Organspenden im Islam

9 Antworten

Es ist weder Dein Gott noch Mein Gott. Es ist unser Gott und es gibt nur einen Gott unabhängig davon ob man Atheist ist oder sonst eine Glaubensrichtung hat. Und zu den "Ungläubigen" : Ich glaube mittlerweile,dass viele nicht wissen wer mit den "Ungläubigen" gemeint sind. Ungläubige sind in den Augen der Muslime nicht die Christen oder Juden oder sonst wen. Ungläubige sind die jenigen die nicht den Weg Gottes gehen ganz egal ob Christ oder Moslem. So um auf die Frage einzugehen: In jeder Religion wird Nächstenliebe groß geschrieben und es heißt,wenn man ein Menschenleben rettet ist es so als würde man alle Menschen retten. Das befürwortet die Organspende allerdings nur,wenn kein Geld mit ins Spiel gebracht wird,weil man so mit seinem Körper handeln würde und das ist so weit ich weiß verboten..

Islam

Das stärkste Argument im Islam für eine Organspende findet sich in Sure 5,32: „Und wenn jemand [einen Menschen] am Leben erhält, so ist es, als hätte er die Menschen alle am Leben erhalten.“ Auf der Basis, dass Organspenden Leben retten, können alle anderen theologischen Gründe, die gegen eine Organspende sprechen würden, außer Kraft gesetzt werden.[36] Dagegen kann eingewendet werden, dass Nierenspenden aufgrund der Möglichkeit von Dialysen nicht lebensrettend sind und der Islam großen Wert auf die Heiligkeit des Körpers legt.[36] Ebenso wird "Allahs Vorhersehung" hoch geschätzt und so mag die Rettung von Todgeweihten Allahs Pläne durchkreuzen.[36]

Der ägyptische Großmufti gab 1966 die erste Fatwa, die Organspenden erlaubte, heraus.[37] Seit 1986 auf einer Konferenz islamischer Rechtsgelehrter in Amman der Hirntod dem Herztod in einer Fatwa gleichgestellt wurde, wurden in einer Reihe von primär islamischen Ländern Propagandakampagnen für postmortale Organspenden durchgeführt.[38]

Die Spendenbereitschaft unter Muslimen in Deutschland wird von Medizinern als sehr gering eingeschätzt, während sie in islamischen Ländern höher liegt.[39] Nach Auffassung einiger islamischer Rechtsgelehrter ist die Organspende von einem Nicht-Muslim zu einem Muslim zwar möglich, jedoch nicht umgekehrt. Mit der in Deutschland sehr großen Wahrscheinlichkeit, dass das Organ an einen Nicht-Muslim geht, erklärt sich die geringe Spendenbereitschaft.[40] Einige Rechtsgelehrte vertreten jedoch eine andere Auffassung und halten Transplantationen auch an Nicht-Muslime für möglich.

http://de.wikipedia.org/wiki/Organspende#Islam

Die lebensrettende Organspende soll erlaubt sein im Islam, was sinnvoll ist. Nicht aber sinnvoll ist die Transplantation der Gebärmutter einer Verstorbenen gewesen, die 2002 in Saudi-Arabien in eine unfruchtbare Frau erfolgte. Nach 99 Tagen wurde die Gebärmutter abgestoßen.

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esselamu aleykum ve rahmetullahi ve berekatuhu . Sind sie ein glaubensbruder.

Die Aussage die sie gemacht haben ist sehr logisch und korrekt nur in einer Sure steht der Mensch soll so gehen wie er gekommen ist das verwirbelt mich die zwei Argumente sind sehr unterschiedlich ich habe viel hocas nach ner erklärung gefragt und es gab viele verschiedene Meinungen wie stehen sie da zu   . 

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Der ägyptische Gelehrte Yusuf al Quaradawi hat in seinem Buch "Erlaubtes und Verbotenes im Islam" sich dazu geäußert. Allerdings widerspricht er sich in zwei Fatwas, die eine auf Arabisch von 2000, die er dann auf Englisch 2002 anders formulierte. So ist es mal Muslimen an Nicht-Muslimen erlaubt zu spenden, das andere Mal ist der Muslim verpflichtet, nur an Muslime seine Organe zu spenden.

Auf keinen Fall aber ist es einem Muslim erlaubt, dass sein toter Körper, der ja Allah gehört, gegen Geld gehandelt wird, wie es ja mit seinem toten Gewebe geschieht.

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