Optimale Beleuchtungszeit?

5 Antworten

Hallo lilliane25,

ja das ist eine "Gretchenfrage", die Du am besten experimentell heraus findest!

Wie schon geschrieben, kannst Du, um am Abend noch etwas von Deinem Aquarium zu haben, eine mindestens vierstündige Pause einlegen, ist aber nicht unbedingt erforderlich, wenn alle anderen Umstände stimmen, außer eben die abendliche Beleuchtung!

Ich beleuchte 11Stunden ohne Unterbrechung plus Sonnenauf-. und Untergang, wobei das Licht eben etwas später angeht. Ich habe aber auch festgestellt, dass manche Echinoderusarten selbst bei starkem Licht und zehnstündiger Beleuchtung kaum über eine "Rosettenbildung" hinaus kommen, aber mit der selben Helligkeit und 11 Stunden Beleuchtung die komplette Beckenhöhe (60cm) erreichen!

Du siehst, die Frage kann man nicht pauschal beantworten, ausschlaggebend ist die Beleuchtungsdauer, die Lichtfarbe (Kelvin) und die Beleuchtungsstärke (Lumen), das musst Du selber heraus finden!

Norina

Hallo, da gibt es keine Regel, es kommt drauf an, was in diesem Becken drin ist.

Meist findet man Angaben von 10-12 h. Das liegt aber einzig daran, dass die "typischen" Tiere und Pflanzen fürs Aquarium aus den Tropen kommen und diese Beleuchtungsdauer den Tag/Nachtzyklen im Habitat entspricht.

Ich persönlich versuche mich ebenfalls an das Habitat meiner Pfleglinge zu halten. Die tropischen Fische bekommen eine Beleuchtungsdauer von ~12 h, die nicht tropischen je nach Jahreszeit länger oder kürzer, zusammen mit Temperaturabsenkung oder -erhöhung. Das setzt natürlich voraus, dass man die Habitate nicht bunt zusammenmixt. Ein Beispiel aus meinem Haus: meine japanischen Reisfische haben im Sommer 16 h Beleuchtungsdauer bei 25-30°C. Jetzt befindet sich die Temperatur auf 16°C und die Beleuchtungsdauer wurde auf 9 h reduziert, so dass sie täglich etwas nach Sonnenaufgang an und vor Sonnenuntergang ausgeht. Die Pflanzen wurden natürlich so ausgewählt, dass sie das alles mitmachen.

Natürlich sind kleine Abweichungen nicht dramatisch. Ich würde grob schätzen, alles in einer +/- 2 h Range ist auch bei den am genauesten nachgebildeten Biotopaquarien noch vertretbar. Im Endeffekt muss es funktionieren.

Zur Mittagspause: die wird ja meistens damit begründet, dass sie Algenwachstum verhindern soll und die Aufheizung des Aquariums im Sommer zu den heißesten Mittagsstunden verringert. Ich habe in den tropischen Becken Mittagspausen. Vor Allem deshalb, weil sie nicht schadet und ich so in der früh und am Abend - also wenn ich zuhause bin - etwas von meinen Aquarien habe. Außerdem ist dann das Licht im Haus sowieso an, was ja auch ins Aquarium einfällt.. Ob das jetzt habitatsgetreu ist? Ich weiß es nicht. Manche meinen, ja, denn in den Tropen steht die Sonne zu Mittag so, dass die Bäume die Gewässer beschatten o.ä. ... ich weiß nicht wirklich was ich von dieser Begründung halten soll. Positive Effekte bzgl. Algen oder Temperatur konnte ich ebenfalls nicht feststellen. Negative Effekte ebenfalls nicht.

Fazit: man kann viel richtig aber nur wenig falsch machen :)

Wenn du tropische Tiere und Pflanzen pflegst, sind 11-13h optimal. Diese Tageslänge entspricht je nach Jahreszeit auch den Gegebenheiten in ihrer Heimat.

Bei lichthungrigen Pflanzen nehme ich 12,5-13h, bei anspruchslosen auch 11,5-12h. Den Fischen ist das ziemlich egal. Länger würde ich aber nicht beleuchten.

Da kannst du auch ein wenig experimentieren und dir die Auswirkungen auf die Pflanzen ansehen.

Mittagspause mache ich momentan nicht. Wenn du eher abends Zeit hast, kannst du problemlos eine Pause von 2 Stunden machen. Wenn ich mir die Antwort von eieiei2 anschaue, dürfte aber länger auch kein Problem sein.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

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