Organspende Ausweis wie habt ihr entschieden?

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11 Antworten

Ich habe mich GEGEN die Organspende entschieden ! Und zwar aus folgenden Gründen:

In der Werbung werden bewusst die Emotionen des Einzelnen
angesprochen. Es wird an „das Gute“, an die Hilfsbereitschaft  im
Menschen appelliert. Er könne doch nach seinem Tod doch noch etwas Gutes für andere Mitmenschen tun, in dem er ihnen seine Organe zur Verfügung stellt, die er ja nach (?) seinem Tod auch nicht mehr braucht .

Und wer möchte da nicht helfen, wenn es ihn (sie) nichts kostet (?) und er (sie) seine Organe etc. doch auch nicht mehr braucht (?).


Du
siehst schon die Fragezeichen hinter einigen Wörtern. Die Fragen kommen nämlich, wenn man solche Texte auf ihren Wahrheitsgehalt analysiert. Was stimmt denn nun nicht an diesem Text ?

Was ist falsch und eher Schönrederei an der Werbung ?

1. Die Formulierung „nach seinem Tod“ ist falsch ! Wenn ein Mensch wirklich tot ist, sind seine Organe nicht mehr zur Transplantation geeignet.

Bei der Entnahme der Organe muss der Mensch also noch l e b e n, weil man funktionsfähige, lebendige Organe braucht.

Um das Problem zu lösen, wurde das Hirntod-Konzept entwickelt und der  Hirntod als der Tod des Menschen erklärt.

Ist der Hirntod aber wirklich der Tod des Menschen ?

Nein - das ist er nicht ! Der Mensch ist dann erst – wenn überhaupt - zu 3% tot, während er zu 97% noch lebendig ist und auch sein muss, um funktionsfähige Organe zu erhalten.


Ausserdem gibt es nicht wenige Fehldiagnosen und Menschen, die
sich nach einer solchen Diagnose trotzdem wieder voll regeneriert habenund noch heute munter unter uns leben.

Diese Chance hatten sie nur, weil die Angehörigen einer Entnahme der
Organe NICHT zugestimmt hatten. Nach so einer Entnahme wären diese
Patienten garantiert nicht mehr am Leben.


2.
Auch ein friedlicher und würdevoller Tod ist bei einer Entnahme (Ausschlachtung) nicht möglich, da die Seele mit Gewalt aus dem Körper getrieben wird und sich nicht in Ruhe von ihm lösen kann.

Für die Medizin existiert die Seele eben nicht. Man hat den ganzen Körper samt Herz und Gehirn seziert - aber keine Seele gefunden !

Der Medizin fehlt einfach das Verständnis für das Feinstoffliche !

3. Die Medizin sollte andere, humanere Wege gehen und zusammen mit der Industrie z.B. effektive künstliche Organe entwickeln, um diesem ethischen Dilemma, in dem sie sich befindet, endlich ein Ende zu bereiten.


Umfassende Info zum Hirntod - Googel mal KAO.

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=list-answers-by-user#answer-179834205ch

Alles Gute !


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Ich habe mich dagegen entschieden und auf meinem Ausweis angekreuzt, dass ich einer Entnahme von Organen/Gewebe widerspreche.

Du lebst, also kannst du auch jetzt für dich alleine entscheiden. Angehörige entscheiden ansonsten, aber wozu denen sowas aufzwingen, wenn du es auch selbst vor deinem Tod entscheiden kannst?

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Ich möchte nicht, das andere für mich entscheiden, das kann ich selbst.

Ich bin Spenderin, ich würde jedes Organ von mir im Todesfall spenden. Ich stamme aber auch aus einer Transplantationsfamilie. Meiner Schwester wurden vor 20 Jahren eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse gespendet. Auch wenn sie jetzt seit fast 4 Jahren verstorben ist, bin ich dem anonymen Spender dankbar für jeden Tag, den ich durch seine Organe mit ihr mehr hatte.

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Erstmal würde ich meinen Verwandten niemals diese Entscheidung aufbürden. In meinen Augen ist das nur ein Verschieben der Verantwortung.

Sollte du deine Mutter jedoch eintragen und sie stirbt, kannst du einfach einen neuen Spendeausweis ausfüllen. Das ist ja keine amtliches Dokument, oder ähnliches, sondern eigentlich nur ein Stück Pappe.

Außerdem solltest du dir genau überlegen was du spenden möchtest.

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Kommentar von Livesgood88
10.03.2016, 00:42

danke für die hilfreiche antwort

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Ich spende alle Organe.

Ich würde Dir ebenso dazu raten selbst die Entscheidung zu treffen, aber Deine Familie nicht im Unklaren darüber zu lassen. Sprich also bei Gelegenheit mit ihnen. Denn dies ist eine sehr persönliche Entscheidung und vielleicht gibt es Menschen in Deinem Umkreis, die eine andere Einstellung zum Tod oder zur Organentnahme haben und Probleme damit hätten.

Und falls Du jemanden Anderen die Entscheidung überlassen möchtest, verschweige es bitte ebensowenig. Die Entscheidung muss im Krankenhaus während der Trauerphase entschieden werden und dann wäre es hilfreich, wenn sich die entsprechende Person schon vorab darüber Gedanken gemacht hat. Würde die Person (wie z. B. Deine Mutter) schon vorab verstorben sein, werden die nächsten Angehörigen darüber entscheiden müssen (Dein Vater, Deine Geschwister, Deine Kinder oder die nächste Verwandschaft).

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Das ist eine gute Frage...

Ich glaube, dass dann der nächst nahe Verwandte von dir darüber entscheiden kann.

Ich bin mir aber nicht sicher! Falls es möglich ist, kannst du ja mal bei deiner Krankenkasse oder bei dem Arzt nachfragen. :)

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Ich hab nein angekreuzt, vorerst

Mein Bruder und ich, wir haben Anfang des Jahren ein Referat über das Thema gehalten (wir sind fast 15) und auch wenn wir sachlich sehr gut abgeschnitten haben, hat uns das Thema emotional doch sehr mitgenommen.

Da wir beide eineiige Zwillinge sind und wir uns über alles mögen, wäre die Vorstellung meinem Bruder könnte was passieren und man würde ihn dann in einer OP auseinander nehmen einfach nur grausam und für ihn sieht es bei genauso aus.

Deshalb haben wir erstmal Nein angekreuzt und wenn wir emotional reifer sind, dann wollen wir uns das nochmal neu überlegen und wir haben auch für den Fall von "nicht ganz hirntod" schriftlich festgehalten, dass wir Maschinen explizit wünschen und alles mögliche getan werden soll.

Sollte mein Bruder mal eine Niere oder Leber brauchen würde ich ohne zu zögern für ihn spenden, mehr noch, ich würde nicht zulassen, dass man ihm etwas fremdes einbaut und er dadurch medikamentenabhängig wird, denn unter eineiigen Zwillingen gibt es keine Abstoßung.

Aus diesem Grund käme eine Lebendspende für andere Personen für mich auch nicht in Frage, weil ich im Notfall meinem Bruder dann nicht mehr helfen könnte.

Allerdings habe ich vor mich bei der DKMS als möglicher Stammzellenspender registrieren zu lassen sobald ich darf, Stammzellen wachsen ja nach und auf die Art könnte ich ohne große Nachteile für mich kranken Menschen helfen.


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Kommentar von BellaBoo
10.03.2016, 00:43

Ich finde ihr beweist schon viel Reife dadurch, das ihr euch klar seid, das ihr nicht reif genug dazu seid. Das ist auch nichts, was man mit 15 wirklich schon entscheiden kann.

Das mit dem nicht ganz hirntot, kann ich verstehen. Ich hab da noch einen Zusatz eingebaut, das Maschinen nur eingesetzt werden, wenn eine Möglichkeit der Heilung noch gegeben ist. Ich will nicht den Rest meines Lebens an Maschinen hängen, wenn ich da nicht wieder weg kann...dazu habe ich zulange auf Schwerstpflege- und Palliativstationen gearbeitet.

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Dann bestimmt sie über das Schicksal deiner Organe :D

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Kommentar von Livesgood88
10.03.2016, 00:37

ja das ist mir bewusst. aber was ist wenn ich ca in 50jahren erst sterbe und meine mtuter nicht mehr lebt und ich sie eingetragen habe wer entscheiden dann über die organe ?

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musst ja niemand eintragen wer entscheidet... ich selber hab niemand eingetragen und spende alle organe.. (augen ausgenommen.. finde das zu strange) xD

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Kommentar von Livesgood88
10.03.2016, 00:38

ja ich bn da ziemlich im zweifel...weiß nicht wie ich mich entscheiden soll

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Ich habe in meinem "Nichtspende"-Ausweis sowohl einer Entnahme als auch einer Transplantation widersprochen, d. h. ich werde weder Organe "spenden" noch möchte ich fremde erhalten. 

Bevor du irgendetwas ankreuzt, informiere dich bitte ausführlich und glaube nicht blind der Werbung der Transplantationslobby... 

Der Hirntod wurde definiert, um lebende und fühlende Menschen legitim ausschlachten zu dürfen - aber um welch grausamen Preis !

Ich möchte das Recht haben, am Ende meines Erdenlebens in Frieden und in Würde gehen zu dürfen und ich möchte auch kein Weiter"leben" mit Fremdorganen, weil das für mich (und meine Seele) kein Leben wäre !

Meine ganz persönliche Empfindung - gilt nicht für alle, aber du wolltest es wissen...

Nochmal: Bitte informiere dich und schau auch die andere Seite an, damit du nie etwas bereuen musst - alles Gute ! :) 

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Es wird ja heftig dafür geworben, damit sich möglichst viele Bürger für die sogenannte "Organspende" entscheiden. Dabei wird mit tränenreichen, romantisierenden Darstellungen nicht gespart.

Du fragst, wie wir uns entschieden haben.

Ich ganz klar: NEIN

Zur Begründung lies meine ausführliche Antwort an SaraWarHier auf ihre Frage:

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?
https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=list-answers-by-user#answer-179834205

Folge dort auch den weiterführenden Links zu meinen Antworten an
BossMoss und Lollol. - Der Link bezüglich Lollol führt nicht
zielgenau zu meiner Antwort (es wurde hier etwas an den Links
geändert). Wenn Du diesen anklickst, bist Du genau bei der Antwort
zu ihrer Frage:

Schnellerer Hirntod bei Organspendern?
https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=list-answers-by-user#answer-179834205

Bitte pass gut auf Dich auf!

Und denke daran: Deine Entscheidung ist ja nicht für ewig - jeden Tag kannst Du Dich umentscheiden.

Erst wenn Du Dich umfassend zu diesem Thema informiert hast, kannst Du Dich ja erst wirklich entscheiden.

Du erwähnst Deine Mutter: Sprich doch mit ihr darüber, nachdem Du Dich ausführlich informiert hast. In meinen Antworten an SaraWarHier, BossMoss, Lollol, Riecee (findest Du alles, wenn Du den Link zu meiner Antwort anklickst) hast Du viele wertvolle Informationen.

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Kommentar von ASmellOfRoses
11.03.2016, 09:40

Gute Antwort - DH ! :)

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