Ordnungssinn - erblich oder anerzogen und wo ist er geblieben?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Meine Schwester und ich wuchsen unter denselben Bedingungen auf, mit unterschiedlichen Resultaten: während sie von einem gewissen Chaos rundum nicht beeindruckt ist, neige ich eher dazu, eine gewisse Klarheit und Ordnung zu halten. Beide sind wir aber nicht fanatisch in der jeweiligen Richtung- nur es sind ganz eindeutig entgegengesetzte Tendenzen. Von daher liegt es wohl nicht (nur) an der Erziehung (da war es ordnungsmäßig irgendwas dazwischen).

Danke, bin etwas beruhigt. Liegt also nicht nur an der Erziehung.

0

Ordnungssysteme können antrainiert oder vorgelebt werden. Die innere Bereitschaft, Ordnung zu schaffen, kann durch Druck von außen (Erziehung, Peer pressure, schlechtes Gewissen etc.) erhöht werden. Aber:

Nachdem ich mich oft genug mit den unterschiedlichen Ordnungsvorstellungen meiner LAG und Kinder herumgeschlug, habe ich die Frage für mich so beantwortet:
Jeder Mensch hat einen Set-Point für den Ordnungssinn, nur liegt die Toleranzschwelle für Unordnung beim einen höher als beim anderen. Das scheint eher angeboren als angelernt zu sein.

Ich habe den umgekehrten Weg erlebt. Mein Erzeuger ist das, was man als "Messi" bezeichnet. Ich habe damals wohl aus Selbsterhaltungstrieb gelernt, den Müll öfter als einmal alle zwei Monate runter zu bringen (oder nach dem Baden/Duschen das Fenster zu öffnen). Von daher würde ich es bei mir indirekte Erziehung oder das Prinzip "erschrecke dich sauber" nennen.

Ich habe mich als Jugendlicher sehr mit "Saustall" wohl gefühlt, aber mit eigener Wohnung und eigenen Kindern war das ganz anders. Das ist doch deren Problem, das löst sich von ganz alleine. Nicht Deines. Du bist bestimmt eine super Mutter. Die Kinder müssen ihr Leben selber leben, sich aber an die Regeln im allgemeinen Wohnbereich halten. Entspann Dich, das kommt von ganz alleine.

Hast Du Deinen Kindern immer alles hinterher geräumt? Mein Kleiner räumt zwar sein Spielzeug noch nicht richtig auf, aber seine Jacke, seine Schuhe, seine Kindergartentasche haben ihren Platz und wehe, wenn ich das wo anders hinräume.

Ebenso sieht es bei uns mit den alltäglich benutzten Gegenständen aus. Alles hat seinen Platz und aus dem Haus gehen, ohne das entsprechende Teil dort hinzulegen, ist nicht drin.

Mag an meiner Erziehung liegen. Habe oft hinter ihnen hergeräumt. Daher habe ich auch hier die Frage gestellt.

0

Was möchtest Du wissen?