Organspende? Ja oder nein und warum??

12 Antworten

"sowieso Tod?"

Deiner Frage entnehme ich, dass Du vielleicht nicht weißt, dass Dein Körper noch am Leben sein muss, um Deine Organe entnehmen und verwerten zu können. Organe können nur entnommen werden, wenn der sogenannte Gehirntod diagnostiziert wurde. Das ist also ein Stadium bei dem man davon ausgeht, dass es keine Chance mehr für das Leben des Spenders gibt, und auch davon ausgeht, dass der Spender nichts mehr spürt, da sein Gehirn ja bereits tot ist. Der Körper des Spenders muss aber noch leben und auch am Leben gehalten werden, da die Organe am Leben gehalten werden müssen.

Ich denke man muss nicht unbedingt spirituell sein, um auch die spirituellen Aspekte einmal anzusehen und abzuwägen, da viele, nicht erklärbare faktische Beweise und Berichte von Organspendern existieren, die evtl. dagegen sprechen könnten. Auch haben sich bei so manchen Empfängern, nicht erklärbare geistige Veränderungen ergeben, die aber nicht in jedem Fall, negative Auswirkungen haben.

Auserhalb der spirituellen Aspekte könnten auch Horrorgeschichten von Leuten, die einmal bei einer Organentnahme dabei waren, für Deine Überlegungen abschreckend wirken. Niemand kann wirklich ausschließen und objektiv beurteilen, ob das Schmerzempfinden des Spenders wirklich ausgeschaltet ist. Zwar mag der Arzt erklären, dass das Hirn tot ist und daher keinen Schmerz mehr empfinden kann. Doch woher das Zappeln, Zittern und Zucken des Probanten kommt, kann weder medizinisch noch physikalisch einwandfrei erklärt werden. Ob es wahr ist, dass der Probant, bevor er aufgeschnitten wird, mit Schmerzmitteln vollgepumpt und narkotisiert wird, habe ich nicht geprüft, ist vielleicht auch nicht immer der Fall. Es wird auch behauptet, dass die Gabe von Schmerzmitteln und Narkosen verschwiegen werden, damit die Frage nach der Logik, weshalb man Gehirntote narkotisieren muss, vermieden wird.

Zur Frage, wie tot denn die Organspender wirklich sind, ist noch bemerkenswert, dass der Körper einer Schwangeren noch Monate lang am Leben gehalten werden können, bis das Kind geboren werden kann. Kann man da wirklich von einer "toten" sprechen?

Falls Du Dich gegen eine Organspende entscheiden willst, solltest Du Dir überlegen, wie groß bei Dir die Bereitschaft ist, selbst auf ein Organ zu verzichten, wenn Du einmal in die Lage kommen solltest. In jedem Fall, ganz unabhängig von der Frage der Organspende, solltest Du Dich auch mit Deinem eigenen Tot und Deiner Reife dazu, wie Du dem Tot gegenüber stehst, auseinandergesetzt haben. Wobei es auch Menschen gibt, die sich auch erst gegen eine Organspende entschieden haben und dann, als sie selbst ein Organ brauchten, zustimmten. Dieses Vorgehen sehen vermutlich die meisten Menschen als sehr verwerflich und unmoralisch. Jedoch andereseits, wenn man die Frage der Moral dieser Vorgehensweise einmal professionell mit Theologen, Philosophen, Mathematikern usw. diskutiert, dann wird man schnell sehen, dass auch diese Frage nicht so eindeutig ist, wie sie im ersten Moment erscheint.

Ich weiß, ich habe Dir für Deine Frage keine eindeutige Antwort meiner persönlichen Entscheidung gegeben. Aber ich hoffe, Du kannst mit den Angeführten Aspekten, die Du in Deine Überlegungen mit einbeziehen könntest, für Dich selbst, zu einer viel eindeutigeren, gefestigteren Entscheidung kommen. Denn nur wenn die Antwort aus Dir selbst kommt, wirst Du, egal wie Du Dich entscheidest, Dir keine Gewissensbisse machen, da Du mit Dir selbst im Klaren bist.

Nein, weil die Organe einem Sterbenden entnommen werden und

ich nehme mir das recht heraus, in Würde sterben zu dürfen. Mein Körper ist kein Ersatzteillager für irgendwelche mir vollkommen unbekannten Menschen und ich lehne selber auch Fremdorgane ab, dazu zählt auch Fremdblut!

Jeder Mensch hat sein "Set" an Organen bekommen . Was mich angeht, muss dann halt jeder damit klar kommen, was er bekommen hat.

Schiiten lehnen im übrigen aus Glaubensgründen die Organspende ab, wenn ihre Organe nicht an einen Muslim gehen.

Als Empänger nehmen sie, aber was sie kriegen können.

ich darf es mir nicht aussuchen, wer meine Organe bekommt und wer nicht, also dann eher nicht.

Ich selber habe nichts davon und ich finde es asozial, das mit den Organen so viel Geld gescheffelt wird und dann noch nicht mal die Bestattungskosten übernommen werden.

Denn das die Organe gespendet werden, bedeutet nicht, das damit kein geld verdient wird. Das Krankenhaus, wo sie gemeldet (und das Transplantationsteam die Entnahme vornimmt , bekommt allein eine Aufwandsentschädigung

Wer sich mal informieren möchte, sollte mal bei Kao lesen.

Dort sind reichlich Angehörige von Organspendern, dioe mehr oder weniger freiwillig ausgeweidet wurden.

Leider sind die meisten Leute kaum oder gar nicht informiert.

Was mich angeht, bin ich nicht dazu da, um irgendwelche Transplantationszentren am laufen zu halten.

Das ist es ja. Die Organe werden ohne jegliche Betäubung entnommen u niemand kann ausschließen dass der ja Mensch nix mehr spürt. 

Finde ich grausam.

Ich will auch in Würde sterben ohne ausgeweidet zu werden u danach erst zu sterben

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@Maleficent666

niemand kann ausschließen dass der ja Mensch nix mehr spürt.

Das kann man ausschließen, da zuvor der Hirntod festgestellt worden sein muss.

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@PatrickLassan

Es gibt viele Menschen, die trotz Hirntotdiagnose noch leben und ein normales Leben führen. Scheint also nicht so zuverlässig zu sein. 

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@weelah

Es gibt viele Menschen, die trotz Hirntotdiagnose noch leben

Gibt es nicht. Du verwechselst wahrscheinlich Koma und Hirntod.

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Nein, weil die Organe einem Sterbenden entnommen werden

Organe werden einem Toten entnommen.

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@weelah

Absolut richtig, denn sobald der Tod vollständig eingetreten ist, beginnt der Körper, sich zu zersetzen. 

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@lewei90

Darum wird, wenn der Hirntod festgestellt wurde, der Körper weiter "am Leben" gehalten (also der Kreislauf intakt), damit alle Organe noch genug durchblutet und damit "frisch" gehalten werden. Erst nach der Entnahme werden alle Geräte abgestellt. 

Darum werden Organe auch so schnell wie möglich entnommen (also die OP schnell durchgeführt) und dem Empfänger transplantiert. Das muss alles sher schnell gehen, da sonst die Organe absterben. 

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Nein, weil ich nicht auf künstliche Weise am Leben erhalten werden möchte nur um mich auszunehmen - wenn ich sterbe und mir nichts mehr hilft möchte ich auch, dass man mich gehen lässt (das gleiche gilt für sinnlose lebensverlängernde Maßnahmen wie Magensonde und Beatmung) Einem Toten entnimmt man keine Organe, diese sterben sehr schnell ab. Ich bin außerdem kein Ersatzteillager für andere Menschen.

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