Organspende moralische Verpflichtung?

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20 Antworten

Eine Organspende sollte immer freiwillig sein.
Freiwillig ist freiwillig - und nicht verpflichtend.

Es gibt gute Gründe dafür: Wenn man Menschen leiden sieht, wie sie Woche für Woche zu Dialyse müssen, oder noch schlimmer: Wie sie keine Luft mehr bekommen, weil das Herz nich mehr richtig pumpt oder die Leber nicht mehr richtig arbeitet, dann würde man ihnen sicherlich wünschen, dass sie ein Spenderorgan bekommen.

Es gibt m.E. auch gute Gründe dagegen, die aber je nach Organ oder Gewebe ganz unterschiedlich sein können. Das kann von der Erfolgsaussicht abhängen, vom wahrscheinlichen Leiden des Empfängers, bis der Tod womoglich nach eher kurzer Zeit doch eintritt, die - weil sie womöglich nur auf der Intensivstation und unter Beatmung ermöglicht werden konnte - eher von Leiden geprägt war.

In den letzten Jahren sind die Informationen dazu immer besser geworden, aber leider in vielen Fällen immer noch unzureichend.

Viele Gründe "dagegen" konnten aber auch entkräftet werden. So kann z.B.  in der Regel den Angehörigen eines Organspenders sehr wohl ermöglicht werden, am Sarg Abschied zu nehmen.

Vor jeder OP muss man einen ausführlichen Aufklärungsbogen unterschreiben, in dem bis ins Detail aufgeführt ist, was und wie gemacht wird und was dabei alles passieren kann. Nur bei der in gewisser Hinsicht größten OP, der Organentnahme, reicht eine postkartengroße "Aufklärung", von der ein Drittel auf den Organ- und Gewebespendeausweis entfällt. Ich halte das nach wie vor für ein absolutes NoGo.
Aber wie gesagt: Die im Internet verfügbaren Infos sind immer besser geworden.

Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele einen Organspendeausweis mit sich tragen. Aber verpflichtend kann und darf das nicht sein - und ist es in Deutschland zum Glück auch nicht.

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Es wird von vielen Menschen gerne so dargestellt, ja. Aber für mich persönlich ist sie das nicht. Ich habe mich gegen eine Organspende entschieden. Ich empfinde es als das was es ist....Eine freiwillige 'Spende', zu der man eben nicht verpflichtet ist, sonst hieße es Pflicht statt Spende. Über meine eigene Moral entscheide ist selbst.

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Kommentar von Meatwad
17.06.2016, 18:11

Über meine eigene Moral entscheide ist selbst.

Selbstverständlich. Es wäre jedoch interessant, wie diese Moral aussieht bzw wie man moralisch begründen kann, sich mit einem Körper voller unversehrter Organe verbuddeln/verbrennen zu lassen. Keine Kritik. Reines Interesse.

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Hey,

Meiner Meinung nach: Ganz klar Ja.

Wenn ich erwarte, selbst ein Spenderorgan zu bekommen, wenn ich eins benötigen würde (was man ja nie vorher weiß), dann sollte ich auch dazu bereit sein, nach meinem Gehirntod selbst Organe zu spenden...

Du kannst hierzu auch vermeintliche "Gegenargumente" entkräften.

Es gibt hier ein paar Benutzer, die Organspenden ablehnen, weil sie die Definition von "Gehirntod" nicht anerkennen (was Schwachsinn ist) und daher behaupten, du würdest "ausgeschlachtet während du noch lebst" (was ebenfalls Schwachsinn ist) - das sind reine Verschwörungstheorien, nichts weiter. :)

Viele nehmen an, dass sie mit einem Organspendeausweis nicht mehr richtig medizinisch versorgt werden (so im Sinne von "man will mich als Organspender haben") - aber auch das ist falsch.

Einige gängige "Fehlargumente" mit ihrer Richtigstellung findest du hier:

http://www.organspende-wiki.de/wiki/index.php/Richtigstellung

Meiner Meinung nach ist es daher auf jeden Fall eine moralische Verpflichtung für jeden, der selbst gespendete Organe für sich selbst in Anspruch nehmen möchte.

Ich bin daher auch für eine Umstellung der Regelung von Opt-In auf Opt-Out (d.h. dass jeder Organspender ist, wenn  er nicht das Gegenteil erklärt) - so wie es beispielsweise auch in anderen Ländern der Fall ist.

Lg

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Für mich schon. Ich habe eine. Organspendeausweis weil ich der Meinung bin dass es irgendwie unsozial und unchristlich ist etwas mit ins Grab zu nehmen was anderen das Leben retten würde.

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Kommentar von Waldfrosch10
17.06.2016, 19:09

Auch ein sterbender Mensch hat ein recht auf Würde.Die sich vom Christlichen Menschbild ableiten lässt und sonst von nirgendwo  her ...

Bei Organspendern gibt es keine Würde  mehr   beim sterben .

Aber wenn du gerne bei  lebendigem Leibe ausgeweidet wirst ..es soll ja ach so was wir Masochismus geben .

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Kommentar von Otakujeannedark
17.06.2016, 23:04

Ôo na und? Wo wird die angerührt wenn du dem zugestimmt hast?
Es braucht schon ziemlich viel bis man dich "bei lebendigem Leibe ausweidet" wie du es so schön sagst. Zu diesem Zeitpunkt ist man medizinisch bereits für Tot erklärt worden. Ob sie dich in dem Moment so sterben lassen oder dir noch deine Organe entnehmen ist in dem Moment kaum mehr von Bedeutung.
Ist ja nicht so als würde man mich anfahren und mir bei vollem Bewusstsein das Herz raus schneiden.

Meine Ansicht hat nichts mit Masochismus zu tun sondern mit dem Glauben das ich zu diesem Zeitpunkt tot bin und nicht mehr mit diesem toten Körper verbunden bin!

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Kommentar von Otakujeannedark
21.06.2016, 18:27

Es war dann trotzdem die Entscheidung desjenigen der die Organe spendet.
Entschuldige das ich mich nicht in ein Krankenhaus stelle und darauf warte das jemand stirbt.
Mir ist der Unterschied durchaus bewusst aber du wirst nicht rausfinden können ob derjenige noch etwas spürt. Von dem her finde ich diese Diskussion hier ein klein wenig sinnlos.

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Eine moralische Verpflichtung ? NEIN - auf keinen Fall !

Aus welchem Grund sollte die Organspende (= verniedlichende Bezeichnung für Ausschlachtung eines noch lebendigen Menschens auf einem OP-Tisch) eine moralische Verpflichtung sein ?
Eine
moralische Verpflichtung ist eher, die Bürger ehrlich über die sog. Organspende aufzuklären ! Und ihnen nicht Sand in die Augen zu streuen, wesentliche Dinge zu verschweigen und die sog. Organspende schön zu reden.
Die verheimlichte Wahrheit über Organtransplantation www.youtube.com/watch?v=n14kMx3J1LE

Verschweigen ist genauso schlimm wie Lügen !

Organspende - die verschwiegene Seite - Angehörige berichten www.initiative-kao.de/kao-organspende-die-verschwiegene-seite-2011.pdf

Eine moralische Verpflichtung ist eher ein respektvoller und achtsamer Umgang mit Kranken und Sterbenden,
Mitmenschen in Ruhe und ohne unnötigen Stress in einer menschenwürdigen Umgebung und mit liebevoller Begleitung sterben zu lassen – wie es die Hospizbewegung vorbildlich vormacht.
www.dhpv.de/themen\_hospizbewegung.html


Eine
moralische Verpflichtun ist eher, medizinische Tests bei Kranken zu unterlassen, die zum Tod führen können, um an ihre Organe ranzukommen.
Ich habe mich schon als Jugendlicher sehr darüber gewundert, zu welcher Inhumaität die Mediziner im 3. Reich fähig waren. Aber sind solche Tests nicht auch voll inhuman ?
Neurologe Professor Dr. Cicero Coimbra               
Der tödliche Apnoetest - www.youtube.com/watch?v=r5WzwmbbkLA

Und dies sind nur ein paar Informationen von vielen, die du nachlesen kannst, wenn du dich echt informieren willst und die ein Licht werfen auf die Verlogenheit der einseitigen Information über das Thema. Auf meinem Profil sind mehr Infos.

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Nein ist es nicht, niemand hat ein Anrecht auf Organe anderer Menschen.

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Irgendwo schon. Leute, die sich da so extrem wehren, haben sich schlicht noch nicht damit abgefunden, dass sie irgendwann mal sterben werden.

Was soll schon passieren, wenn man Hirntod ist? Dass man aufwacht und ein blutverschmierter Arzt hält gerade dein Organ in der Hand und lacht dabei diabolisch, packt es in eine Brotzeitbox um es in einer Seitengasse zu verscherbeln?

Ich bin dafür, Spenderorgane auch nur Spendern zu geben.

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Kommentar von Tragosso
17.06.2016, 11:58

Das ist schlichtweg falsch. Ich beschäftige mich viel mit dem Thema Tod, habe nicht einmal Angst davor. (nur vor dem Sterben an sich, was aber an möglichen Schmerzen liegt, nicht an dem was eventuell danach kommt).

Darf ich nicht trotzdem selbst über meinen Körper entscheiden? Immerhin geht es dabei um mich und meinen Willen. Ich beschäftige mich ebenso auch viel mit dem Thema Organspende und habe mich dennoch dagegen entschieden. Ich will nicht auf künstliche Weise am Leben erhalten werden, ich will in Ruhe sterben dürfen. Wenn ich Hirntod bin, umso mehr. Keine Maschinen, keine Schläuche.

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Das kann man so in der Form nicht verallgemeinern. Neben der "moralischen" Verpflichtung haben wir religöse Vorstellungen, die einer Organspende widersprechen können.

Eine Organspende ist eine freiwillge Entscheidung.

Das von Dir gebrauchte Wort "Verpflichtung" gefällt mir in dem Zusammenhang gar nicht.

Ich vertrete zum Beispiel die Ansicht, dass ein Teil von mir auch in meinen Organen zu finden ist, und ich habe in meinem Organspendeausweis, sowie meiner Patientenverfügung stehen, dass meine Organe nur im Notfall meinen direkten Angehörigen zur Verfügung stehen.

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Kommentar von Loveyoumira
17.06.2016, 11:26

Ein religiöses Tabu ist es nicht

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Kommentar von Loveyoumira
17.06.2016, 18:52

"Lebendig" ist der Mensch garnicht er wäre ja in dem Fall ein hirntoter Mensch

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Die Entscheidung zur Organspende obliegt jedem einzelnen Menschen und ist kein verpflichtendes Handlungsmuster.

"Lebensrettung" durch Organspende ist eine irritierende Werbung, die Druck und Schuldbewusstsein auf potentielle Spender ausüben soll. Eine qualitativ gute Überlebenszeit ist das Ziel jeder Transplantation..

Für die ebenso kostenlose Gewebespende, die für die Pharmaindustrie sehr lukrativ ist, wird gar nicht geworben. Warum bloß?

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Natürlich, sehr wertvoll. Leider gibt es dabei korrupte Chefärzte, die Dringlichkeitslisten manipulieren und China, die mit Organen der Hingerichteten handelt.

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Nein, es ist keine Verpflichtung. Niemand ist dazu verpflichtet. Es ist und bleibt freiwillig.

Aber anders gesehen, wenn du tot bist und wirklich jemanden das Leben retten kannst mit Dingen die du nicht mehr benutzen wirst, ist die moralische Frage da so schwer zu beantworten? Ich bin auch Organspender.

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Kommentar von Loveyoumira
17.06.2016, 10:16

Danke! Ja also ist man dann ja moralisch verpflichtet..

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Nein, Verpflichtung in keinerlei Hinsicht,da sehr individuell zu sehen.

Begrüßenswert ist die Bereitschaft aber auf jeden Fall.

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Nein, das ist eine individuelle Enrscheidung die es zu respektieren heißt....egal wie sie ausfällt. 

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Nein, ist es nicht.

Wir fühlen uns ja noch nicht mal moralisch verpflichtet Flüchtlinge nicht ersaufen zu lassen!

Mit Moral braucht man uns also nicht zu kommen.

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Für mich ist es einfach logisch. Ich kann mit den Organen dann eh nichts mehr anfangen, also warum behalten?

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Kommentar von Waldfrosch10
17.06.2016, 19:16

Du   wirst dann bei lebendigen Leibe ausgeweidet das ist dir irgendwie anscheinend nicht klar .

Ich habe Jahrelang in den 80 er Jahren noch "Hirntote" gepflegt ,glaube mir die sind nicht tot.Die sind sehr lebendig .

Die können noch Jahre lang so   leben ..ohne Maschinen ..

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Kommentar von Stefffan7
20.06.2016, 06:00

Genau.... Tolle Geschichte, aber du hast auch sicher Medizin studiert, wenn du dich so gut auskennst.

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Kommentar von Stefffan7
20.06.2016, 21:45

Wer hirntot ist ist tot. Das ist meine Auffassung. Ich hab keinen Bock nur noch durch irgendwelche Geräte am Leben gehalten zu werden. Was für eine Lebensqualität wird man denn jemals wieder erreichen, nachdem man für Hirntod erklärt wird? Keine.

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Kommentar von Stefffan7
20.06.2016, 22:13

Um den Hirntod festzustellen müssen u.a. akute Schädigungen des Hirns sowie ein Ausschluss einer anderen Ursache oder Mitursache für einen (eventuell nur zeitweiligen) Ausfall der Hirnfunktionen vorliegen. Das ist meiner Meinung nach eine extrem sichere Diagnose. Ich möchte da schon kontekt wissen, wie man das wieder in ein gesundes Leben umwandeln möchte.

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Kommentar von Stefffan7
20.06.2016, 23:56

Tja so ist das. Ich hab meine Meinung, du hast deine. Das ist ok. Zum Glück leben wir in einer Demokratie. Danke für die Diskussion, das mit dem Apnoetest war neu für mich. Gute Nacht, insofern du nicht arbeiten muss.

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Ganz und gar nicht,es ist höchst unmoralisch überhaupt Organe zu entnehmen , denn du kannst einem Toten ( ausser einer Niere ) gar kein Organ entnehmen .

Es besteht definitiv keine moralische Verpflichtung sich lebendig ausschlachten zu lassen,damit eine  skrupellose Mafia dickes Geld macht auf der Menschen kosten :

http://quer-denken.tv/147-organspende-organhandel-organmafia/

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Kommentar von CalicoSkies
21.06.2016, 20:02

Quer-Denken.TV ist alles, aber keine seriöse Quelle!

Quer-Denken.TV ist eine Seite von Verschwörungstheoretikern, die sich an anderen Stellen beispielsweise darüber ausgelassen haben, Ebola wäre eine "groß angelegte Panikmache" und existiere gar nicht (Quelle: "Ist die Ebola-Pandemie eine Lüge?", Quer-Denken TV, 15.10.2014)

Doch das ist nicht alles - sie verbreiten auch Theorien, die Anschläge in Paris 2015 wären von Schauspielern inszeniert worden (Quelle: "Muttis Absenzen", Quer-Denken TV, 19.02.2016)

Dazu kommen zahlreiche Theorien über angebliche "Chemtrails" und esoterischen und umstrittenen medizinischen Behandlungsmitteln.

Kurzum: Diese Quelle kann und muss nicht ernst genommen werden.

Den Link von Psiram hast du anscheinend löschen lassen, aber das ändert nichts an dem Verhalten von Quer-Denken.TV ...

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Organ"spende" ist, find ich, ein Etikettenschwindel.

Der einzige, der hier kostenlos was abgibt, ist der Organbesitzer. Der Empfänger kriegt aber nichts 'gespendet', sondern er bzw seine Krankenkasse muss für das gespendete Organ bis zu 100000 € hinblättern.

Der "Man in the Middle", also die Organbankiers, sind diejenigen, die sich mit den kostenlos erworbenen Organen ne goldene Nase mit Brillianten dran verdienen.

So ne kostenlose Rohstoffquelle mit gigantischen Extraprofiten zu vermarkten, ist wirklich der Traum jedes Kapitalisten, nicht wahr?

Wie komm ich dazu, so ne Geschäftegeier mit meinen Körperteilen reich zu machen, ey? Und mich auch noch moralisch unter Druck setzen zu lassen, als wäre ich dazu verpflichtet?

Wär noch was anderes: ich geb kostenlos ne Niere und der schwerkranke Patient kriegt sie kostenlos eingesetzt.

Aber so? Klares Nein.


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In meinen Augen genau so wie Blut spenden. - Auf jeden Fall!

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Auf keinen Fall kann dies eine moralische Verpflichtung sein. schließlich braucht jeder seine Organe selbst, solange er lebt. Tot ist ein Mensch dann, wenn der Körper die klassischen Totenzeichen zeigt wie Totenflecken, Totenstarre ... Wenn die Seele den Körper vollständig verlassen hat, sind Organe aus dem toten Körper nicht mehr für Transplantationen verwendbar.

Hier habe ich es ausführlich begründet:

Problemfrage für Organspende Referat?

https://www.gutefrage.net/frage/problemfrage-fuer-organspende-referat?foundIn=list-answers-by-user#answer-210490264

Bürger werden ja bei uns vielfach umworben, damit sie sich für die sogenannte "Organspende" zur Verfügung stellen, wobei mit romantisierenden Filmen und moralischem Druck nicht gespart wird.

Stell Dir mal vor, so würde geworben werden:

    Bitte erklären Sie sich bereit, dass Ihnen ohne Narkose und ohne
    Schmerzmittel - nur mit stark lähmenden Medikamenten, damit
    Sie sich nicht mehr bewegen können - im Koma oder während des
    Sterbeprozesses Ihre Organe herausgeschnitten werden, damit
    andere Ihre Organe erhalten, die Pharma-Industrie sich an
    weiteren Ihrer Körperteile bereichern können, Kliniken ihr Soll
    erfüllen mit der Anzahl von Transplantationen, und die dafür
    nötigen Fachchirurgen Honoraraufbesserungen pro Transplantation
    erhalten. - Bitte helfen Sie so auch mit, dass die Pharmaindustrie
    reichen Absatz macht durch teure Medikamente, die lebenslang
    die Organempfänger erhalten.

    Seien Sie sich gewiss, dass auch die Organempfänger es Ihnen
    danken, dass Sie sich freiwillig ermorden ließen. - Dass viele
    Patienten Ihren Tod herbeisehnen, damit sie eines Ihrer Organe
    erhalten, dafür sorgen wir mit unserem geschulten Personal.

Was meinst Du, wieviele sich dann noch dazu bereiterklären würden?

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Falls Du meinst, aus religiösen Gründen könnte dies moralisch verpflichtend sein, interessiert Dich vielleicht meine Antwort an JuliaPusteblume auf ihre Frage:

Was meint die bibel zur organspende.. prüfung?

https://www.gutefrage.net/frage/was-meint-die-bibel-zur-organspende-pruefung?foundIn=answer-listing#answer-166753284

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Kommentar von nachdenklich30
19.06.2016, 17:48

Wenn Du mal einen Menschen gesehen hast, wie er - nachdem der vollständige Ausfall seiner Gehirnfunktionen festgestellt wurde - nach einem Unfall mit schwersten Verletzungen ohne jedes Schmerzmittel ruhig auf der Intensivstation liegt, dann weißt Du, warum er für die Organentnahme keine Narkose mehr benötigt.

Ich habe das gesehen: Es hat mich überzeugt.

Das alles ist nicht einfach. Ich gönne den Ärzten, die für die OP hochspezialisierte Fachleute sein müssen, ihr Gehalt.
Gute Arbeit ist ihren Lohn wert. Und ich gehe davon aus, dass auch Du nicht nur von Luft und Liebe lebst, sondern von guter Arbeit.

Es ist in meinen Augen richtig, dass man auch sprachlich darauf achtet, dass auch bei der Organentnahme von einem Sterbeprozess gesprochen wird, der mit dem Eintritt des Hirntods noch nicht vollständig beendet ist. Darum wird in den neuesten Richtlinien meines Wissens auch nicht mehr vom "Hirntod" gesprochen, sondern von einem unwiderruflichen Ausfall aller Gehirnfunktionen.

Zu diesen Fragen sehr aufschlussreich ist die jüngste Stellungnahme des Deutschen Ethikrates.

Die sollte jede und jeder Interessiere gelesen haben.

http://www.ethikrat.org/themen/medizin-und-pflege/organspende

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Finde ich nicht. Und wenn ich im kritischen zustand bin, will ich, dass die Ärzte alles geben bis zum Schluss, um mich zu retten! Und ich will nicht, dass sie nachdenken, wann sie mir die Organe entnehmen, denn das müssen sie, wenn man noch nicht ganz tot ist.

Gehirntot ist sowieso kritisch! Und Ausweidungen wider Willen gibt es genug.

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Kommentar von Trashtom
17.06.2016, 11:17

Vielleicht bist du ja in einem kritischen Zustand weil dein Herz versagt, dein möglicher Spender aber so denkt wie du und sich lieber ins Krematorium fahren lässt bevor er dir hilft - woraufhin du ihm dann ein paar Tage später folgst.

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