Organe spenden, was haltet ihr davon?

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12 Antworten

Ich persönlich bin dafür. Trotzdem sollte es jeder selbst für sich entscheiden, ich finde nur wichtig, dass jeder ernsthaft drüber nachdenkt und man , auch wenn man nicht spenden will sich einen Ausweis zulegt, auf dem man ankreuzt , dass man nicht spenden will, damit nimmt man den Angehörigen nämlich eine ziemliche Last ab.

Ich habe einen, da ich mich moralisch dazu verpflichtet fühle, denn ich würde welche annehmen, wenn es nötig wäre.

Natürlich kann ich trotzdem verstehen, dass einige Menschen das nicht wollen.

Du bist alt genug das für dich selbst und ohne Einwilligung eines anderen zu entscheiden und wirst bestimmt das richtige für dich tun.

Grundsätzlich ist das eine sehr gute Sache und wenn du das machen willst, bespreche es mit deinen Eltern und fülle dann das Ausweiskärtchen aus. Lg

Meine beste Freundin hat eine Leber als Spenderorgan erhalten , und ja sie muss ihr leben lang Medikamente nehmen , aber na und sie lebt! Und über hirntot oder nicht kann man sich gleich viel streiten wie über ab wann lebt ein embryo , das ist Einstellungssache. Ich habe wahrscheinlich schon mehr Hirntote gesehen als ein Laie und kann euch sagen für mich wär das kein Leben mehr , und mir wär lieber ein anderer Mensch kann mit meinen Organen (auch Haut , Hornhaut etc.) ein erfülltes Leben führen und ich muss nicht mehr vor mich hinvegetieren. Die Entnahme unter Vollnarkose sollte heutzutage aber Standard sein.

Informiere Dich ausführlich über alle Aspekte dieses Themas und bilde Dir dann eine Meinung. Dank eines Nierentransplantates brauchte ich über 23 Jahre nicht zur Dialyse, das Transplantat wird diesen Monat 26 Jahre alt und hat immer noch eine Restfunktion. Ich habe auch einen Organspenderausweis, was man nach meinem (Hirn-)Tod noch gebrauchen kann, darf gerne verwendet werden, ich brauche es dann nicht mehr...

Ich habe auch einen Organspenderausweis. Ich persönlich finde es sehr wichtig, verstehe aber auch, wenn jemand es nicht möchte.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden ! Aber ich persönlich halte nichts davon – d.h. konkret: ich würde selber keine Organe spenden und auch keine Fremdorgane haben wollen. Und dafür gibt es gute Gründe, die ich dir gerne nennen will.

Diese Gründe werden ausführlich in dem Buch „HERZLOSER TOD“beschrieben

Hier die hilfreichste Rezension zu dem Buch: Überaus lesenswert! VonBambergerBücherwurm am 6. Februar 2006

Um es gleich vorwegzunehmen: Das Buch der Kulturwissenschaftlerin Anna Bergmann und der Journalistin Ulrike Baureithel ist keine leichte Kost und garantiert nichts für schwache Nerven. Für Menschen aber, die sich umfassend mit dem Komplex Organspende auseinandersetzen möchten, sollte "Herzloser Tod" Pfichtlektüre sein.(….)

In dem Buch kommen an Organtransplantationen beteiligte Ärzte ebenso zu Wort wie das medizinische Pflegepersonal auf Intensivstationen, Psychotherapeuten und Angehörige von Organspendern.

Es zeigt sich, dass gerade diejenigen Schwestern und Pfleger, die täglich mit Hirn"toten" umgehen, aber auch einige der befragten Ärzte, der Hirntoddefinition sehr kritisch gegenüber stehen.

"Wie kann ein Mensch, der zwar maschinell beatmet wird, aber ansonsten einen rosigen, warmen Körper hat, dessen Herz schlägt, dessen Verdauungs- und Ausscheidungsorgane funktionieren und der auf die Organentnahme mit Stressanzeichen wie Blutdruckanstieg und Schwitzen reagiert, ein Toter sein?" fragen sie sich.

So betonen auch die Autorinnen, dass es sich bei der Hirntoddefinition um ein Konstrukt handelt, das einen Sterbenden vorzeitig für tot erklärt, um ihn ausweiden zu können, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.

Schon vor einigen Jahrzehnten wurde das in einem Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch so ausgedrückt:

"Der Mensch soll so tot wie nötig, das Organ aber noch so lebendig wie möglich sein."

An diesem Dilemma hat sich bis heute, auch nach dem Inkrafttreten des Transplantationsgesetzes am 1. Dezember 1997 in Deutschland, nichts geändert.

Aber nicht nur die Angehörigen, die ihre Zustimmung zur Organentnahme gegeben haben, kommen danach oft in heftige Gewissenskonflikte, sondern auch die Organempfänger müssen, wie das Buch zeigt, die psychische Ausnahmesituation des Lebens mit fremden Organen erst einmal verarbeiten.

Zudem sind sie nach der Transplantation nicht mit gesunden Menschen vergleichbar, sondern benötigen lebenslang Immunsuppressiva gegen drohende Abstoßungsreaktionen und Kortison mit allen gravierenden Nebenwirkungen bis hin zu starker Osteoporose, Krebs, Nierenversagen und weiteren schwerwiegenden Folgen.

Nur das Verdrängen des Todes aus der heutigen Gesellschaft kann zu solchen paradoxen Therapien wie der Organtransplantation führen, die das "Umdefinieren" eines Sterbenden in einen Hirntoten erfordern, um das Leben anderer möglicher weise ein wenig zu verlängern.

Der Mensch wird so zum lebenden Ersatzteillager, aus dem man sich nach Belieben bedienen kann. Nach den Organen sind jetzt sogar die Gesichter an der Reihe, wie der Ende November 2005 weltweit erste Fall einer Gesichtstransplantation in Frankreich zeigte.

Die in der Bevölkerung nach wie vor geringe Bereitschaft zur Organspende mag auch darauf beruhen, dass die Menschen fühlen, wie ihnen von offizieller Seite durch die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) eine sehr vereinfachende und beschönigende Version aufgetischt wird.

Die Skepsis ist nur zu berechtigt, denn gerade die Schwestern und Pfleger, die mit Hirntoten arbeiten, kennen die andere "dunkle"Seite der Transplantationsmedizin. Einer von ihnen bringt es auf den Punkt:

"Sie finden keinen mit einem Organspendeausweis hier."

DH !! - sehr wichtig Dein Hinweis auf das Buch "Herzloser Tod" und der Hinweis auf die Schwestern und Pfleger, die die angeblich "Hirntoten" betreuen. - Roberto Rotondo berichtet ja auch davon in seinem Vortrag:

Wie tot ist hirntot?

http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten zeigt er die Untersuchung zweier sogenannter "Hirntoten", die als tot gelten - das sollte sich jeder ansehen, der die sogenannte O-spende befürwortet und sich vorstellen, er selbst liegt so dort und macht entsprechende Abwehrbewegungen ... Und anstatt weiter behandelt zu werden, wird er ausgeschlachtet ...

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Ergänzend:

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger. Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen tätig. Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre als Krankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte "Hirntote".

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Was ich davon halte?

Gar nichts!

Grund:

Bei diesem Thema darf es nicht in erster Linie um die Empfänger der Organe gehen, sondern um diejenigen, die ihre hergeben sollen. Dazu ist es wichtig, dass die umworbenen potentiellen "Organspender" ehrlich informiert werden.

Organspende NACH dem Tod gibt es nicht. - Es werden lebendige Organe gebraucht, und die kriegt man nur aus lebendigen Menschen. Die sogenannten Organspender sind NICHT tot bei der Organentnahme. - Den sogenannten "Hirntod" gibt es nicht, der wurde erfunden, damit man so aus lebendigen Menschen lebendige Organe herausschneiden kann.

Lies meine ausführliche Antwort an die ebenfalls 16-jährige SaraWarHier:

War ich zu voreilig mit dem Orgenspendeausweis?

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=answer-listing#answer-179834205

Darin erkläre ich, warum die Krankenkassen diese "Informationen" rumschicken (müssen), in denen so "informiert" wird, dass die "Spendenbereitschaft" erhöht wird.

Klick in meiner Antwort an SaraWarHier auch den Link  zu meiner Antwort an BossMoss an - dort findest Du auch einen Link zu meiner Antwort an Lollool. In meiner Antwort an Lollool geht es zum Beispiel darum, dass Patienten nur deshalb überlebt haben, weil die Verwandten ihre Lieben nicht zur "Organspende" freigaben, sondern auf Weiterbehandlung bestanden..

In meiner Antwort an SaraWarHier findest Du in meinem Kommentar einen Hinweis auf den Artikel

Die Wertschöpfung einer "Organspende"

mit dem Kapitel

"justified killing" = gerechtfertigtes Töten

Lies das Kapitel, darin wird deutlich gemacht, dass die "Organspender" bei dem Herausschneiden der Organe nicht tot sind, sondern eben dadurch getötet werden, was man gerne nennen will mit "gerechtfertigtes Töten".

Unter diesem Hinweis findest Du einen Hinweis auf einen Artikel, in denen Angehörige berichten, wie sie ihre Lieben vorgefunden hatten, nachdem ihnen die Organe entnommen hatten (nur in der Schweiz ist Narkose während dem Herausschneiden der Organe Pflicht). - Es wird berichtet, dass die Gesichter ihrer nun toten Lieben schmerzverzerrt waren. - Es ist nämlich so, dass bei der Organentnahme allgemein keine Narkose und keine Schmerzmittel gegeben werden, obwohl man weiß, dass die Menschen nicht tot sind.

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Beim Thema O-spende wird sich immer auf den sogenannten "Hirntod" berufen, der verglichen wird mit dem echten Tod.

Professor Coimbra erklärt gut verstehbar in einem Interview alles zum "Hirntod". Das Interview findest Du auf YouTube (google so) und gib dort in die Suchleiste ein

Der tödliche Apnoetest

Nimm dann das 18-Minuten-Video. - Falls Du keine Videos auf YouTube sehen kannst: Ein fast vollständiges Transkript (= Abschrift) des Videos findest Du in meiner Antwort an BossMoss.

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Es ist gut, dass Du weitere Informationen einholst.

Falls Du Dich gegen die "Organspende" entscheidest (hast Du schon mal erlebt, dass so aggressiv und nachhaltig für eine Spende geworben wurde?), also falls Du Dich dagegen entscheidest, empfehle ich, nicht den O-ausweis zu benutzen, auf dem Du ja auch NEIN ankreuzen kannst. - Im Internet findest Du NICHT-O-ausweise. Außerdem ist es gar nicht nötig, solch einen Ausweis zu haben. Ein Zettel mit

Name,
Geburtsdatum,
Adresse,
Erklärung,
Person, die benachrichtigt werden soll,
Datum und
Unterschrift

genügt. - Es ist schon unverschämt, dass wir überhaupt sowas bei uns haben sollen. - Informiere Deine Familie über Deine Entscheidung. Achte darauf, dass diejenigen, die Du informierst, Deine Meinung respektiert. Gib der Person / den Personen Deine Entscheidung schriftlich.

Bitte pass gut auf Dich auf.

DH !

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Hallo,

ich kann dir nur eins sagen:

die Organe müssen entnommen werden, wenn man noch am Leben ist. Es wird oft gesagt, daß die Spender Hirntot sind, aber spüren tun sie dennoch etwas...

In der Schweiz wird die Organentnahme prinzipiell unter Vollnarkose gemacht, auch bei sog. Hirntote...

Emmy

DH !! - richtig, emily.

Und noch schlimmer: Sehr viele der als "hirntod" Erklärten sind in Wahrheit schwerstkranke Patienten, die sofort behandelt werden müssen, und viele von ihnen können dann wieder vollständig gesund werden, wie Professor Coimbra in dem Interview

Der tödliche Apnoetest (auf YouTube)

eindrucksvoll erklärt. (Falls Du das Interview noch nicht kennst, nimm das 18-Minuten-Video).

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Vor 14 Jahren, also mit 18, habe ich gar nicht lange überlegt, und mir einen Ausweiß geholt. 

Wenn ich irgendwann nicht mehr bin, brauche ich die Organe eh nicht mehr. Vielleicht kann ich damit jemanden helfen. 

Solange Du lebst, brauchst Du Deine Organe. - Nur aus Lebenden werden die Organe herausgeschnitten.

Professor Coimbra erklärt in einem Interview alles um den sogenannten "Hirntod" - das ist wichtig zu wissen, weil sich die Transplantationsmedizin auf den "Hirntod" als Tod beruft. - Das Interview ist auf YouTube (google so) mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Nimm dann das 18-Minuten-Video.

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@LinnSarma

Das ist keine Verschwörungstheorie, aber Wirklichkeit !

Die Organe müssen noch bis zum Schluß, d.h. gerade noch vor der Entnahme, gut durchblutet sein, weil sie ansonsten wertlos für eine Transplantation wären!

Echt, hast du vielleicht eine Ahnung !

Emmy

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@emily2001

Die Durchblutung erreicht man mit Herz-Lungen-Maschinen o.ä.

Echt, hast du vielleicht eine Ahnung! ;-)

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@LinnSarma

@LinnSarma - auf Dein Däumchen habe ich versehentlich geklickt. Leider kann ich das nicht rückgängig machen.

Bevor Du hier "Verschwörungstheorien" unterstellst und IRONISCH

Echt, hast du vielleicht eine Ahnung! ;-)

solltest Du Dich umfassend zu diesem Thema informieren.

Zumindest solltest Du Dir das von mir reingegebene Interview mit Professor Coimbra ansehen, denn dann kannst Du solch derartige Kommentare zu diesem Thema nicht mehr schreiben.

kopfschüttel

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sehr gute sache, wenn man wirklich tot ist

DH !! - genau darum geht es.

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Ich halte von sowas nichts und würde auch nie Organe spenden.

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