Organspende, Evangelium?

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12 Antworten


Die Religion sagt, dass der Mensch ein Recht auf einen würdevollen und friedlichen Tod hat – und seine Seele keinen Schaden nehmen sollte. Und die Religion sagt: "Du sollst nicht töten". Aber genau das geschieht bei der Organspende.

Ein friedlicher und würdevoller Tod - das ist bei der „Organspende“ jedoch nicht gegeben. Bei der „Spende“ wird der Spender getötet und die Seele des Menschen mit Gewalt aus dem Körper raus getrieben. Sie kann sich nicht in Ruhe vom Körper, der Jahrzehnte lang das „Zu-Hause“ der Seele war, verabschieden.

Was sagt uns Jesus Christus zu diesem Thema ?

"Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an seiner Seele." (Jesus von Nazareth, Lukasevangelium 9, 25; Matthäusevangelium 16, 26)

Weiter empfehle ich Dir dies zu lesen:

Der Theologe Nr. 17 - Organtransplantation - Die verschwiegenen Leiden von Organspender und Organempfänger
http://www.theologe.de/theologe17.htm

Alles Gute !

Wenn Du mit Evangelium das meinst, was entsprechend dem ist, was Christus laut der Bibel lehrte und vorgelebt hat, dann sind die wichtigsten Werte daran uneigennützige Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. In Anbetracht dessen stellt sich die Frage, ob es dieser uneigennützigen Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft eher entspricht die noch lebensfähigen Organe mit im Sarg vermodern oder mit einäschern zu lassen, oder ob man diese für eine Transplantation freigibt. Ich denke, es ist eindeutig, dass dahingehend Organspende im Einklang mit der Hilfsbereitschaft ist, wenn auch für den Spender postmortem.

Die christliche Religion beantwortet diese Frage wie folgt:

- Organe, ohne die ein Spender nicht weiterleben könnte ( z.B. Herz) dürfen nur von toten Spendern entnommen werden.

- Organe, ohne die der Spender weiter am Leben bleibt ( z. B. Haut, Nieren) dürfen nur entnommen werden, wenn sich danach keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Spenders ergeben, die auf die Transplantation zurückzuführen sind.

Im Christentum zählt das Gebot der Gottes- u. Nächstenliebe. Aus diesem Motiv heraus wäre eine unentgeltliche (!) Organspende nach gründlicher Information zum Thema sicher gerechtfertigt.

 

cyracus 16.03.2016, 17:44

Organe, ohne die ein Spender nicht weiterleben könnte ( z.B. Herz) dürfen nur von toten Spendern entnommen werden.

Und damit ist klar: Es ist KEINE "O-spende" von Organen möglich. Denn Organe zum Zweck der Transplantation werden IMMER aus Lebenden herausgeschnitten. Den viel herangezogenen "Hirntod" gibt es ja nicht.

Um mehr zum sogenannten "Hirntod" zu erfahren, empfehle ich Dir das Interview mit Professor Coimbra (auf YouTube, google so) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

(Nimm das 18-Minuten-Video). Darin erklärt Prof. Coimbra, warum der Körper eines schwerstkranken Patienten bei funktionalem Gehirn oftmals keine messbaren (!!) Hirnströme aussendet. - Weiter erklärt er die katastrophalen Folgen der "Hirntod"-Tests.

Gib auf YouTube in die Suchleiste auch rein

hirntod diagnosen falsch

interview professor manzei

organwahn

Schon das Verbot des Tötens verbietet es, Menschen zum Zweck der Transplantation lebendig auszuschlachten und so zu Tode zu bringen.

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Was jegliche Religion zur Organspende sagt, ist doch vollkommen irrelevant.

In religiösen Schriften findet sich diesbezüglich natürlich nichts. Da diese von Menschen geschrieben wurden, die zu einer Zeit lebten, als an Organspende nicht im Traum zu denken war. Und wenn eine Religion dagegen wäre, so wäre diese Einstellung zutiefst verachtenswert.

Es gibt keinen einzigen plausiblen Grund, seine Organe nach dem Tod mit in den Sarg zu nehmen, und es ist absolut beschämend, daß dies immer noch die Regel ist.

Die Chance, dies zu ändern, haben "wir" leider erst kürzlich vertan. Die Regelung, daß man sich aktiv dagegen entscheiden muss, anstelle von dafür, wäre sinnvoll gewesen. Denn die meisten Leute sind einfach nur zu faul, ihren Organspendeausweis auszufüllen, oder sich mit dieser furchtbar einfachen Fragestellung zu befassen.

chinly 15.03.2016, 00:56

Es gibt keinen einzigen plausiblen Grund, seine Organe nach dem Tod....

Du weißt aber hoffentlich, dass brauchbare Organe nur aus einem lebenden Körper entnommen werden können?

 Dass dir bei deiner Ausweidung starke Muskelrelaxantien gespritzt werden, sei nur nebenbei am Rande erwähnt. Wozu bräuchte man die denn, wenn du mausetot bist?

Der Hirntod ist kein Argument, denn diesen haben schon mehrere Totgeglaubte überlebt und erfreuten sich danach guter Gesundheit.

Der sog. Hirntod wurde einfach mal schnell erfunden - bei der 1. Herzverpflanzung durch Prof. Barnard - damit man laufende Bestrebungen, ihn des Mordes anzuklagen, abwimmeln konnte.

Da tut sich dann das nächste -ethische - Problem auf: Wer oben genanntes fertigbringt, hat auch sicher keinerlei Probleme damit, den Tod eines beispielsweise sozial Schwächeren etwas zu beschleunigen, damit aus einem Schädling ein Nützling wird, nicht wahr?

Oder: Das Schwache muss dem Starken weichen - ganz im Sinne der Evolutionstheorie der Auslese etwas nachgeholfen...

Dieser ganze Organspende-Kult geht natürlich Hand in Hand mit dem humanistischen Atheismus, für den ja der Tod das ENDE bedeutet, es muss also um jeden Preis weitergelebt werden, und sei es vermeintlich in einem anderen Körper.

Für Gläubige bedeutet der Tod die Loslösung der unsterblichen Seele von der vergänglichen Hülle, ein Prozess, den man nicht gewaltsam stören sollte.

Fazit: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!"

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3125b 15.03.2016, 19:32

Vorweg: Ich habe deine Antwort positiv bewertet, weil ich einem Großteil davon zustimme. 

oder sich mit dieser furchtbar einfachen Fragestellung zu befassen.

So einfach ist die Fragestellung nicht. 

Und damit meine ich nicht irgendwelche religiösen Einstellungen, da die mich nicht kümmern. Viel mehr - und das mag an meinem generell negativen Menschenbild liegen, ich kann nicht anders - sehe ich einfach nicht bei der Gesamtheit des medizinischen Personals die Selbstlosigkeit und Menschlichkeit, die nötig wäre, um da eine einfache Fragestellung ohne Antworten mit bitterem Beigeschmack zu erkennen.

Ich will mich da gar nicht wie chinly in eine kultig-obskure Richtung bewegen oder mir einen Aluhut aufsetzen (lassen), aber so ganz ist den Entscheidungsträgern, nachdem es ja nun wiederholt Korruptionsskandale in Bezug auf Organspenden gab, meiner Meinung nach nicht zu trauen.

Und dabei geht es mir nun nicht nur um mein Leben, sondern schon etwas ums Prinzip. 
Vielleicht ändert sich meine Einstellung ja noch bevor es mich erwischt (wer weiß, es könnte ja nun auch morgen sein oder erst in 80 Jahren), kam ja öfter vor ...

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Also ich kann dir die Bedenken der römischen Katholischen Kirche nennen .

Der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes erschaffen ,deshalb hat er eine Würde die ihm  keiner nehmen kann.Wir alle  haben  eine Recht in Würde geboren zu werden und  auch ein Recht in Würde zu sterben .

Da man einem Toten  definitiv keine Organe entnehmen kann ,ist es wohl auch  sehr fragwürdig wie mit dem ganzen Thema heute  so umgegangen wird. 

Die Bibel macht dazu kein Aussagen ,sie lehrt aber Liebe deinen nächsten wie dich selbst

Und ich bin  also nicht verpflichtet meine Organe zu spenden und mich lebendig ausschlachten zu lassen nur damit  eine Industrie Profit macht .Solches  ist definitiv nicht Gottes Wille.

welches evangelium?

beantwortet von coeleste am 15. Juni 2010 10:29

APOKRYPHEN

Das Protevangelium des Jakobus 67

Das Kindheitsevangelium des Thomas 93

Das Ebjonitenevangelium 109

Der Papyrus Egerton 2 114

Das Geheime Markusevangelium 118

Das Thomasevangelium (koptisch) 122

Das Petrusevangelium 151

Das Nikodemusevangelium 162

* 2.1.1 Papyrus Egerton 2
* 2.1.2 Geheimes Markusevangelium
* 2.1.3 Petrusevangelium
* 2.1.4 Papyrus Oxyrhynchos 840
* 2.1.5 Papyrus Oxyrhynchos 1224
* 2.1.6 Papyrus Cairensis 10 735
* 2.1.7 Fajjumfragment
* 2.1.8 Straßburger koptischer Papyrus

Ägypterevangelium:

* Griechisches Ägypterevangelium
* Koptisches Ägypterevangelium (gnostisch)

Bartholomäusevangelium
Dialog des Erlösers (gnostisch)
Diatessaron (Evangelienharmonie)
Ebionitenevangelium (judenchristlich)
Hebräerevangelium (judenchristlich)
Protevangelium des Jakobus
Judasevangelium (gnostisch)
Kindheitsevangelien:

* Arabisches Kindheitsevangelium

#

* Kindheitsevangelium nach Thomas

Evangelium des Marcion (gnostisch)
Evangelium der Maria (gnostisch)
Matthiasevangelium
Nazaräerevangelium (judenchristlich)
Nikodemusevangelium
Philippusevangelium (gnostisch)
Pseudo-Matthäus-Evangelium
Thomasevangelium (gnostisch)
Evangelium der Wahrheit (gnostisch)

EVANGELIUM DER ESSENER

EVANGELIUM DES JAKOBUS

Was "deine Religion" von "Organspende" hält, weiß ich nicht, unser ewige Schöpfer plädiert mehr für "Organverpflanzung" inklusive einem "neuen Geist (Hes.36,26; Hebr.8,10).

Ihm geht es un das ewige Leben, wofür wir hier vorbereitet werden...(Offb.20,5).

Von einer Religion "Evangelium" hab ich noch nie gehört.

Meinst du evangelisch? Zur Position der EKD (der größten evangelischen Kirche in D):

http://www.ekd.de/service/suche.php?q=organspende&Suche+starten.x=13&Suche+starten.y=11

Oder meinst du, was der christliche Glaube, der sich auf das Evangelium von Jesus Christus gründet, sagt?

Da gibt es leicht unterschiedliche Positionen - aber dazu haben andere hier schon was gesagt, das muss ich nicht wiederholen.

Evangelium ist keine Religion! Wenn du evangelisch meinst, so spricht nichts gegen eine Organspende

cyracus 16.03.2016, 17:57

Wie kommst Du darauf? Kannst Du das begründen?

Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.

Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Organe zum Zweck der Transplantation werden immer Lebenden entnommen, die durch die EXplantation getötet werden.

Solange ein Mensch lebt, braucht er seine Organe selbst.

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Lies meine ausführliche Antwort an JuliaPusteblume auf ihre Frage

was meint die bibel zur organspende.. prüfung?

https://www.gutefrage.net/frage/was-meint-die-bibel-zur-organspende-pruefung?foundIn=answer-listing#answer-166753284

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Weiter empfehle ich Dir dies:

Der Theologe Nr. 17 - Organtransplantation - Die verschwiegenen Leiden von Organspender und Organempfänger

http://www.theologe.de/theologe17.htm

Sie unten im Inhaltsverzeichnis unter

Hinweise

1:  Was lehren die Kirchen über den Hirntod
eines Organspenders?

2: Mit welchem Trick die
Kirche das Gebot "Du sollst nicht töten" zu umgehen versucht

3: Was lehren die
Kirchen über den Organempfänger?

4: Was lehren die
Kirchen über den Körper eines Menschen als Ganzes?

5: Was würde Jesus wohl heute sagen?

Ich bin evangelisch und habe einen Organspendeausweis.

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