Ordnungswidrigkeit weil ich Personen die Straße überqueren lassen habe?

5 Antworten

Hallo,

eigentlich sagt dieser Abschnitt alles aus:

"Als guter Fahre verzichte ich auf meine Vorfahrt und halte mich an §1 StVO".

Vermutlich erzählst du uns hier eine zusammengebaute Geschichte, die nicht den Tatsachen entspricht.

Da die Straße, wie du schreibst, nicht gerade breit war, wirst du durch dein Verhalten den fließenden Verkehr extrem behindert haben. Vielleicht hast du auch einen P-Platz gesucht und bist deshalb langsamer gefahren und teilweise stehen geblieben.

Somit haben die Fußgänger diese Chance genutzt.

Bezahle, und lerne draus.

Ach so, nimm dir doch Bitte nochmal den §1 StVO zur Brust, und deute dessen Sinn richtig.

Gruß

Es kommt in diesem Fall ganz auf die Situation an, natürlich sollte man anhalten ehe man Passanten über den Haufen fährt, allerdings sollte man nicht halten um den Passanten den Überweg erst zu ermöglichen.

Prinzipiell ist der Verkehrsfluss zu beachten, wenn du den nachfolgenden Verkehr unnötig behinderst ist das mit einem Bußgeld belegt. Bist du allerdings gezwungen anzuhalten und den Verkehr zum erliegen zu bringen weil Passanten ohne Rücksicht einfach die Straße überqueren solltest du die Bremse verwenden.

Um den Verkehr zu jeder Zeit so flüssig wie möglich zu halten gibt es dafür die StVO und diverse Hilfsmittel wie Ampeln, Zebrastreifen oder Verkehrsinseln. Passanten sollten den Weg über die Ampel wählen, alternativ natürlich (falls vorhanden) einen Zebrastreifen oder bei Bedarf auf der dafür vorgesehenen Verkehrsinsel halt machen.

Der von dir genannte Paragraph ist der folgende:

§ 1 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) besagt:

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

Auf dich trifft wohl am ehesten Punkt 2 zu. Es ist allerdings auch schwer zu sagen ob das was du da schreibst auch tatsächlich so abgelaufen ist oder ob da vielleicht doch andere Möglichkeiten offen gestanden wären ohne den nachfolgenden Verkehr zu behindern. Sofern der von dir genannte Passant rücksichtslos die Straße überquert hat und dich zum bremsen gezwungen hat stehst du im Recht, du schreibst aber das es kurz drauf ein weiteres mal zu einer ähnlichen Situation gekommen ist, das macht es schwieriger sich in die Situation rein zu denken.

Ich lese deinen Text im Moment allerdings so das du angehalten hast um den Passanten den Überweg erst zu ermöglichen, diese also auf eine Lücke gewartet haben die du ihnen gewährt hast. Wenn du dadurch den nachfolgenden Verkehr behinderst ist das ebenfalls mit einem Bußgeld belegt, in deinem Fall wird dir das Parken in zweiter Reihe vorgeworfen. Normalerweise wird dir das nur angelastet wenn du da für eine gewisse Zeit stehst, es braucht ja auch seine Zeit bis besagter Mitarbeiter die Situation erkennt und analysiert hat. So gesehen ist es also auch möglich so auszulegen das du da geparkt hast, als Ausrede allerdings die Passanten anbringen möchtest.

Ich möchte dir nichts unterstellen und betrachte das ganze neutral, aber es ist schwierig herauszulesen wie sich die Situation tatsächlich abgespielt hat.

Vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung. Es ist für mich im Nachhinein sehr schwierig diese Situation in Wörter zu fassen. Ich habe selber echt lange gebraucht bis ich überhaupt zu dieser Erkenntnis gekommen bin.

Der Bußgeldbescheid hatte mir nur vorgeworfen, in 2. Reihe gehalten zu haben, aber keine weitere Ausführungen zur Situation außer Datum und Ort.

Ich habe auf dieser Straße nicht gehalten um zu Parken oder ähnliches sondern um ca. 15 Meter vor einer Einmündung Personen das überqueren der Straße zu ermöglichen. Ob diese Personen jetzt stehen geblieben wären wenn ich nicht angehalten hätte weiß ich nicht. Das Risiko wollte ich nicht eingehen was ich ab jetzt aber definitiv immer tun werde.

Und weil ich schrieb, ich fuhr ein Stück weiter und hielt erneut war gemeint, dass ich eben an der Einmündung erneut zum halten gekommen bin um Personen das überqueren der Straße zu ermöglichen. Aus dem Gedächtnis heraus würde ich sagen, dass ein Vorfahrt gewähren Schild an der Einmündung war. Müsste ich vor Ort erneut begutachten.

Möglicherweise denkt der Sachbearbeiter auch, ich parkte da, da mein Auto eine Start Stop Automatik besitzt und der Motor für paar Sekunden aus ging.

Alles im allem denke ich hier will sich ein Mitarbeiter sehr profilieren oder um jeden Preis versuchen seine Quoten zu erreichen.

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So wie Du es darstellst klingt es wirklich verrückt, aber da scheint es auch eine andere Sichtweise zu geben, die Du uns hier verschwiegen hast.

Deine Bemerkung "... weil ich nur kurz weiter gefahren bin." legt dies nahe. Was damit gemeint ist, hast Du nicht gesagt. ich kann es mir auch nicht zusammenreimen.

ABER: Es ist aber nicht auf jeden Fall richtig anzuhalten und Fußgänger rüber zu lassen. Z.B. könntest Du dadurch den nachfolgenden Verkehr behindert oder gar gefährdet haben. Die Verkehrsregel sind so gestaltet, dass alle Verkehrsteilnehmer möglichst störungsfrei voran kommen sollen.

Es ist auf keinen Fall ein Zeichen für einen "guten Fahrer" wenn Du ständig auf die Vorfahrt verzichtest, sondern Du wirst sehr schnell zu einem Verkehrshindernis.

Zwischen "unnötigem Anhalten mit Verkehrsbehinderung" und "rücksichstlosem Fahrer, der keinen Fußgänger schont" ist eine riesige Lücke, in die fast alle "normalen" Autofahrer passen. Daher ist es sehr plakativ und wirklich nich sinnvoll das hier so als die beiden einzigen Möglichkeiten darzustellen.

Ich fuhr weiter und die nächsten Leute ( welche aber an einer Einmündung ohne Ampel) die Straße überqueren ließ.

Was soll ich denn machen wenn die Menschen auf die Straße laufen? Draufhalten und gib ihm? Ich stand für Gefühle 10 maximal 15 Sekunden. Es reichte wohl nicht mal aus um ein Foto von der Situation zu machen und ich war schon weiter weg.

Für mich gibt es natürlich nur die zwei Optionen. Wenn mir jemand vor das Auto läuft würde ich selbst bei 50 KM/h und wenn ich recht bin Vollbremsen um die Menschen nicht zu überfahren. Hier fuhr ich mit gefühlt 30-40 km/h

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@Mateplace

Nun wenn das so war wie Du es schilderst, dann bin ich bei Dir. Da lasse es auf eine Verhandlung ankommen.

Meine Hinweise gingen in die Richtung, dass ich mich als Autofahrer ärgere, wenn vor mir jemand auf der Vorfahrtsstraße anhält um jemanden aus der Seitestraße raus zu lassen und dadurch den Verkehr behindert. Wenn ich dann noch im Rückspiegel sehe, dass hinter mir keiner mehr kommt, frage ich mich, warum wir anhalten müssen, wenn der 3 Sek später ohne Probleme fahren könnte.

Diese Denkweise "ich bin ein netter Autofahrer und verzichte gern auf meine Rechte aus Freundlichkeit" ist kontarproduktiv. Die Verkehrsregeln regeln es schon, da muß man nicht ständig eigene neue erfinden.

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