Organspende- wie soll der Widerspruch aussehen?

7 Antworten

Es ist bereits geltendes Recht eine Patientenverfügung notariell zu hinterlegen.
Geplant ist ein Datenbank einzurichten in dem seinen Willen eintragen lassen kann.

Hinsichtlich der Eigenschaft der Mediziner Hinterbliebene moralinsauer zu traktieren, empfielt es sich eine Patientenverfügung notariel zu hinterlegen, die ist bindend, für Ärzte, Hinterbliebene und sonstige Dritte.

Es soll ein zentrales Register geben, in dem man den Widerspruch eintragen lässt. Bei der Meldung eines potentiellen Organspenders durch die Ärzte wird dieses Register dann abgefragt.

Vermutlich wirst du dich dort entweder selbst online oder per Brief eintragen lassen können oder es wird in den Meldehallen erledigt. Wahrscheinlich gibt es mehrere Wege, sodass jeder Bürger die Möglichkeit hat, sich einzutragen oder eintragen zu lassen.

Zusätzlich kannst du natürlich die Wege wählen, die auch jetzt zur Verfügung stehen: Patientenverfügung, Organspendeausweis, Angehörige

Das frage ich mich auch. Eigentlich muss der Staat davon ausgehen, dass der Betreffende dagegen ist. Ich verweise dafür auf Artikel 2 unserer Verfassung, welcher u.a. körperliche Unversehrtheit garantiert - oder zumindest garantieren soll.

Solange kein Wille zum Ausdruck gebracht ist, etwa durch den Organspendeausweis, dann hat der Gesetzgeber davon ausgehen, dass keine Bereitschaft dafür besteht.

Respekt für die, die das machen. Und hoffen wir, dass diejenigen, welche ein Organ brauchen, auch eines bekommen und wieder gesund werden.

Das Zauberwort heißt Patientenverfügung, da kann die Politik auf und nieder springen, allein die ist gültig.

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Testamentsanfechtung gegenüber dem Nachlassgericht, worauf muss ich achten?

Hallo an alle,

ich habe eine Frage zur Testamentsanfechtung. Bitte um eure Meinungen, Tipps usw. Worauf muss ich achten? Welche Anfechtungsfrist ist für mich wichtig? Ein Jahr nach Erhalt des Testaments?

Welche Kosten kommen auf mich zu? Läuft es außergerichtlich oder muss man immer vors Gericht? Der Anfechtungsgrund – in meinem Fall besteht in Wirklichkeit kein Anspruch auf ein lebenslängliches unentgeltliches Wohnungsrecht.

Es geht um dieses Testament von meiner verstorbener Mutter: 1. Erbeinsetzung – mein Sohn als Alleinerbe 2. Auflage - Meiner Tochter 1 (das bin ich), wohnhaft xx ist im Hause xx ein lebenslängliches unentgeltliches Wohnungsrecht, im .. , bestehend aus xx, .., von meinem Erbe xx zu gewähren und dinglich zur Eintragung zu bewilligen und zu beantragen. 3. Vermächtnis - Meine Tochter 2, geb. am ., wohnhaft .. erhält das Bauplatzgrundstück Nr Weiteres habe ich nicht zu bestimmen.

Ich habe Grundbucheintrag und Pflichtteilsanspruch in der Nachlasssache bei meinem Bruder beantragt. Dann hat sich der RA von meinem Bruder gemeldet:

Mein Mandant wurde als Alleinerbe mit einer Auflage belastet. Gem. Par. 1940 gewährt jedoch eine Auflage dem Begünstigten keinen Anspruch auf die Leistung.

Mein Bruder hat nach Erhalt des Testaments gleich das Haus auf sich überschreiben lassen, mein Wohnrecht wurde bis heute nicht eingetragen und er will es auch nicht eintragen lassen.

Die Sitzung beim Notar soll folgendermaßen aussehen. Die Person erklärt dem Notar den Gegenstand der beabsichtigten Regelung. Der Notar fasst mündlich vorgetragene Vorstellungen zu einem Schriftwerk zusammen. Er wird diesen als Protokoll vorlesen, von der Person unterzeichnen lassen, dies dann durch seine Unterschrift beurkunden. Dadurch ist das Testament wirksam.

Es ist ungewöhnlich, dass der Notar, der das Testament vorformuliert hat, den von meiner Mutter geäußerten letzten Willen, dass ich ein Wohnrecht erhalten soll, als bloße Auflage an meinen Bruder, nicht als Vermächtnis formuliert hat.

Nachdem das Testament von einem Notar gefertigt wurde, ist davon auszugehen, dass meine Mutter im Normalfall über die Konsequenzen auch aufgeklärt sein musste. Falls der Notar meiner Mutter die Eigenart der Auflage richtig erklärt hat, dann sollte sie doch verstehen, dass ich in diesem Fall überhaupt kein Anspruch auf ein lebenslängliches unentgeltliches Wohnungsrecht habe?

Das heisst, mein Bruder kann meinen Auszug jederzeit beantragen. Und besser noch, mein Pflichtteilanspruch ist nach 3 Jahren nach Todesfall verjährt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass meine Mutter das so wollte. Meine Mutter, Witwe, war beim Erfassen des Testaments alt und leicht zu beeinflussen. Sie war nicht mehr alleine unterwegs, sie wurde zu sämtlichen Terminen von einem Familienmitglied begleitet.

Danke für alle Tipps.

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