Organisationen für Freiwilligendienste

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6 Antworten

Hast du mal "Weltwärts" in Erwägung gezogen? Das kostet nichts (du bekommst sogar noch ein Taschengeld, wenn ich mich richtig erinnere) und auch wenn es sicher Unterschiede gibt, ist die Betreuung - soweit ich weiß - allgemein recht gut, da gewisse Vorbereitungsseminar usw. für die Entsendeorganisationen Pflicht sind. Hier der Link: http://www.weltwaerts.de/weltwaertsGehen/organisationen/index.html ... dort findest du auch Erfahrungsberichte ... Ich wünsche dir positive und wertvolle Erfahrungen! Und Vorsicht: mit einem Virus stecken sich fast alle an, die eine Zeit lang in Afrika gelebt haben ... er verursacht ein Fernweh, man will immer wieder dorthin zurück ;-)

Danke für die Antwort.Ich denke "weltwärts" ist eine tolle Idee. Bestimmt bekomme ich ich auch dieses Virus.:-)

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Ach ja, welchen Virus denn, Schweinegrippe galoppiert ja grade in Deutschland, liegen da viel Tote auf den Strassen rum???

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@riara

Nach meiner Erfahrung galoppiert weder in Deutschland die Schweinegrippe noch liegen in Afrika viele Toten auf den Straßen rum (es sei denn, es ist Brürgerkrieg, was ich erlebt habe und was schlimm genug ist). ABER: das -> ;-) ist ein Zwinkersmiley und - zugegeben - Virus hätte ich in Anführungszeichen schreiben können ...

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Hallo ihr, habt ihr Interesse an einem Freiwilligendienst in Südafrika und habt aber noch keine passende Organisation gefunden?

Ich war von Sept 2012 - Juli 2013 bei Tshega Missions. Das ist eine kleine südafrikanische Organisation, welche unter anderem ein Schulprojekt, ein Waisenkinderprojekt, eine Suppenküche und ein neues Nähprojekt für Frauen ins Leben gerufen hat.

Ich habe wirklich sehr lange gesucht eine passende Organisation zu finden und über mehrere Ecken kam ich dann zu Tshega Missions, da seid ihr wirklich in sehr guten Händen! Preiswert, vertrauenswürdig und eine noch sehr kleine Organisation, wo man sehr viel Kontakt zu den Einheimischen (von Kindern, Jugend bis zu den Erwachsenen) hat und sehr viel selbst organisieren darf und seine eigenen Ideen einbringen kann.

Es war ein wundervolles Jahr mit so vielen prägsamen Erlebnissen, ich habe so viele neue Freunde gefunden und möchte am liebsten sofort wieder in den Flieger steigen!!! Bei Tshega sind die Freiwilligen bzw. Praktikanten sehr gut aufgehoben und es kommt nie Langeweile auf da es immer etwas zu tun gibt. Die Betreuung ist super!!! Man wohnt in einem Freiwilligenhaus direkt neben dem Haus der Gründerin (Ellanie van Rooyen). Und Ellanie kümmert sich um jeden als sei es ihr eigenes Kind!

Kosten kommen natürlich auch auf, aber überlegt mal. Wenn man für Unterkunft und Verpflegung nichts bezahlen würde, dann müsste ja die Organisation selbst dafür aufkommen. Und die sollten doch das Geld lieber zum Beispiel für einen neuen Schulblock verwenden oder? Aber bei Tshega Missions halten sich die Kosten noch sehr in Grenzen!! Ich habe sehr sehr lange gesucht eine passende Organisation zu finden, die nicht an weltwärts gebunden ist, wo ich also selbst entscheiden kann wie lange ich bleiben möchte (ab 2 Wochen ist ein Freiwilligendienst möglich) und die eben auch bezahlbar ist. Pro Tag zahlt man etwa 270Rand, dass sind umgerechnet etwa 20Euro pro Tag und da ist dann alles dabei. Also genügend (super leckeres) Essen, Unterkunft und auch der Transport.

Falls ihr mehr über Tshega Missions erfahren wollt, besucht meine Homepage von damals http://sarahinsouthafrica.jimdo.com und dort gibt es bei Kontakt auch meine Emailadresse. Zögert nicht mir zu schreiben, ich freue mich darauf :-)

Hallo,

hier gibt es noch Menschen, die am Abend fuer sich und Ihre Kinder kein Butterbrot haben! Wer der Meinung ist in Südafrika ist alles Gold, der täuscht sich sehr. Es gibt hier Menschen, die mit wenigen Mittel viel auf die Beine stellen. Viele Organisationen haben kein Geld, aber helfen Kindern in Not! Was soll daran verkehrt sein? Wer hier eine Freiwilligenarbeit vollbringt, der kann auf seine Leistungen stolz sein. Nebenbei ist es eine Erfahrung, die für sein ganzes Leben Einfluss haben wird.

Meine Zeilen können nur Leute verstehen, die schon einmal gehungert haben.

Viele Gruesse aus Südafrika Ulrike

PS: Und auf die Bildzeitung können wir hier verzichten!

Hallo,

besuche mal folgende Seite: http://www.arbeiteninkapstadt.ritztrade.de . Dort werden Freiwilligendienste in Kapstadt bis zum Krüger Nationalpark angeboten.

Sie sind sehr billig und gut!

Gruss Ulrike

Toll, wir machen Entwicklungshilfe in der weissesten und reichsten Stadt Afrikas...ist auch viel besser, da kann man dann in einem schoenene Bett schlafen und an der Ecke gibts McDonalds und die Bildzeitung...

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@riara

Nur in der reichsten Stadt von Südafrika gibt es einen grossen Unterschied: REICH und ARM. Kein Schwarzer kann sich McDonalds erlauben. Er steht vor dem Geschäft und versucht ein paar Rand zu bekommen! Eine normale Angestellte in einem Kaufhaus bekommt im Monat ca. 250 Euro! Davon kann Sie gerade mal die Kinder von ernaehren! Hier gibt es zum Glueck viele Freiwilligenhelfer die in Staatskrankenhaeuser Ihre Arbeit vollrichten. Eine sinnvolle Arbeit und diese Leute können sehr stolz auf sich sein.

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Willst Du eigentlich auf Lau nach Afrika? Bischen Schwarze Menschen bemitleiden...Wir brauchen hier keine Moechtegern-Entwicklungshelfer...Das Geld fuer Schoenwetter Helfer stecken wir lieber in erfahrene und motivierte Helfer vor Ort, der Flug und die Unterbringung eines Weissen kostet in Afrika mehr als ein ganzes Hilfsteam, ich wuerde das verbieten...

Wieso bist du denn gegen Freiwilligenarbeit.Vielleicht können Helfer die keine Ausbildung in Entwicklungshilfe hatten nicht so viel bewirken wie Profis.Aber wenn man z.B in einem Waisenhaus mit den Kindern spielt oder ihnen Zuneigung gibt ist das doch toll.Ich denke die Kinder freuen sich auch, wenn man ihnen was Gutes tut. Ich habe viele Erfahrungsberichte gelesen , in denen die Helfer beschreiben, dass sie und die Kinder viel Spaß hatten. Oder auch im Bereich "Umweltschutz" kann man viel tun.Um z.B im Krankenhaus zu arbeiten,sollte man natürlich eine Ausbildung haben. Für die Unterbringung und den Flug bezahlt man in den meisten Organisationen selbst.Außerdem gibt es einige Organisationen wo das Geld nach Afrika geht.Ich würde es auf keinen Fall verbieten, aber jeder hat seine eigene Meinung.

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@Janina15

Habe durchgehend nur schlechte Erfahrungen mit diesen 'Samaritern' gemacht...Entweder Sie kriegen irgendwann einen Hygiene, Kultur oder den Ich-brauche-jetzt-mal-ne-Pause Koller. Entwicklungsarbeit ist was fuer Profis, oder ich finanziere das selber bringe aber Experten mit, damit ich nicht mehr Schaden anrichte als Hilfe schaffe. Es gibt tausende von sehr faehigen Leuten die eine Einstellung zu dem Thema haben, Leute die denken Sie helfen irgendwem wem wenn Sie mit Kindern spielen. Hier in Kenia wuerde jeder fuer einen Job 100 Kilometer laufen und dann kommen die Mzungu (Weissen) Maedels und besetzen so eine Stelle, nur weil Sie in einer Verwirklichkeitsphase stecken, bitte kauft Produkte aus Entwicklungslaendern, spendet fuer die 'guten' Organisationen und macht Urlaub in Afrika, aber werdet nicht Teilzeit-Entwicklungshelfer. Ich mache Projekte seit mehr als 5 Jahren, bin aber seit mehr als 12 Jahren in Afrika unterwegs, ich kenne die Probleme und die Kultur (fast besser als meine eigene) und trotzdem lasse ich die Finger von Dingen, die ich nicht verstehe, ich schlafe unter freiem Himmel, brauche keine Toilette und esse alles was lokal angeboten wird. Ich habe auch keine Saetze wie "also in Deutschland..." in meinem Repertoire und spreche zudem die lokale Sprache. Jeder ohne Erfahrung und Qualifikation ist eine potentielle Gefahr fuer sich und andere...

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@riara

So langsam glaube ich, dass du Recht hast, aber wie soll man denn die Erfahrungen sammeln oder die Qualifikation erwerben? Spenden tue ich bereits für die Entwicklungshilfe , ich dachte bloß, dass man mehr tun sollte. Unter freiem Himmel zu schlafen wäre kein Problem für mich, ich brauche auch keine Toilette oder fließend heißes Wasser.Und traditionelle Küche würde ich gerne probieren. Auch wenn es gewöhnungsbedürftig ist, ich bin aufgeschlossen gegenüber fremden Kulturen. Insekten oder exotische und gefärliche Tiere würden mir auch keine Probleme bereiten.Ich weiss wie man sich verhalten muss wenn einem z.B eine giftige Schlange zu nahe kommt und wie man sich vor der Anophelesmücke schützt.Ich würde mich auch freuen, wenn sich die Gelegenheit bietet die Lokalsprache zu lernen.

Ich hatte mir mein Vorhaben eigentlich genau überlegt.Nach dem Abitur wollte ich erst mal einen Erste Hilfe Kurs und ein Tropenmedizinseminar besuchen.Ein Praktikum im Kindergarten und im Altenheim habe ich bereits absolviert und einer im Krankenhaus wird noch in diesem Jahr folgen. Dann wollte ich gerne nach Afrika um in einem Waisenhaus oder ähnlichem zu helfen. Im Grunde wäre dies auch eine Art Praktikum, also dachte ich nicht, dass ich anderen Leuten einen Arbeitsplatz wegnehmen würde.Danach möchte ich Medizin studieren ein paar Jahre als Ärztin arbeiten und Internisten werden.Und dann wollte ich mit " Ärzte ohne Grenzen" erneut nach Afrika oder auch Asien und Südamerika gehen, um an einigen Projekten teilzunehmen.Ich weiss nicht wie du zu Ärzte ohne Grenzen stehst. Aber so habe ich mir dass in etwa vorgestellt.

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@Janina15

Also erstmal bin ich beruhigt...Du scheinst keiner von den bekannten Plagen zu sein, die mich aus der Haut fahren lassen. Erstmal ist der Background Medizin/Pflege schonmal eine gute Ausgangsbasis...wir haben z.B. aktuell zwei Damen im Projekt Nest - kuemmert sich um die Kinder von verurteilten Muettern, die laengere Gefaengnisstrafen absovieren -, die eine ist Kinderpaedagogin und die andere Ernaehrungsberaterin. Dazu kommt, dass beide bei Gastfamilien untergebracht sind, die nicht gerade in Upmarket Stadtteilen in Nairobi wohnen. Beiden muss ich zugestehen, dass Sie nicht nur einen famosen Job machen, sondern sich auch sehr gut integriert haben. Das Projekt wird von unserer deutsch-lutherischen Gemeinde und anderen Verbaenden gesponsort und die zwei Deutschen sind Teil eines Ausbildungsteams, dass die oertlichen Kraefte ausbildet. Aerzte ohne Grenzen ist eine einmalige Organisation die ich bereits zweimal in den Sudan begleitet habe, auch hier war ich ueberrascht wie z.B. ein Hamburger Schoenheitschirurg 2 Wochen in einem Horrorlager in der Naehe von Dafour durchgehalten hat. In diesem Fall ist ein Arzt nicht zu ersetzen, wir haben ja kaum genug Aerzte fuer die Bevoelkerung, die sich die Behandlung leisten kann...Eine der wichtigsten Eigenschaften, die ein Helfer mitbringen sollte ist das generelle Verstaendnis fuer die Probleme Afrikas und einen Respekt fuer die Menschen, die trotz dieser Probleme eine reiche Kultur und unschlagbaren Optimismus bewahrt haben. Bin in Deutschland geboren, fuehle mich aber mitlerweile mehr als Afrikaner, einfach weil ich hier meinen Lebensmittelpunkt gefunden habe. Ein Suedafrikanisches Sprichwort fuer Dich:"Gehe ich vor dir, dann weiß ich nicht, ob ich dich auf den richtigen Weg bringe. Gehst du vor mir, dann weiß ich nicht, ob du mich auf den richtigen Weg bringst. Gehe ich neben dir, werden wir gemeinsam den richtigen Weg finden."

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Hallo riara, ich hab mich gerade erst angemeldet hier weil ich mir deinem beitrag nur zustimmen kann und ich bin auch sehr skeptisch was die hilfe der Europäer in Afrika angeht. Trotz allem möchte ich, ähnlich wie janina, etwas wirklich sinnvolles im Ausland tun und würde dich um hilfe dabei bitten.

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