Opiate in der Schmerzmedizin?

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4 Antworten

Physisch machen sie beide Gruppen abhängig. Nur die psychische Abhängigkeit ist unterschiedlich.

Weil Schmerzpatienten keinen weiteren Bedarf an dem Mittel haben sobald oder solange die Schmerzen verschwinden - Problem beseitigt, alles gut.

Suchtis hingegen nehmen sie nicht um etwas abzustellen (Schmerz) sondern etwas anzustellen (Rausch) und haben daher ständigen und immer weiteren Bedarf daran.

Der Schmerzpatient denkt gar nicht mehr groß an die Medikamente wenn er sie jeden Tag im Sinne der Schmerztherapie nimmt und die Schmerzen weg sind, der Suchti denkt aber ständig an das Zeug und wie er den Rausch wieder erzeugen kann.

Das ist das Wesen der Sucht.

Studien hab ich jetzt nicht zur Hand, aber das ist kurz gesagt die Essenz.

Ja das hat mit der Suchtentstehung zu tun. Zumeist ensteht eine Abhngigkeit aus Faktoren der Person (Persönlichkeit, psychisches Empfinden, Werte/Normen, Lebensperspektive usw.) der Substanz (Abhängigkeitspotential) und des Sozialen Umfelds (wie ist jemand sozial Eingebunden, hat er Freunde und Familie, wie steht das Umfeld zum Drogenkonsum, lebe ich im Hochhausgetto oder schön im Villenvirtel -Umweltbedingungen-, verfügbarkeit der Substanz usw.).

Nun, die Menschen welche zumeist von illegalen Opiaten (z.B. Heroin) abhängig werden haben zumeist schon zuvor arge Probleme im bereich ihrer Person/Psyche und sind auf gewisse Art auch sozial benachteiligt. Oft haben diese starke psychische Probleme, keine gute Lebensperspektive, kaum ein Selbstwertgefühl, haben teils keinen Job oder keinen schönen Job, sind teils sozial Isoliert oder werden in einem Umfeld groß wo der Drogenkonsum normal ist. Es gibt natürlich auch Ausnahmen von zumeist recht sensiblen Menschen, wo die Persönlichkeit einfach auf die Wirkung der Substanz anspringt. Es sorgt zumindest etwas dafür, das die Personen psychisch auf die Wirkung der Substanz anspringen, die Substanz gibt ihnen etwas was sie sonst nicht haben.

Bei Personen welche Opiate im klinischen Kontext bekommen, entwicklet sich halt seltener eine psychische Abhängigkeit weil zuvor beschrieben Faktroen auf sie weniger zutreffen. Wird jemand z.B. nach einer Erkrankung von Opiaten entwöhnt hat er zumeist ein gefstigtes soziales Umfeld und ist psychisch besser zurecht, hat eine andere sozilisation durchlaufen, hat ander Normen und Werte und eine andere Lebensperspektive.

Hab letztens mal von einer Studie gelesen, in welcher man herausgefunden hat, das Ratten im Versuch wesentlich weniger Drogen konsumieren (Kokain/Heroin) wenn man sie nicht allein in einem kleinen Käfig hält sondern in einem großen Käfig mit Spielmöglichkeit und anderen Ratten. Das erklärt das vereinfacht schon ganz gut.

opiate machen auch wenn man sie als schmerzmittel verwendet.

was sich unterscheidet ist die situation des konsumenten. und man bekommt meist retardierte medikamente. wie schnell eine wirkung anflutet hat nämlich starken einfluss auf das abhängigkeitspotenzial.

Die Entwicklung einer Abhängigkeit wird nicht durch "Freiwilligkeit des Konsums zu Genusszwecken" oder durch "Notwendigkeit des Konsums zu medizinischen Zwecken" initiiert.
Überdies zäumst Du das Pferd von hinten auf, wenn Du zuvor nicht die exakte Begriffsdefinition von "Abhängigkeit" kennst und Deiner Facharbeit zugrunde legst: https://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeitssyndrom_durch_psychotrope_Substanzen

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