Organspendebefragungskarte nicht abschicken - was gilt?

4 Antworten

Du kannst beruhigt die Karte in den Müll schmeißen. Bei uns in Deutschland gilt die eingeschränkte Zustimmungslösung. Das bedeutet:

- Wenn Du zugestimmt hast, dürfen Dir Organe entnommen werden.

- Hast Du widersprochen, dürfen Dir keine entnommen werden.

- Äußerst Du Dich gar nicht, wird Deine Familie gefragt.

"eingeschränkte Zustimmungslösung" also deshalb, weil wenn Du gar nix dazu sagst / schreibst, werden andere gefragt, also Deine Familie. - Ist im Grunde eine Unverschämtheit. Schließlich bedeutet ja keine Antwort nicht Ja, sondern Nein.

Beispiel: Dich fragt jemand, ob Du ihm 100 Euro schenkst. Du sagst nichts dazu. Also heißt das Nein. - Keiner würde in solch einem Fall auf die Idee kommen, dann Deine Familie zu fragen, ob sie von Dir 100 Euro nehmen wollen, um es dem Fragenden zu schenken. - Genauso macht man das aber bei der sogenannten "Organspende".

In Österreich ist das noch krasser: Österreicher und alle diejenigen, die sich in Österreich aufhalten, müssen sich in eine offizielle Widerspruchsliste eintragen lassen. Stehen sie da nicht drin, werden sie im Falle eines Falles ausgeschlachtet.

Auch in anderen Ländern gelten die jeweiligen Ländergesetze. Sind wir also in anderen Ländern, gilt unsere widersprechende Erklärung nicht.

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Lies hier meine ausführliche Antwort an namenlos20 auf seine

Frage zum organspenden?

https://www.gutefrage.net/frage/frage-zum-organspenden-?foundIn=answer-listing#answer-174288780

Klick dort auch meine Antwort an BossMoss an, darin findest Du viele Infos von mir zu diesem Thema.

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Es ist übrigens gar nicht nötig, so einen vorgefertigten O-Ausweis zu haben. Es genügt ein Zettel mit Name, Geburtsdatum, Adresse, Deine Erklärung, Datum und Unterschrift.  - Ich erkläre in meinem NICHT-Organspenderausweis:

Ich widerspreche grundsätzlich jeglicher Entnahme von Organen, Gewebe oder Knochen. Der Hirntod bedeutet für mich nicht den Tod des Menschen, sondern einen unumkehrbaren Prozess im Sterben, den es zu achten und zu respektieren gilt und der liebevollen Begleitung bedarf.
Ich lehne daher im Bewusstsein aller Konsequenzen auch den Erhalt eines Spenderorgans ab.

Es wird von uns erwartet, dass wir alle zwei Jahre diese Erklärung neu mit Datum unterschreiben, damit sichergestellt sei, dass es unser aktueller Wille ist.

Bei Erklärung für die O-spende ist das ja noch zu verstehen. Denn wenn diese Menschen erfahren, was dies wirklich für die sogenannten Spender geschieht, könnte es ja sein, dass sie vergessen, eine anderslautende Erklärung zu formulieren. - Aber für diejenigen, die sich dagegen entscheiden, sollte meiner Meinung nach der Zusatz gelten:

Solange ich keine anderslautende Erklärung abgebe, gilt diese als aktuell!

Die Erklärung sollten wir immer bei uns haben (finde ich unverschämt, dass man das überhaupt machen muss). Und am besten gibst Du Deinen Familienangehörigen Deines Vertrauens ebenfalls eine von Dir unterschriebene Erklärung, damit die im Falle eines Falles den Transplantationsbeauftragten Deine Erklärung zeigen und sich gar nicht auf irgendwelche Gespräche einlassen.

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Zum Thema O-spende  findest Du auf meinem Profil weitere Infos, insbesondere zu Fällen, in denen Patienten nur deshalb die sogenannte "Hirntod"-Diagnose (darauf berufen sich die Transplantationsärzte ja) überlebt haben, weil ihre Angehörigen sie dafür nicht freigegeben hatten, sondern auf Weiterbehandlung bestanden. - Zum sogenannten "Hirntod" empfehle ich in meiner Antwort an BossMoss das Interview mit Professor Coimbra auf YouTube mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Falls Du auf YouTube keine Videos sehen kannst: Ein von mir erstelltes fast vollständiges Transkript von dem Interview findest Du auch in meiner Antwort an BossMoss.

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Ich sehe, Du bist neu hier:

- Wenn Du auf einen Beitrag hier etwas schreiben willst, dann klick dort auf die drei Punkte und klick dann auf "kommentieren".

- Achte dabei darauf, dass dort das Wort "Update" ein Häkchen hat. Denn dann bekommst Du automatisch eine Email, wenn dann wieder einer darauf schreibt.

- Wenn Du in das Profil eines anderen Users willst, klick auf dessen Namen.

Hallo,

auf der Organspenderkarte kann man auch ankreuzen, dass man kein Organspender sein möchte.

Wenn man keine Karte besitzt, werden die Hinterbliebenen nach dem mutmaßlichen Willen des Verstorbenen befragt.

Wenn man die Karte immer dabei hat, kann man den Angehörigen diese Befragung ersparen.

Gruß

RHW

Dir können nur Organe entnommen werden, wenn du einen Spenderausweiss hast.

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