Organspendeausweis unter/mit 14 mit Einverständnis der Eltern?

5 Antworten

Auszug aus der Webseite:

Laut Transplantationsgesetz können Minderjährige ihre Bereitschaft zur Organ- und Gewebespende ab dem 16. Geburtstag und ihren Widerspruch ab dem 14. Geburtstag erklären. Eine Einwilligung der Eltern ist nicht notwendig.

Auf gut Deutsch: mit 14 Jahren gilt nur Dein Wille, wenn Du nicht spenden möchtest. Auch ohne Ausweis.

Mit 16 Jahren wird Dein Wunsch entsprechend den Angaben auf dem Ausweis berücksichtigt. Vorher ist keine Organspende möglich. Vorher ist wohl die Einwilligung der Eltern nötig, aber auch wenn Du keinen Ausweis hast ist dann Organspende möglich.

Lange Rede kurzer Sinn, mach einfach Deine Kampagne und sprich die Schüler an. Der Paß wird ja nirgends registriert, man muß ihn bei sich führen. Und irgendwann sind die Inhaber dann auch 16 Jahre alt, und sie haben den Paß schon im Portemonaie.

Vorweg eine Frage, möchtest du informieren, neutral über das für und wieder einer Organspende oder möchtest du nur mit Pro Argumenten missionieren, damit sich möglichst viele Schüler für Organspende aussprechen ?

Ich bin ja gegen Organspende habe aber trotzdem meine Referate darüber immer neutral gehalten mit Vorteilen und Nachteilen damit jeder selbst entscheiden kann

Du darfst dir auch als Baby einen erstellen aber die Eltern haben eben das letzte Wort, wenn ein 13 Jähriger der Nein gesagt hat Pech hat können seine Eltern erlauben das Ärzte seinen Körper an dem nur er irgendwelche hat einfach auseinander nehmen auch wenn er das nicht möchte, ich finde das total krass

Bis 16 haben die Eltern ein Vetorecht gegen die Spende auch wenn man einen Ausweis mit ja angekreuzt

Vielen Dank. Natürlich möchte ich grundsätzlich erstmal informieren, aber auch die Vor- und Nachteile nennen.

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Ich bin nicht vom Fach, aber da ein Jugendlicher unter 14 nicht geschäftsfähig ist, gehe ich davon aus, dass eine solche Willensäußerung nicht bindend ist.

Grundsätzlich ist es so, dass unabhängig von einem Organspenderausweis die Angehörigen immer ein Mitspracherecht haben. Wenn Ärzte fürchten, dass sich für die Angehörigen gravierende Belastungen ergeben, wenn man Organe entnimmt, wird man mit der Entscheidung sehr zurückhaltend sein, auch wenn der Organspenderausweis etwas anderes hergibt.

Eine schriftliche, ausführliche Patientenverfügung ist deutlich höher zu bewerten. Denn da können die Ärzte den mutmaßlichen Willen des Patienten besser ablesen und auch seine Begründung für oder gegen eine Organspende. Das macht das Gespräch mit Angehörigen etwas leichter.

Da diese Entscheidung in einer so schwierigen Situation getroffen werden muss, sind Angehörige immer da mit eingebunden und werden auch gehört. Den Lebenden darf man ja auch nicht schaden.

Ich denke unabhängig von etwaigen Rechtsfolgen, würde ich vielleicht mit unter 14-jährigen im Unterricht über Organspende im ethischen Kontext sprechen. Ich denke, dass sie für eine so multidimensionale Entscheidung zu jung sind.

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Ein Engagement in allen Ehren, aber wenn du echte Aufklärung betreiben willst, dann ist das eher eine Broschüre, denn ein Flyer.

Organspende heißt, das dem lebenden Körper Organe entrissen werden.

Toten kann man keine Organe mehr entnehmen, man braucht lebendes Gewebe. Das ist eine drastische Schilderung und es ist ein drastischer Vorgang. Damit entfällt nämlich ein ruhiges Sterben.

Entschuldige bitte, jedoch habe ich nicht nach Meinungen gefragt. Ich respektiere Deine Meinung doch es gibt eine klare Fragestellung

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@Herzidiotin

Ich wollte dich lediglich davon abhalten, blauäugig und euphorisch eine Sache zu vertreten, die ein Kind nicht überschauen kann, da diese Frage pro/contra selbst für einen Erwachsenen nicht leicht zu beantworten ist.

Es macht keinen Sinn Organspendeausweise zu verteilen. Es macht aber großen Sinn, über das Thema aufzuklären. Wenn du es gut machst, führt das zu entsprechenden Diskussionen im Elternhaus. Den jeweiligen Ausgang kannst du zwar nicht beeinflussen, aber du sorgst dafür, daß das Thema präsent wird.

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Sowohl deine Wortwahl als auch die fachlichen Details zeugen von Unwissenheit. Du solltest dich besser informieren, bevor du so etwas öffentlich kund tust. Deine persönliche Meinung kannst du natürlich schildern wie du möchtest.

Hier werden keine "Organe entrissen". Das ist keine drastische Schilderung sondern einfach falsch. Die Organe werden in einer OP von Chirurgen entfernt, genauso sorgfältig wie bei einer Lebendspende (was nur bei einigen der Organe möglich ist). Was man da "entreißt" wird nämlich woanders noch gebraucht und mit sehr feinen Nähten wieder angeschlossen.

Ob man dem Patienten, der auf intubiert und beatmet auf der Intensivstation liegt, mit dem Abschalten der Hormone, die ihm durch einen Perfusor gespritzt werden, einen angenehmeren Tod bereitet, als wenn man ihm vorher noch einige Organe entnimmt, und dann im Anschluss das gleiche macht, sei dahingestellt.
Das glaube ich persönlich nicht.

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@Maxxismo

Ich möchte lieber friedlich sterben. Daher habe ich auch einen Organspendeausweis. Da ist eben angekreuzt, daß ich weder als Spender in Frage komme, noch als Empfänger.

So eine Entnahme geht schnell und da tummeln sich diverse Entnahmeteams pro Organ um den am Leben erhaltenen Körper. Das muss schnell gehen und die Zeit drängt. Das Wort "entrissen" mag drastisch klingen, aber ein hirntoter Körper kann nicht ewig am Leben erhalten werden.

Nach Feststellung des Hirntods und der Freigabe zur Explantation fliegen die Entnahmeteams ein. Innerhalb weniger Stunden ist aus dem sterbenden Körper eine leere Hülle geworden. Die lebenserhalten Maschinen bleiben so lange an, bis ein aufrecht erhaltener Blutkreislauf nicht mehr benötigt wird, weil alle lebenden Gewebe entfernt wurden.

Du glaubst irgendwas und begibst dich damit schon auf das Nicht-neutrale Gebiet.

Welche Hormone werden denn deiner Meinung nach durch einen Perfusor bei einem Beatmungspatienten verabreicht? Ich bin jetzt echt auf deine Antwort gespannt.

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@Maxxismo

Der arme Mensch der da liegt muss doch nicht zwingend sterben man kann ihn auch weiter am leben erhalten

Außerdem forscht eine Firma daran Hirntote zurückzuholen google mal Reanima Projekt

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@ManuTheMaiar

Welch unsagbar gruselige Vorstellung!!!

Ich will ganz normal sterben dürfen.

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