ein Organ warten, aber es ist nunmal der Lauf des Lebens , daß wir alle mal sterben müssen , der eine früher , der andere später . hört sich brutal an . aber ich seh das einfach so und ich möchte auch kein Fremdorgan in meinem Körper tragen .

Deine Erzählung hat mich wirklich zu Tränen gerührt - Respekt, dass ihr ihn habt in Frieden gehen lassen... Ich würde genauso handeln wie ihr...

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das hast du wunderbar beschrieben . es war bei meinem Vater fast genauso .. meine Mutter und ich haben ihn auch so verabschiedet .. er war auch zum Schluß ganz entspannt und die Atmung ging ganz gleichmäßig , bis sie immer schwächer wurde und er in unseren Armen dann entschlief !.. genau , wie du sagst ...dieser ganz intime Abschied ,... das wäre nicht möglich gewesen , wenn er zur Organspende frei gegeben worden wäre . ,      allerdings  war mein Vater schon 73 und keiner konnte seine Organe gebrauchen . aber als er dann später in den Leichenraum gebracht wurde ,da kam  eine Schwester auf uns zu  und fragte uns , ob wir ihn zu Studienzwecke in die Pathologie freigeben würden ... haben wir natürlich NICHT gemacht ! 

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Auch ich war dabei wie meine Mutter sehr langsam und friedlich ihre Seele aushauchte. Es war eine besondere Stimmung im Raum, wir sind lange bei ihr geblieben. Das Leben geht langsam aus dem Körper. Auch meine Mutter war am Ende nicht mehr ansprechbar, sie atmete und ich denke sie hat uns wahrgenommen. Die Vorstellung wir hätten diesen atmenden Körper nun zum Ausschlachten gegeben, ist unvorstellbar.

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@Buchstabenfrau

Diese "besondere Stimmung" - das waren die Engel, die mit im Raum waren und sie abgeholt haben... Ich hab schon wieder Gänsehaut pur und Tränen in den Augen, aber vor Rührung...:)

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@HontaYO

vielen Dank für euer nettes Feedback ihr Lieben !  es tut gut , zu wissen , daß  viele andere Menschen auch so empfinden und denken wie ich ! LG

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@stitchiundfee

Dieses Statement geben wir gerne an dich zurück - auch schön, dass du da bist... )

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